Saga trifft 163 Meter.
Doch die wichtigere Zahl könnte 89 von 89 sein.
Anzeige
Presse

Nestle droht Verlust des Russland-Geschäfts 17.08.2026, 11:37 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Beiersdorf 77,22 EUR -1,56 % Lang & Schwarz
Carlsberg (B) 122,90 EUR -1,11 % Lang & Schwarz
Nestle 79,52 CHF -1,83 % TTMzero RT

Nestlé CH0038863350 könnte in Russland die Kontrolle über sein dortiges Geschäft verlieren. Das russische Unternehmen KS Logistika hat Präsident Wladimir Putin aufgefordert, fünf russische Nestlé-Gesellschaften unter eine vorübergehende Verwaltung zu stellen, wie die russische Wirtschaftszeitung "Kommersant" am Montag berichtete.

Eine solche Maßnahme könnte laut der Zeitung ein erster Schritt zu einem späteren Eigentümerwechsel sein. Die russische Regierung will die Forderung bis Ende des Jahres prüfen. KS Logistika begründet den Vorstoß demnach unter anderem damit, dass Nestlé seine Produktionskapazitäten nicht ausbaue und keine in Russland hergestellten Waren mehr exportiere.

Die Berichte über eine mögliche Zwangsverwaltung belasteten am Montag die Nestlé-Aktie. Der Titel verlor am Vormittag 1,6 Prozent auf 79,70 Franken und war damit der schwächste Wert im Schweizer Leitindex SMI CH0009980894.

Nestlé ist bislang nicht von staatlichen Stellen in dieser Sache kontaktiert worden, sagte ein Nestlé-Sprecher der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage. Die Fabriken und Büros arbeiteten weiter und der Konzern erfülle seine Verpflichtungen. Ein Rückzug aus dem Land sei derzeit kein Thema.

Nestlé erwirtschaftet laut dem Sprecher in Russland rund 2 Prozent des Konzernumsatzes. Das Unternehmen betreibt sechs Produktionsstandorte in Russland und stellt dort unter anderem Kaffee, Süßwaren, Babynahrung und Tierfutter her.

Russland verschärfte in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingung für ausländische Unternehmen. Unter anderem schuf das Regime Instrumente, um mehr Einfluss auf Firmen nehmen zu können.

Nestlé hatte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 entschieden, sein Geschäft in Russland nicht vollständig einzustellen. Der Konzern begründete dies damals damit, dass als Lebensmittelhersteller auch in Konfliktregionen die Bevölkerung weiterhin mit grundlegenden Nahrungsmitteln versorgen wolle. Auch andere westliche Konsumgüterkonzerne sind weiterhin in Russland tätig. Dazu zählen Barry Callebaut, L'Oréal und Beiersdorf DE0005200000.

Die Analysten der US-Bank JPMorgan halten einen Verlust des Russland-Geschäfts inzwischen für möglich. Sollte Nestlé zu einem Verkauf gezwungen werden und dabei kaum einen Erlös erzielen, könnte dies den Gewinn je Aktie um rund 3 bis 4 Prozent schmälern.

JPMorgan erwartet zudem, dass die Entwicklung den Druck auf Nestlé erhöhen dürfte, sich ganz aus Russland zurückzuziehen. Der Fall wäre kein Novum: Der französische Lebensmittelkonzern Danone FR0000120644 verlor 2023 die Kontrolle über sein Russland-Geschäft, nachdem die Behörden es unter vorübergehende staatliche Verwaltung gestellt hatten. Danone verkaufte das Geschäft 2024 schließlich für rund 180 Millionen Euro und verbuchte insgesamt einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro.

Ähnlich erging es dem dänischen Brauereikonzern Carlsberg DK0010181759. Dessen Russland-Geschäft wurde ebenfalls 2023 unter staatliche Verwaltung gestellt. Ende 2024 schloss Carlsberg den Rückzug mit einem Management-Buyout über 320 Millionen Dollar ab. Heineken NL0000009165 wiederum gab seine russische Tochter für den symbolischen Preis von einem Euro ab und verbuchte einen Verlust von insgesamt 300 Millionen Euro.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Ihre Lieblingsaktie geschenkt

BörsenNEWS.de und Smartbroker+ starten gemeinsam eine exklusive Bonus-Aktion. Eröffnen Sie bis 31.08.2026 ein Depot bei Smartbroker+ und erhalten als Willkommensgeschenk einen Anteil ausgewählter Aktien im Wert von 50 Euro!.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,51
Hebel: 19,63
mit starkem Hebel
Ask: 1,72
Hebel: 4,80
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GN1W9W GN0EXZ. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer