Sparpläne in der Autoindustrie

VDA für tiefgreifende Reformen 08.07.2026, 00:26 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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BMW 70,00 USD -1,27 % Nasdaq OTC
Mercedes-Benz Group 52,39 USD +0,79 % Nasdaq OTC
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Porsche AG 47,26 EUR +0,40 % Lang & Schwarz

Inmitten der Debatte über Sparpläne in der Autoindustrie sieht der Verband der Automobilindustrie weiteren Reformbedarf - auch bei Kosten und Personal. "Die Unternehmen der Automobilindustrie werden mit Blick auf die andauernden und akuten Standortprobleme weitere Reformen und Anpassungen vornehmen müssen", teilte VDA-Präsidentin Hildegard Müller mit. "Sie stehen vor der Aufgabe, ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihr Geschäftsmodell konsequent zu sichern und neu zu gestalten. Dazu gehören Kostendisziplin, leider auch notwendige Personalanpassungen und tiefgreifende Reformen der Geschäftsmodelle."

Die Entscheidungen seien schwierig und müssten im Dialog mit allen Beteiligten ausgestaltet werden, so die VDA-Präsidentin. "Diesen Handlungsbedarf ganz oder in Teilen zu leugnen und die eindeutige Faktengrundlage nicht anzuerkennen, ist keine Option. Es ist kurzsichtig und wegen seiner Konsequenzen unsozial."

Mit Blick auf Jobs in der Branche sagte Müller, die Realität habe die politischen Ziele und Ansätze überholt und gefährde zunehmend auch Arbeitsplätze. "Die Werke bei Herstellern und Zulieferern werden wir so nicht halten können", so Müller. "Wir müssen die Standorte hier auch für ausländische Hersteller öffnen. Mit jedem Werk, das wir hier halten können, halten wir Arbeitsplätze."

Gewerkschaft ruft zu Protesttag auf

Wachsende Konflikte um Arbeitszeit und Sparprogramme in der Branche wirken sich zunehmend auf die Beschäftigten aus. Bei Volkswagen DE0007664039 beispielsweise formiert sich Widerstand: Die IG Metall hat für Donnerstag zum bundesweiten Aktionstag an allen Konzernstandorten aufgerufen. Am selben Tag findet die VW DE0007664039-Aufsichtsratssitzung statt, auf der über mögliche Einschnitte beraten wird.

Laut "Manager Magazin" will VW seinen Sparkurs deutlich verschärfen: Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Laut "Spiegel" könnte die Fahrzeugproduktion dort bis Ende 2034 auslaufen.

Am vergangenen Freitag hatten bereits bundesweit Zehntausende Beschäftigte des Autobauers Mercedes-Benz DE0007100000 gegen eine geplante Verschärfung des Sparkurses des Unternehmens protestiert.

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