Original-Research

Smartbroker Holding AG (von Montega AG): Kaufen 06.03.2026, 09:47 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Smartbroker Holding 12,05 EUR -0,62 % Lang & Schwarz

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Original-Research: Smartbroker Holding AG - von Montega AG

06.03.2026 / 09:47 CET/CEST

Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service

der EQS Group.

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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Einstufung von Montega AG zu Smartbroker Holding AG

Unternehmen: Smartbroker Holding AG

ISIN: DE000A2GS609

Anlass der Studie: Update

Empfehlung: Kaufen

seit: 06.03.2026

Kursziel: 18,00 EUR

Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten

Letzte Ratingänderung: -

Analyst: Christian Bruns, CFA; Nicklas Frers

Fokus bleibt konsequent auf Wachstum - Altersvorsorgedepot als potenzieller

'Gamechanger'

Die Smartbroker Holding AG hat ihre vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr

2025 geliefert. Der Umsatz stieg um +33% auf 69 Mio. EUR (Vorjahr: 52 Mio.

EUR; Guidance: 65-70 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte

mit 0 Mio. EUR (Vorjahr: 9 Mio EUR) den Break-even-Punkt und lag damit

inmitten der Guidance von -1,5 bis 1,5 Mio EUR. Auch das Kundenwachstumsziel

(80 Tsd. Neukunden) konnte mit 77 Tsd. Neukunden nahezu erreicht werden. SB

hat in ihrem monatlichen KPI-Call Anfang März zudem die mittelfristigen

Ziele bekannt gegeben.

Fehlende PFOF-Umsätze durch Kostenstruktur kompensiert: Für das

Geschäftsjahr 2026 prognostiziert SB einen Konzernumsatz zwischen 66 bis 72

Mio. EUR sowie ein EBITDA erneut in der Spanne von -1,5 bis 1,5 Mio EUR.

Dass die Umsatzprognose für 2026 lediglich eine Seitwärtsbewegung zum

Vorjahr (2025: 69 Mio) vorsieht, ist auf das Payment-for-Order-Flow Verbot

ab Juli diesen Jahres zurückzuführen. Demnach fallen ab dem laufenden

Geschäftsjahr Umsätze im hohen einstelligen Millionen Bereich weg

(PFOF-Anteil am Umsatz: ca. 16%). Durch Maßnahmen der Kostenreduktion,

insbesondere verringerte Kosten pro Trade, wird der Umsatzrückgang jedoch

nahezu vollständig kompensiert werden. Bereits die ersten beiden Monate des

Geschäftsjahres stimmen positiv, da aufgrund der Rohstoff-Rally und der

geopolitischen Lage die Handelsaktivität bei SB deutlich zugenommen hat.

Positiv zu erwähnen ist auch, dass das Mediengeschäft mit einem Umsatz von

rund 28 Mio. Euro und einem EBITDA von rund 6 Mio. Euro eine hochprofitable

Basis bildet, die als stabiler Cashflow-Anker die notwendigen Spielräume für

die Wachstumsinitiativen im Brokerage-Segment sichert.

Investition in Wachstum: Die ergebnisseitige Guidance (EBITDA 2025: -1,5 bis

1,5 Mio EUR) zeigt, dass das Management bewusst den Gewinn von Marktanteilen

gegenüber kurzfristiger Profitabilität priorisiert. Dafür möchte das

Unternehmen ca. 12,5 Mio. EUR in das Marketing (Vorjahr: 10 Mio. EUR)

investieren, um das Ziel von 100 Tausend Neukunden in 2026 zu erreichen. Ab

2027 wird jährlich mit einem Neukundenwachstum von 130 Tausend Personen

gerechnet. Aktuell bezahlt SB pro Neukunde ca. 120 EUR an Customer

Acquisition Costs, wobei dieser pro Jahr eine durchschnittliche Rohmarge von

ca. 90 EUR beiträgt. Die operative Ertragskraft von SB wird durch die

massiven Wachstumsinvestitionen überlagert. Bereinigt um das Marketingbudget

für Neukundenakquise würde SB ein EBITDA (vor CAC) von 9 Mio. EUR in 2025

erzielen (SBe 2026: 13,6 Mio. EUR EBITDA vor CAC) und damit bereits eine

hohe Profitabilität ausweisen. Auch die technologische Entwicklung des SB+

wird weiter vorangetrieben. Bis zu 20 neue Mitarbeiter sollen die Themen IT,

Data und KI verstärken, um den Endkunden weitere Features anbieten zu können

und das Produkt wesentlich auszubauen. SB plant hierfür eine Aufstockung des

Budgets für IT-Investitionen und Personal von ca. 4 Mio. EUR ein.

Gamechanger Altersvorsorgedepot: Einen wesentlichen Upside-Faktor, der in

der aktuellen Guidance noch nicht enthalten ist, stellt das geplante

Altersvorsorgedepot dar. Laut SB könnten dadurch in den kommenden 5-10

Jahren ca. 30-40 Mio. neue Depots in Deutschland eröffnet werden. Sollte

dies wie erwartet im Frühjahr 2026 beschlossen werden und ab Januar 2027 in

Kraft treten, könnte dies in der zweiten Jahreshälfte 2026 deutlich

zusätzliche Marketinginvestitionen erfordern, um Smartbroker als einen der

führenden Akteure in diesem neuen Marktsegment zu positionieren. Unseres

Erachtens nach werden gerade Neobroker zu den 'Gewinnern' dieser politischen

Entscheidung zählen. Das Altersvorsorgedepot spielt Neobrokern nämlich

gleich zweifach in die Karten: Während die junge, digital-affine Zielgruppe

ohnehin bereits dort ihre Depots führt, sorgt die geplante Kostenobergrenze

dafür, dass die Profitabilität für dieses Produkt bei klassischen Vollbanken

massiv unter Druck gerät, wohingegen Neobroker aufgrund ihrer Skalierbarkeit

attraktive Margen erzielen können. Das Altersvorsorgedepot fungiert somit

als potenzieller 'Gamechanger', der zwar kurzfristig das EBITDA belasten

könnte, aber langfristig sowohl die Kundenbasis als auch das

Transaktionsvolumen und damit die Ertragskraft massiv steigern dürfte. Da in

der aktuellen Guidance das Altersvorsorgedepot noch nicht berücksichtigt

ist, könnte es nach Zustimmung der Politik durch SB deutliche Anpassungen

geben.

Fazit: Trotz der im Jahresvergleich unveränderten Guidance für 2026 bleibt

die Equity-Story von Smartbroker u.E. intakt. Die ausbleibenden PFOF-Umsätze

werden durch operative Kostensenkungen kompensiert. Das Management bleibt

seiner Wachstumsstrategie treu und reinvestiert konsequent in den Aufbau

seiner Kundenbasis, die Verbesserung der Plattform und den Ausbau von

Marktanteilen. Wir bestätigen unsere Kaufempfehlung mit einem unveränderten

Kursziel von 18,00 EUR.

+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss

bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS /

HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++

Über Montega:

Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem

Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch

zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren.

Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige

Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende

Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission:

Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im

Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene

Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten

beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter,

Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im

Nebenwertebereich auf der anderen Seite.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=5b1fd2094e72d4a2716728f051b0feae

Kontakt für Rückfragen:

Montega AG - Equity Research

Tel.: +49 (0)40 41111 37-80

Web: www.montega.de

E-Mail: info@montega.de

LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/montega-ag

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News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Originalinhalt anzeigen:

https://eqs-news.com/?origin_id=56ffd521-1937-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de

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