Original-Research

SMARTBROKER HOLDING AG (von GBC AG): Kaufen 17.03.2026, 10:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Smartbroker Holding 12,05 EUR -0,62 % Lang & Schwarz

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Original-Research: SMARTBROKER HOLDING AG - von GBC AG

17.03.2026 / 10:00 CET/CEST

Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service

der EQS Group.

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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Einstufung von GBC AG zu SMARTBROKER HOLDING AG

Unternehmen: SMARTBROKER HOLDING AG

ISIN: DE000A2GS609

Anlass der Studie: Research Comment

Empfehlung: Kaufen

Kursziel: 17,60 EUR

Kursziel auf Sicht von: 31.12.2026

Letzte Ratingänderung:

Analyst: Matthias Greiffenberger, Cosmin Filker

Smartbroker Holding AG: Vorläufige Zahlen 2025 bestätigen die starke

operative Entwicklung; 2026 mit guter Ausgangsbasis für weiteres profitables

Wachstum

Die Smartbroker Holding AG hat vorläufige, noch ungeprüfte Zahlen für das

Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht und zugleich einen Ausblick auf das

laufende Geschäftsjahr 2026 gegeben. Demnach wurden im abgelaufenen

Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 69,0 Mio. EUR erzielt, bei einem

operativen EBITDA von 0,0 Mio. EUR. Zudem konnten im Bereich Transaktionen

rund 77.350 Neukunden für Smartbroker+ gewonnen werden. Damit lagen sowohl

Umsatz als auch Ergebnis im Rahmen der zuletzt mehrfach angehobenen

Unternehmensguidance. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem

Konzernumsatz in einer Bandbreite von 66,0 bis 72,0 Mio. EUR sowie mit einem

operativen EBITDA zwischen minus 1,5 Mio. EUR und plus 1,5 Mio. EUR. Im

Brokerage Bereich werden für 2026 rund 100.000 Neukunden erwartet.

Im Kontext unseres letzten Research Comments vom 07.01.2026 erweisen sich

die nun veröffentlichten vorläufigen Zahlen als insgesamt leicht besser als

von uns erwartet. Auf Basis der seinerzeit angehobenen Unternehmensguidance

hatten wir für 2025 Umsatzerlöse von 68,0 Mio. EUR sowie ein operatives EBITDA

von 0,0 Mio. EUR prognostiziert. Die tatsächlichen vorläufigen Umsatzerlöse

liegen damit leicht oberhalb unserer Schätzung, während das operative EBITDA

unsere Erwartung punktgenau trifft. Damit bestätigt sich die starke

operative Dynamik, die sich bereits im Jahresverlauf abgezeichnet hatte.

Insbesondere die hohe Handelsaktivität, das kräftige Kundenwachstum sowie

Fortschritte bei der operativen Skalierung der Plattform haben sich positiv

bemerkbar gemacht.

Besonders positiv werten wir, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025

vor Berücksichtigung der Aufwendungen für die Neukundengewinnung operativ

profitabel war und ein deutlich positives EBITDA vor Customer Acquisition

Costs erzielen konnte. Dies unterstreicht aus unserer Sicht die zunehmende

operative Tragfähigkeit des Geschäftsmodells. Die Ergebnisentwicklung ist

damit weniger Ausdruck eines strukturellen Margendrucks als vielmehr Folge

bewusst hoher Investitionen in weiteres Wachstum.

Positiv hervorzuheben ist zudem, dass Smartbroker mit den vorläufigen Zahlen

den im Jahresverlauf bereits mehrfach angehobenen Zielkorridor erreicht hat.

Damit unterstreicht das Unternehmen, dass es gelungen ist, das starke

operative Momentum im Brokerage Geschäft bis zum Jahresende

aufrechtzuerhalten. Auch wenn die Neukundengewinnung mit 77.350 leicht unter

der zuletzt avisierten Größenordnung von rund 80.000 lag, werten wir dies

angesichts der insgesamt sehr dynamischen Entwicklung als nur marginale

Abweichung. Vielmehr zeigt sich weiterhin eine deutlich verbesserte

Marktdurchdringung und eine hohe Attraktivität der Smartbroker+ Plattform.

Zudem stellt die Kundenqualität unseres Erachtens ein zentrales

Differenzierungsmerkmal von Smartbroker+ dar und wird in der aktuellen

Wahrnehmung des Unternehmens noch nicht ausreichend reflektiert. Besonders

hervorzuheben ist die aus unserer Sicht überdurchschnittlich hohe

Handelsaktivität der Kundenbasis: Smartbroker+-Kunden führten im Jahr 2025

im Durchschnitt rund 38 Trades pro Kunde aus. Damit liegt das

Aktivitätsniveau klar über vielen Wettbewerbern. Zum Beispiel weist

flatexDEGIRO gemäß der vorläufigen Zahlen 2025 im Marktvergleich ein

deutlich niedrigeres Niveau von 23 Trades pro Kunde auf. Für traditionelle

Broker wie comdirect, Consorsbank oder DKB gehen wir davon aus, dass das

Aktivitätsniveau dort in einer ähnlichen Größenordnung oder sogar noch

darunter liegt.

Diese Kundenstruktur besonders relevant, da die Monetarisierung im

Brokerage-Geschäft wesentlich von der Handelsfrequenz abhängt. Die hohe

Trading-Aktivität deutet daher darauf hin, dass Smartbroker+

überdurchschnittlich erfolgreich darin ist, trading-affine und damit

wirtschaftlich attraktivere Kunden zu gewinnen. Dies stützt unseres

Erachtens die strategische Positionierung des Unternehmens im Segment

aktiver Anleger und sollte sich mittelfristig in einer strukturell

attraktiveren Umsatzqualität je Kunde niederschlagen. Auch mit Blick auf das

Depotvolumen pro Kunde erscheint die Kundenbasis qualitativ hochwertig. Nach

Unternehmensangaben liegt das Depotvolumen je Smartbroker+-Kunde bei rund

EUR 55k und damit auf einem hohen Niveau. In Kombination mit der deutlich

höheren Handelsintensität unterstreicht dies aus unserer Sicht, dass

Smartbroker+ nicht nur Kunden gewinnt, sondern nachhaltig besonders

wertvolle, trading-affine Kundenbeziehungen aufbaut.

Die 2026er Guidance erscheint auf den ersten Blick zurückhaltend, ist aus

unserer Sicht jedoch als solide und gut erreichbar einzustufen. Hintergrund

der konservativen Einordnung dürfte insbesondere das ab Juli 2026 greifende

PFOF-Verbot sein, durch das künftig keine entsprechenden Zahlungen mehr

vereinnahmt werden können. Das PFOF-Verbot untersagt Brokern, Vergütungen

für die Weiterleitung von Kundenorders an bestimmte Handelsplätze

anzunehmen. Dadurch entfällt für viele Neo Broker ein bislang relevanter

Erlösbaustein, was einen Anpassungsdruck auf Preisstruktur, Kostenbasis und

Monetarisierungsmodell auslöst. Positiv ist jedoch hervorzuheben, dass der

Wegfall dieser Erlöse nach Unternehmensangaben durch frühzeitig eingeleitete

Kostenmaßnahmen nahezu vollständig kompensiert werden soll. Entsprechend

erwartet das Management keine wesentlichen strukturellen Auswirkungen auf

die künftige Ergebnisentwicklung. Dass Smartbroker seinen vollständigen

Produktumfang gleichzeitig zu unveränderten Konditionen für Endkunden

anbieten will, werten wir als klares Signal für die Wettbewerbsfähigkeit und

Belastbarkeit des Geschäftsmodells.

Besonders ermutigend ist aus unserer Sicht auch der Start in das neue

Geschäftsjahr. In den ersten beiden Monaten 2026 wurden bereits mehr als

13.000 Neukunden gewonnen. Darüber hinaus wurde im Januar ein neuer

Monatsrekord bei den abgewickelten Trades erzielt. Diese Entwicklung

untermauert die gute operative Verfassung des Unternehmens und spricht

dafür, dass das avisierte Ziel von 100.000 Neukunden auch ohne Einführung

eines Altersvorsorgedepots auf einer realistischen Grundlage basiert.

Im Zentrum der strategischen Planung für 2026 steht ein nochmals

beschleunigtes Kundenwachstum. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die

Marketinginvestitionen für die Neukundengewinnung auf rund 12,5 Mio. EUR

steigen und damit um etwa 2,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr zulegen. Parallel

dazu treibt das Unternehmen die technologische und produktseitige

Weiterentwicklung von Smartbroker+ voran. Geplant sind unter anderem

zusätzliche Funktionalitäten wie Lastschriften, Vollmachten,

Absicherungsorders, die automatische Reinvestition von Ausschüttungen und

Dividenden, eine optimierte Desktop Version sowie Junior Depots.

Gleichzeitig soll das IT-Team um weitere 20 Mitarbeiter in den Bereichen IT,

Data und Künstliche Intelligenz ausgebaut werden.

Besonders unterstützend wirkt dabei das weiterhin profitable Portalgeschäft,

das unverändert eine stabile Ergebnisbasis liefert. Für 2026 rechnet das

Unternehmen in diesem Segment mit einem Umsatz von rund 28 Mio. EUR sowie mit

einem EBITDA von rund 6 Mio. EUR. Diese Ertragsbasis fungiert als

verlässlicher Cashflow-Anker und schafft den notwendigen finanziellen

Spielraum, um die Wachstumsinitiativen im Brokerage Segment konsequent

fortzuführen. Gerade in der aktuellen Transformationsphase stellt das

hybride Geschäftsmodell aus margenstarkem Media Geschäft und

wachstumsstarkem Brokerage unseres Erachtens einen wesentlichen

strategischen Vorteil dar.

Zusätzliche Fantasie könnte sich darüber hinaus aus dem geplanten

Altersvorsorgedepot ergeben. Dieser Aspekt ist in der aktuellen Guidance

noch nicht reflektiert, könnte bei politischer Umsetzung jedoch zusätzliche

Wachstumsimpulse liefern und Smartbroker in einem neu entstehenden

Marktsegment frühzeitig positionieren. Zugleich erscheint auch die

mittelfristige Perspektive attraktiv. Im Zuge der strategischen

Weiterentwicklung stellt das Unternehmen ab 2027 ein strukturelles

jährliches Neukundenwachstum von rund 130.000 Kunden in Aussicht, nachdem

bislang 100.000 Neukunden pro Jahr angenommen worden waren. Die potenziellen

Effekte eines Altersvorsorgedepots sind hierbei noch nicht berücksichtigt.

Damit besteht aus unserer Sicht zusätzliches mittelfristiges Upside

Potenzial.

Insgesamt bestätigen die vorläufigen Zahlen 2025 aus unserer Sicht die sehr

erfreuliche operative Entwicklung der Gesellschaft. Zugleich zeigt die

2026er Guidance, dass Smartbroker trotz regulatorischer Gegenwinde über eine

robuste operative Basis verfügt und den eingeschlagenen Wachstumskurs mit

Nachdruck fortsetzen will. Der starke Jahresauftakt 2026, die weiterhin hohe

Investitionsbereitschaft in Kundenwachstum und Technologie sowie die

verbesserte mittelfristige Wachstumsperspektive unterstreichen unseres

Erachtens das attraktive Chancenprofil der Gesellschaft. Insgesamt sehen wir

den Investment Case durch die vorläufigen Zahlen nicht nur bestätigt,

sondern weiter gestärkt. Eine umfangreiche Neubewertung werden wir im Rahmen

der finalen Zahlen vornehmen.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=cc915b009b40c88650a1f34bf46bb9a0

Kontakt für Rückfragen:

GBC AG

Halderstraße 27

86150 Augsburg

0821 / 241133 0

research@gbc-ag.de

++++++++++++++++

Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR

Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher

Interessenkonflikt gegeben: (5a,11); Einen Katalog möglicher

Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung

+++++++++++++++

Fertigstellung: 16.03.2026 (14:00 Uhr)

Erste Weitergabe: 17.03.2026 (10:00 Uhr)

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Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate

News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Originalinhalt anzeigen:

https://eqs-news.com/?origin_id=33997b9f-2143-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de

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2292058 17.03.2026 CET/CEST

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