KI-Boom treibt Chip-Geschäft von STMicro an - Investoren dennoch enttäuscht 23.07.2026, 09:32 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Chiphersteller STMicroelectronics NL0000226223 profitiert weiter von einer hohen Nachfrage im Zusammenhang mit Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI). So erwartet der Konkurrent von Infineon DE0006231004 für das laufende dritte Quartal im Mittel einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorquartal um rund 6,2 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit geringfügig mehr gerechnet. Die Bruttomarge soll um die 37 Prozent erreichen, hier gehen Marktexperten von 36,8 Prozent aus.

Der anhaltende Ausbau der KI-Infrastruktur treibt die Nachfrage nach verschiedensten Chip-Typen für Rechenzentren an. STMicro NL0000226223 hob die Erwartungen für den KI-Umsatz daher erneut leicht an - auf über eine Milliarde Dollar in diesem Jahr und "deutlich über 2 Milliarden US-Dollar" im Jahr 2027. Zuvor hatte STMicro seine Prognosen für das Geschäft bereits zweimal nach oben geschraubt und rechnete zuletzt 2026 mit einem Umsatz von 1 Milliarde Dollar und einer Verdopplung bis 2027.

Den zuletzt erfolgsverwöhnten Investoren reichte dies nicht. Die Aktie sackte zu Handelsbeginn um 17 Prozent ab. Allerdings hat das Papier im laufenden Jahr zuvor bereits rund 160 Prozent an Wert gewonnen. Im Sog dessen fiel die Aktie des im Dax notierten Chipherstellers Infineon um mehr als fünf Prozent.

Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse von STMicro im Vergleich zum Vorquartal um 12,7 Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro, was über dem Mittelwert der vom Unternehmen prognostizierten Spanne lag. Die Bruttomarge verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 34,8 Prozent. Unter dem Strich verdiente STMicro mit 222 Millionen Dollar ein Vielfaches mehr als im Vorquartal. Auch gegenüber dem Vorjahr verbesserten sich die Kennziffern deutlich.

Der Boom bei Rechenzentren hat STMicro - einem Zulieferer von Tesla US88160R1014 und Apple US0378331005 - zu einer Wende geführt. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren mit einer schwachen Nachfrage in der Automobil- und Konsumgüterbranche zu kämpfen, da die Kunden zunächst ihre Lagerbestände abbauten, die sie während der Engpässe im Zuge der Covid-19-Pandemie angehäuft hatten.

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