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Schaeffler startet mit besserer Profitabilität - Aktie zieht an 05.05.2026, 12:15 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Schaeffler 8,685 EUR -5,44 % Lang & Schwarz

(neu: Kurs, Aussagen Rosenfeld, weitere Analystenstimme)

HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler DE000SHA0100 hat zu Jahresbeginn etwas mehr im Tagesgeschäft verdient als erwartet. Beim Umsatz mussten die Franken zwar einen Dämpfer hinnehmen, das lag aber an ungünstigen Wechselkursen. Währungsbereinigt wäre der Konzern um rund ein Prozent gewachsen, hieß es am Dienstag von den Herzogenaurachern. Die Geschäfte rund ums Elektroauto konnten zulegen und die Verluste reduzieren, die Ersatzteilsparte blieb die Ertragsperle. Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld bestätigte den Ausblick auf das aktuelle Jahr. Die Aktie gewann in der MDax DE0008467416-Spitzengruppe deutlich.

Das Papier legte am Mittag um 6,1 Prozent zu auf 8,36 Euro. Im laufenden Jahr ist die Bilanz damit ausgeglichen. Der Kurs hatte im Zuge des Hypes um humanoide Roboter im Frühjahr eine Rally hingelegt und sich auf bis zu fast 12 Euro aufgeschwungen. Die Euphorie um den von Schaeffler zum Zukunftsgeschäft erklärten Bereich ist mittlerweile wieder zurückgegangen. Im Vergleich zum Stand vor einem Jahr hat die Aktie ihren Wert aber nach wie vor mehr als verdoppelt.

Das Unternehmen habe im ersten Quartal die Erwartungen leicht übertroffen, schrieb Analystin Vanessa Jeffriess von der US-Investmentbank Jefferies. Das Unternehmen mache in allen Bereichen gute Fortschritte und sei gut gerüstet, um in unsicheren Zeiten zu bestehen. Für JPMorgan-Experte Jose Asumendi ist der Start ins Jahr solide ausgefallen. Die Fachleute der Citigroup sprachen von einem robusten Start ins Jahr und halten den vom Unternehmen bestätigten Ausblick weiter für konservativ.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 3,3 Prozent auf 285 Millionen Euro zu. Der Umsatz sank hingegen wegen ungünstigerer Wechselkurse um 2,7 Prozent auf 5,76 Milliarden Euro - ohne die Folgen des starken Euro wäre der Erlös um ein Prozent gestiegen.

Die operative Marge zog um 0,3 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent an und fiel damit etwas besser aus als von Analysten erwartet. Schaeffler hatte bereits durchblicken lassen, dass die Marge gestiegen sein dürfte und komfortabel im Bereich der fürs Jahr anvisierten Spanne von 3,5 bis 5,5 Prozent liege.

Vorstandschef Rosenfeld sieht sich in seinem Kurs bestätigt. "Die Sparmaßnahmen der letzten Monate zahlen sich aus. Unsere großen Werke haben alle Maßnahmen getroffen, um Kosten zu optimieren", sagte der Manager der Deutschen Presse-Agentur. Die infolge des Iran-Krieges gestiegenen Energiekosten seien für 2026 bereits abgepuffert. "Wir müssen sehen, was 2027 passiert", sagte Rosenfeld.

Die neuen Geschäfte mit humanoiden Robotern und Komponenten für die Rüstungsindustrie liefen gut an. Es gebe bei Robotern bereits 30 Prototypen und fünf konkrete Kundenkontakte, sagte Rosenfeld der dpa. Bis 2030 erwartet er Aufträge im Wert eines dreistelligen Millionenbetrages.

In der Elektromobilität punktete Schaeffler wegen Produktanläufen der Kunden in Europa und Asien/Pazifik (ohne China). Der Bereich schreibt noch rote Zahlen, konnte diese aber im Vergleich mit dem Vorjahr eindämmen. Es sei zu beobachten, dass infolge der starken Ölpreisanstiege mehr Menschen an den Umstieg auf E-Mobilität denken. "Es gibt erste Zeichen für ein Umdenken, auch in einem großen Markt wie Amerika", sagte Rosenfeld.

Das angestammte Geschäft mit klassischer Antriebstechnik und Fahrzeugchassis blieb in einem schwachen Markt schwierig. Das Ergebnis ging zurück, die Marge hielt sich aber prozentual zweistellig.

Am profitabelsten ist bei Schaeffler derzeit weiter das Ersatzteilgeschäft. Dank erhöhter Verkaufspreise konnte Schaeffler den währungsbereinigten Umsatz leicht steigern und die Marge auf hohem Niveau noch etwas ausbauen. In der Sparte mit Lagern und weiteren Produkten für die allgemeine Industrie setzten die Währungseffekte Schaeffler zu. Ohne Wechselkurseffekte wuchs das Geschäft vor allem dank positiver Impulse aus China.

Unter dem Strich machte Schaeffler 60 Millionen Euro Gewinn nach 83 Millionen ein Jahr zuvor. Grund für den Rückgang war vor allem ein schwächeres Finanzergebnis.

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