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'Stuttgarter Zeitung' zum DGB 12.05.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

"Stuttgarter Zeitung" zum DGB:

"Der Bundeskanzler darf an diesem Dienstag einen höflichen Empfang beim Bundeskongress des Gewerkschaftsbundes erwarten - auf warme Worte sollte Friedrich Merz nicht hoffen. Zu sehr klingt den Delegierten noch seine schrille Eröffnungsfanfare für die angepeilten Reformen in den Ohren, wonach sich der Wohlstand des Landes mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche nicht erhalten lasse. Die Annahme, damit habe er die deutschen Arbeitnehmer unter den Generalverdacht der Faulheit gestellt, hat ihn bei den Gewerkschaften viel Kredit gekostet. Die sehr überzeugend wiedergewählte DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi spricht schon mal von einer Arroganz, die nichts mit der Arbeits- und Lebensrealität zu tun habe. Angela Merkel konnte sogar Gewerkschaftskongresse für sich einnehmen - Merz wäre nicht Merz, wenn er weichgespült aufträte. Sollte er aber den gleichen harten Ton wie etwa bei der Industrie oder beim Bankenverband anschlagen, dann muss er mit heftigen Reaktionen rechnen."

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