Original-Research

Marinomed Biotech AG (von GBC AG): Kaufen 28.10.2025, 10:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Marinomed Biotech 17,18 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

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Original-Research: Marinomed Biotech AG - von GBC AG

28.10.2025 / 10:00 CET/CEST

Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service

der EQS Group.

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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Einstufung von GBC AG zu Marinomed Biotech AG

Unternehmen: Marinomed Biotech AG

ISIN: ATMARINOMED6

Anlass der Studie: Research Note

Empfehlung: Kaufen

Kursziel: 51,00 EUR

Kursziel auf Sicht von: 31.12.2026

Letzte Ratingänderung:

Analyst: Matthias Greiffenberger, Cosmin Filker

Transformiert und auf Kurs: H1 2025 setzt neue Basis für Wachstum

Wir haben unsere Umsatzprognose für Marinomed grundlegend überarbeitet, da

die Zahlungen aus der Veräußerung des Carragelose-Geschäfts als Umsatzerlöse

erfasst werden. Bislang hatten wir diese den sonstigen betrieblichen

Erträgen zugeordnet. Diese Umstellung folgt der bereits im ersten Halbjahr

2025 gelebten Praxis und führt zu einer deutlich realistischeren Abbildung

der wirtschaftlichen Verhältnisse. Gleichzeitig gewichten wir vertraglich

gesicherte Dienstleistungen aus Transition-Services für Unither sowie

Projekte auf der Solv4U-Plattform stärker als zuvor. In Summe resultiert

daraus ein merklich höherer Umsatzpfad: Anstelle der ursprünglichen

GBC-Schätzung von 3,50 Mio. EUR für 2025e, 4,00 Mio. EUR für 2026e und 6,00 Mio.

EUR für 2027e erwarten wir nun 8,50 Mio. EUR, 10,13 Mio. EUR und 12,20 Mio. EUR. Die

Position der sonstigen betrieblichen Erträge bleibt im Jahr 2025 aufgrund

restrukturierungsbedingter, nicht cashwirksamer Effekte außergewöhnlich hoch

bei 19,55 Mio. EUR und normalisiert sich ab 2026 auf 1,50 Mio. EUR pro Jahr.

Der Umsatzsprung im Jahr 2025 ist im Kern eine Kombination aus methodischer

Neuzuordnung der Carragelose-Earn-outs und operativer Normalisierung nach

einem außergewöhnlich schwachen Vorjahr. Die nun in der Topline erfassten

Transaktionskomponenten sowie laufende Transition-Services an Unither bilden

einen stabilen Sockel, der durch eine spürbar höhere Auslastung der

Solv4U-Kapazitäten ergänzt wird. Während klassische Warenumsätze strukturell

zurückgehen, wird dieser Effekt durch den Zuwachs in den dienstleistungs-

und lizenznahen Erlösströmen überkompensiert. Wir gehen davon aus, dass

Bestellrhythmen der Partner nach dem Restrukturierungsjahr wieder

verlässlicher werden, Projektmeilensteine planmäßiger erreicht werden und

die Sichtbarkeit der Pipeline steigt.

Für 2026 unterstellen wir ein weiteres, organischeres Fortschreiten des

Umsatzes. Die servicebasierte Erlöslogik greift erstmals über ein volles

Jahr ohne Umstellungseffekte. Solv4U skaliert, da Feasibility-Projekte in

nachgelagerte Entwicklungsmandate konvertieren und die Kapazitäten dadurch

gleichmäßiger ausgelastet werden. Parallel dazu beginnen erste lizenznahe

Elemente aus der schrittweisen Kommerzialisierung der Marinosolv-Assets

beizutragen, wobei wir keine großen, binären Upfronts modellieren, sondern

planbare, vertraglich definierte Zahlungsströme ansetzen. Die Erfassung der

Carragelose-Zahlungen in der Umsatzerlöszeile führt in 2026 nicht nur zu

einem höheren Ausgangsniveau, sondern auch zu einer glatteren Verteilung der

Erlöse über das Jahr, da vertragliche Fälligkeiten und Service-Deliverables

einen regelmäßigen Takt vorgeben. Dadurch verbessert sich die

Prognostizierbarkeit, und die Abhängigkeit von volatilen Produktabrufen

sinkt.

Im Jahr 2027 erwarten wir die nächste Skalierungsstufe, getragen von drei

Quellen. Erstens dürfte der Umfang der Transition- und Serviceleistungen

weiter zunehmen, weil eine wachsende Zahl an Bestandsprojekten in reifere

Phasen übergeht und die Wertschöpfungstiefe pro Mandat steigt. Zweitens

rechnen wir mit einer geographischen Ausweitung der Monetarisierung, da

positive Referenzen aus bereits bedienten Märkten die Anbahnung in weiteren

Territorien erleichtern und damit zusätzliche, wiederkehrende Lizenz- und

Servicekomponenten entstehen. Drittens zahlt die Pipelinebreite auf den Mix

ein: Mit zunehmender Zahl parallel laufender Projekte erhöht sich die

Grundauslastung, wodurch Leerlauf sinkt und die Umsatzlinie zusätzlich

stabilisiert wird. In Summe ergibt sich so eine Topline von 12,20 Mio. EUR,

die weniger schwankungsanfällig ist und stärker von technologie- und

lizenznahen Erlösbestandteilen geprägt wird als in der Vergangenheit.

Unser überarbeitetes Prognosemodell führt auch zu neuen Ergebnisannahmen. Im

Modell resultiert daraus ein EBITDA von 18,58 Mio. EUR in 2025, gefolgt von

3,20 Mio. EUR in 2026 und 4,70 Mio. EUR in 2027. Für die außergewöhnliche

Ergebnishöhe im Jahr 2025 ist die Position der sonstigen betrieblichen

Erträge im Zuge der Restrukturierung mit 19,55 Mio. EUR verantwortlich, wobei

es sich überwiegend um nicht-cashwirksame Effekte handelt.

Ab 2026 tritt der Ergebniseffekt der Restrukturierung in den Hintergrund und

die Ergebnisgrößen werden durch das Kerngeschäft bestimmt. Wir modellieren

eine Normalisierung der sonstigen betrieblichen Erträge auf 1,50 Mio. EUR pro

Jahr. Entscheidend ist, dass das EBITDA mit 3,20 Mio. EUR und das EBIT mit

2,85 Mio. EUR trotz der Normalisierung spürbar positiv bleiben, getragen von

einer verlässlicheren, service- und lizenznahen Umsatzbasis, einer höheren

Auslastung in Solv4U und den fortlaufenden Transition-Leistungen. Das

Nettoergebnis liegt mit 2,75 Mio. EUR ebenfalls klar im positiven Bereich, da

die Finanzaufwendungen nach der Restrukturierung strukturell niedriger

bleiben und keine außergewöhnlichen Steuerbelastungen unterstellt werden.

Für 2027 unterstellen wir ein weiteres, operativ motiviertes

Ergebniswachstum entlang des Umsatzanstiegs und der zunehmenden Planbarkeit

der Ertragsströme. Treiber dieser Entwicklung sind die breitere

Monetarisierung der Pipeline, der steigende Anteil wiederkehrender

technologie- und lizenznaher Erlöse sowie eine verbesserte Grundauslastung,

die Leerlauf reduziert und Fixkosten besser deckt. Der Ergebnismix wird

damit hochwertiger, weil die Ergebnisbeiträge zunehmend aus skalierbaren

Services und Lizenzmechanismen stammen, die die Volatilität klassischer

Produktabrufe ersetzen.

Über den gesamten Prognosehorizont ist die Qualität der Ergebnisspannen

maßgeblich durch das asset-light Setup, die geringe Materialintensität und

die niedrige Abschreibungsbasis determiniert.

Auf Grundlage unseres aktualisierten DCF-Bewertungsmodells ergibt sich ein

neues Kursziel von 51,00 EUR je Aktie (bisher: 42,00 EUR). Dieses Kursziel

berücksichtigt die überarbeiteten Umsatz- und Ergebnisprognosen sowie den

Roll-Over-Effekt durch die Fortschreibung des Bewertungszeitraums bis zum

31. Dezember 2026. Gegenüber dem aktuellen Kursniveau von 20,00 EUR je Aktie

ergibt sich damit ein erhebliches Upside-Potenzial. Vor diesem Hintergrund

bestätigen wir unser KAUFEN-Rating.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=383e15c5e6b20bd885d4114004809693

Kontakt für Rückfragen:

GBC AG

Halderstraße 27

86150 Augsburg

0821 / 241133 0

research@gbc-ag.de

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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR

Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher

Interessenkonflikt gegeben: (5a,6a,7,11); Einen Katalog möglicher

Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung

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Fertigstellung: 27.10.2025 (14:30 Uhr)

Erste Weitergabe: 28.10.2025 (10:00 Uhr)

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Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate

News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Originalinhalt anzeigen:

https://eqs-news.com/?origin_id=71cb97dc-b33f-11f0-be29-0694d9af22cf&lang=de

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2219244 28.10.2025 CET/CEST

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