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KORREKTUR/Lyten bekennt sich zur Übernahme von Northvolt-Baustelle 01.07.2026, 10:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

(Berichtigung: Im 2. Satz wurde berichtigt, dass die Absichtserklärung mit der Förderbank KfW, der Northvolt Drei Project GmbH und deren Gesellschafterin LG Batterie GmbH unterzeichnet wurde.)

KIEL (dpa-AFX) - Nach der Pleite des schwedischen Batterieherstellers Northvolt kommt die Übernahme der deutschen Baustelle bei Heide in Schleswig-Holstein durch das US-Unternehmen Lyten voran. Der Batteriehersteller übernimmt nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit der Förderbank KfW, der Northvolt Drei Project GmbH und deren Gesellschafterin LG Batterie GmbH die Kosten für den Erhalt und die Sicherung der Vermögenswerte, einschließlich der Personalkosten bei der deutschen Northvolt-Tochter, wie das Unternehmen mitteilte. Ziel sei der Abschluss eines finalen Kaufvertrags im dritten Quartal.

Im Gegensatz zur Muttergesellschaft ging die deutsche Tochter Northvolt Drei nicht pleite, sondern wurde von Bund und Land am Leben gehalten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll Lyten für das gut 100 Hektar große Areal bei Heide rund 60 Millionen Euro zahlen.

Reaktionen

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erklärte: "Damit gehen monatelange Verhandlungen über die deutsche Northvolt-Tochter und ihr Gelände bei Heide in die Zielgerade." Über Einzelheiten sei mit Lyten Stillschweigen vereinbart worden.

Lyten-Chef und Mitgründer Dan Cook kündigte an: "Wir planen, Drei als deutschen Hub für saubere Batterieproduktion und industrielle Fertigung zu entwickeln, auf dem auch KI Infrastruktur angesiedelt werden soll." Für Lyten sei dies eine langfristig angelegte Investition mit einer Perspektive über mehrere Jahrzehnte.

Der Kaufpreis soll im Fall eines Abschlusses jeweils zur Hälfte an Bund und Land gehen. Für den Bau der Fabrik hatte Northvolt von der staatlichen Förderbank KfW eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Nach der Pleite konnten Bund und Land davon nur noch 153 Millionen Euro sichern. Der finanzielle Schaden für das Land Schleswig-Holsteins liegt damit bei rund 200 Millionen Euro.

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