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'Schwäbische Zeitung' zu SPD 24.03.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

"Schwäbische Zeitung" zu SPD:

"Die Sozialdemokraten haben schon vor einigen Jahren aus den Augen verloren, für wen sie Politik machen. In der Klimapolitik waren sie die schlechtere Kopie der Grünen - und in Genderfragen der Linken. Auch dass ihr menschenfreundlich gedachtes Bürgergeld den Hang zum Missbrauch befördert, hat die SPD konsequent ignoriert. Als Folge davon haben sich gerade Arbeitnehmer frustriert von ihr abgewandt. Der Gedanke, ein von Bärbel Bas und Lars Klingbeil könnte einen Neuanfang beschleunigen, ist naheliegend. Und es stimmt ja auch: Etwas mehr Strahlkraft an der Spitze täte der Partei gut - und den Vorsitzenden bessere Berater. Doch unabhängig davon: Programmatisch hat die SPD nur dann eine Chance, wenn sie den Reformkurs an der Seite der Union durchzieht - und zwar nicht widerstrebend, sondern mit klugen Ideen und Vorschlägen. Die Bevölkerung hat längst akzeptiert, dass Reformen notwendig sind. Dann kann es doch auch für eine vermeintlich staatstragende Partei nicht so schwer sein."

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