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Hannovers OB Onay

VW redet sich selbst schlecht 04.09.2026, 15:29 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay sieht den VW-Vorstand DE0007664039 in der Pflicht, für klare Zukunftsperspektiven in den deutschen Werken zu sorgen. "Es kann doch nicht wahr sein, dass ein Vorstand eines deutschen Unternehmens den Industriestandort Deutschland derart kampflos aufgibt", sagte der Grünen-Politiker. "Wir brauchen keinen Vorstand, der ständig mantraartig wiederholt, wir müssen kürzen, sparen und Stellen streichen. Dafür brauchen wir ehrlich gesagt keinen hochbezahlten Manager-Vorstand. Wir brauchen Menschen, die eine klare Perspektive entwickeln können."

Rüstung statt Autos? "Das ist eine Scheindebatte"

Von dem Beschluss des VW-Aufsichtsrats für einen verschärften Sparkurs von gestern Abend zeigte sich Onay ebenso frustriert wie von der Kommunikation des Unternehmens. "Man kann auch ein Produkt wirklich schlechtreden, und das macht der Vorstand gerade, indem man immer wieder diese Debatten anheizt", sagte er. "Wir haben die Diskussion jetzt noch mal um einige Monate oder um ein Jahr verlängert. Für den Standort selber ist damit keine Sicherheit entstanden." In Hannover-Stöcken baut VW Nutzfahrzeuge wie den ID.Buzz.

Onay sieht darin auch zukünftig großes Potenzial, weil das Werk mit Nutzfahrzeugen ein Segment bediene, das nicht in direkter Konkurrenz zum chinesischen Markt stehe. "Dort sind die chinesischen Produzenten noch nicht so stark." Dass VW diese Expertise nicht nutze, sei "absolut unverständlich".

Eine mögliche Neuausrichtung des Werks auf die Rüstungsindustrie, wie sie auf das VW-Werk in Osnabrück zukommen könnte, steht dem Oberbürgermeister zufolge in Hannover bislang nicht bevor. "Das ist eine Scheindebatte aktuell. Wir haben überhaupt keine Anhaltspunkte dafür, welche Unternehmen, welche Produkte das sein sollen", sagte der Grünen-Politiker. "Der Standort Hannover Volkswagen Nutzfahrzeuge ist auf zivile Fahrzeuge ausgelegt."

"Das wäre ein massiver Schaden"

Onay warnte zudem vor den Folgen, falls das Werk in Hannover schließen müsste. "Sollte dieser Standort weiter so runtergeredet werden und auch weiter beschädigt werden, dann hätte das natürlich ein immenses Ausmaß sozialer Art", sagte er. Alleine bei VW in Hannover arbeiteten 12.200 Menschen, hinzu kämen die Zulieferer. "Für den Standort wäre das ein massiver Schaden."

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