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Gutachten

Mehr Aufklärung über Gefahren digitaler Medien 13.04.2026, 11:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Eine übermäßige Nutzung digitaler Medien kann den Bildungserfolg junger Menschen einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge negativ beeinflussen. "Eigene Auswertungen auf Basis der Pisa-Daten deuten darauf hin, dass mit steigender Nutzungsdauer digitaler Medien die durchschnittlich erzielten Pisa-Kompetenzpunkte tendenziell abnehmen", heißt es in dem IW-Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Das IW-Gutachten entstand den Angaben zufolge auf Basis einer Literaturanalyse sowie eigener Auswertungen des Pisa-Datensatzes. Die Forscher betonen, dass es weiteren Forschungsbedarf gibt.

Wie in anderen Ländern wird auch in Deutschland debattiert, die Nutzung von sozialen Netzwerken für Kinder und Jugendliche zu beschränken. In dem IW-Gutachten heißt es, ein Social-Media-Verbot für bestimmte Altersgruppen oder strengere Vorgaben für die Anbieter würden allein nicht ausreichen, um junge Menschen besser zu schützen. "Ein Verbot wird möglicherweise nicht vollumfänglich durchzusetzen sein und zudem kann eine Verlagerung zu anderen Plattformen stattfinden, um die Verbote zu umgehen."

Gutachten: mehr Aufklärungsarbeit vonnöten

Insbesondere für die Eltern werde die Aufsichts- und Fürsorgepflicht für ihre Kinder beim Umgang mit sozialen Medien bestehen bleiben - auch um die Jugendlichen auf den Zeitpunkt vorzubereiten, an dem sie Social Media nutzen dürften. Hier sei dringend mehr Aufklärungsarbeit nötig - "einmal über die Gefahren einer unkontrollierten Nutzung der sozialen Medien bei Kindern und Jugendlichen, aber auch über die technischen Möglichkeiten, die vorhanden sind, um den Konsum der Social-Media-Nutzung der Kinder besser zu regulieren und zu kontrollieren".

Ein mögliches deutsches Social-Media-Verbot für Kinder steht laut einem kürzlich veröffentlichten Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag vor rechtlichen Hürden. Diese ergeben sich vor allem aus EU-Recht, wie aus dem Gutachten hervorgeht. Auch das im Grundgesetz garantierte Erziehungsrecht der Eltern könnte "ein weiteres Hindernis für ein Verbot von Social-Media-Plattformen darstellen".

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