Private Vorsorge zur Rente 'bröckelt' 21.05.2025, 15:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Allianz 389,25 EUR +0,86 % Quotrix Düsseldorf

BERLIN (dpa-AFX) - Fast vier von zehn Beschäftigten fehlt die betriebliche oder private Altersvorsorge, um Lücken bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Und die Tendenz sei rückläufig, berichtete die Rentenversicherung Bund in Berlin unter Hinweis auf verfügbare Statistiken und Befragungen.

Das "Mehr-Säulen-System bröckelt", sagte Abteilungsleiterin Anne Langelüddeke. "Ein Weiter-So ist schwierig." Man müsse Mittel finden, mehr Menschen für die Zusatzvorsorge zu motivieren, "im schlimmsten Fall sogar ein Obligatorium" - also eine verpflichtende Zusatzvorsorge.

Reform vor fast 25 Jahren

2001 war mit einer Rentenreform wegen der Alterung der Gesellschaft die schrittweise Senkung des Rentenniveaus von damals 53 Prozent eingeleitet worden - heute sind es 48 Prozent. Zugleich wurde die staatliche Förderung der privaten Zusatzvorsorge (Riester-Rente) eingeführt. Diese sollte gemeinsam mit der betrieblichen Altersvorsorge die Lücke bei der gesetzlichen Rente stopfen und den Lebensstandard im Alter sichern. Die Rede ist deshalb von drei Säulen.

Hat sich das bewährt? Rentenexpertin Langelüddeke zog fast 25 Jahre nach Umstellung des Systems eine verhaltene Bilanz: "Das Mehr-Säulen-System funktioniert nicht so, wie man es sich gedacht hat."

Teils fehlt das Geld zum Vorsorgen

Nach ihren Zahlen hatten 2023 von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 25 bis 66 Jahren 52 Prozent eine betriebliche Altersvorsorge; 27 Prozent sorgen mit Riester-Verträgen vor. Insgesamt haben 62 Prozent entweder eines von beiden oder beides.

Im Umkehrschluss heißt das: "Fast 40 Prozent der Betroffenen verfügen über keinerlei geförderte Zusatzvorsorge", sagte Langelüddeke. Teils fehlen die finanziellen Spielräume. Von Menschen mit einem Einkommen von bis zu 1.500 Euro monatlich sorgen diesen Zahlen zufolge 45 Prozent zusätzlich vor; bei Gutverdienern mit 5.500 Euro oder mehr im Monat sind es 82 Prozent.

Pläne der Koalition unklar

Im Durchschnitt werde mit 3,6 Prozent des Einkommens auch zu wenig eingezahlt, um die Lücke bei der gesetzlichen Rente ganz auszugleichen, hieß es weiter. Zielmarke beim Start der Reform waren vier Prozent.

Ohne Änderungen sei eine Erosion zu befürchten, sagte Langelüddeke. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD bleibe allerdings unklar, was bei der Riester-Rente geplant sei. Denkbare Lösungsansätze sind aus Sicht der Rentenversicherung neben einer sehr umstrittenen Pflichtvorsorge zusätzliche Informationsangebote, aber auch eine umfangreichere Förderung jener Gruppen, die am wenigsten vorsorgen./vsr/DP/stw

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 2,25
Hebel: 20
mit starkem Hebel
Ask: 6,29
Hebel: 6
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GW50GH GV4NAY. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

17:38 Uhr • Artikel • dpa-AFX

17:35 Uhr • Artikel • dpa-AFX

17:35 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer