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Klingbeil pocht auf Bedingungen für Commerzbank-Übernahme 14.09.2026, 19:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Commerzbank 42,67 EUR -0,12 % Lang & Schwarz
UniCredit 99,30 USD +1,85 % Nasdaq OTC
DAX 25.505,00 PKT +0,30 % Lang & Schwarz

Finanzminister Lars Klingbeil pocht im Ringen um eine mögliche Übernahme der Commerzbank DE000CBK1001 durch die italienische Großbank Unicredit IT0005239360 auf eine Reihe von Bedingungen. "Wir erwarten, dass die Commerzbank eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt bleibt und ihr starkes Mittelstandsgeschäft fortsetzt - sowohl in Deutschland als auch international", erklärte der SPD-Chef und Vizekanzler nach einem Gespräch mit Unicredit-Chef Andrea Orcel in Berlin.

Die Bank müsse ihre wichtige Rolle für die Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des Mittelstands weiter erfüllen können. Außerdem, so betonte Klingbeil, stehe die Bundesregierung an der Seite der mehr als 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Commerzbank.

Orcel sprach von einem guten und konstruktiven ersten Gespräch, dem zeitnah weitere folgen sollten. "Nun liegt es an beiden Seiten, dieses erste Gespräch zu reflektieren, damit wir einen Weg finden können, der den Interessen aller Stakeholder und Anteilseigner bestmöglich gerecht wird", erklärte er.

Bund hält 12 Prozent an der Commerzbank

Die Unicredit, die vor rund zwei Jahren bei der Commerzbank eingestiegen war, wirbt seit langem um eine Übernahme des Frankfurter Dax DE0008469008-Konzerns und hat sich den Zugriff auf fast 50 Prozent der Anteile gesichert. Der Bund, der die Commerzbank in der Finanzkrise mit Steuermilliarden gerettet hat, hält noch gut 12 Prozent an der Commerzbank und ist damit zweitgrößter Aktionär. Bei einer möglichen Übernahme kommt der Regierung daher eine wichtige Rolle zu.

Orcel sieht bei einer Übernahme der Commerzbank Potenzial für Milliardeneinsparungen inklusive des Abbaus Tausender Stellen. Er will zudem das Auslandsnetz der Commerzbank beschneiden. Bei der Commerzbank herrschen Sorgen vor einem Kahlschlag. Zudem gibt es in Frankfurt Befürchtungen, dass die Commerzbank perspektivisch mit der HVB verschmolzen werden könnte und dann auch München als Hauptsitz infrage käme.

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