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EU genehmigt Millionen für Sanofi - Insulinfabrik in Hessen 08.09.2026, 13:03 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Um die Versorgung mit Insulin zu stärken, darf Deutschland den Arzneimittelhersteller Sanofi FR0000120578 mit 400 Millionen Euro unterstützen. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt könne damit für seine Nettokosten entschädigt werden, teilte die EU-Kommission mit. Sie prüft staatliche Beihilfen wie diese, um Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden.

Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH verpflichtet sich nach Angaben der Brüsseler Behörde im Gegenzug dazu, bis Ende 2032 eine neue Insulinfabrik an ihrem Standort im Frankfurter Stadtteil Höchst aufzubauen. Dort sollen demnach bis Ende 2042 jährlich mindestens 1,1 Tonnen Insulin hergestellt werden. Der Arzneimittelhersteller muss zudem eine Tonne pharmazeutischer Insulinwirkstoffe bevorraten und im Fall eines Engpasses bei der Insulinversorgung die europäischen Märkte bevorzugt versorgen.

Nur hier wird Humaninsulin produziert

Ohne die Gelder würde Sanofi laut Mitteilung der EU-Kommission seinen deutschen Standort schließen. Es sei die einzige Produktionsstätte für Humaninsulin im Europäischen Wirtschaftsraum und eine von nur zwei Insulin-Produktionsstätten im Gebiet. "Da einige Produkte wie menschliches Insulin nicht mehr im EWR hergestellt würden, wäre Europa von Einfuhren aus Drittländern abhängig", so die Behörde.

Humaninsulin wird zur Behandlung von Diabetes mellitus verwendet. Die Stoffwechselstörung führt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Insulin sorgt dafür, dass Glukose aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden kann.

Der französische Pharmakonzern Sanofi hatte 2024 angekündigt, bis 2029 rund 1,3 Milliarden Euro in den Bau einer modernen Insulinproduktionsanlage an seinem Standort in Frankfurt zu investieren. Mehrere hundert Fachkräfte sollen dort künftig arbeiten. Die Investition von Sanofi wird demnach durch die Unterstützung der Bundesregierung, der hessischen Landesregierung sowie der Stadt Frankfurt ermöglicht. Das grüne Licht aus Brüssel war die letzte Hürde. Am Standort in Frankfurt arbeiteten nach Unternehmensangaben zuletzt etwa 6.500 Menschen.

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