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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss

Nahost-Unsicherheit treibt Kurse ins Minus 21.04.2026, 18:31 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
FTSE 100 10.473,10 PKT -1,40 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 5.913,60 PKT -1,45 % Ariva Indikation
SMI 13.052,14 PKT -1,88 % Ariva Indikation

Europas Aktienmärkte haben am Dienstagnachmittag ihre zuvor erzielten Gewinne abgegeben. Die Nervosität der Anleger vor der bald auslaufenden Feuerpause im Iran-Krieg verdrängte die zuvor noch im Vordergrund stehende Hoffnung auf neue Gespräche zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Auch der US-Leitindex Dow Jones Industrial war ins Minus gedreht, während die Ölpreise wieder zulegten.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 testete im Tagesverlauf erneut die 6.000-Punkte-Marke - einmal mehr ohne Erfolg, denn der Leitindex der Eurozone ging 0,88 Prozent tiefer bei 5.930,25 Punkten über die Ziellinie. Außerhalb des Euroraums gab der schweizerische SMI CH0009980894 um 1,13 Prozent auf 13.134,14 Zähler nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 verlor 1,05 Prozent auf 10.498,09 Punkte.

Kurz bevor in der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Zeit die 14-tägige Waffenruhe abläuft, bleibt eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Teheran und den Vereinigten Staaten ungewiss. Von iranischer Seite fehlten eindeutige offizielle Signale für eine weitere Dialogbereitschaft. Zentraler Streitpunkt bleibt die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen, die US-Präsident Donald Trump erst nach einer Einigung aufheben will.

Die wieder anziehenden Ölpreise steigerten wieder die Nachfrage nach Werten aus der Öl- und Gasbranche EU0009658780. Deren Teilindex war mit einem Anstieg um 0,4 Prozent der einzige Gewinner neben den Versicherern EU0009658822. Deren Sektorindex legte noch einen Tick mehr zu und profitierte dabei unter anderem vom Anstieg der Allianz-Aktie DE0008404005. Die Titel des deutschen Versicherungskonzerns profitierten von einer Goldman-Sachs-Kaufempfehlung.

Deutlichere Verluste gab es in der Reisebranche CH0019112744, aber auch in den Bereichen Industriegüter EU0009658905, Lebensmittel EU0009658749 und Gesundheit EU0009658723. Im Lebensmittelbereich verloren AB Foods GB0006731235 2,7 Prozent und im Gesundheitsbereich Novo Nordisk DK0062498333 4,2 Prozent.

AB Foods litten darunter, dass der Handelskonzern einen kräftigen Gewinnrückgang vermeldete. Vor diesem Hintergrund verblasste die Ankündigung, dass die Briten die Modekette Primark durch einen separaten Börsengang von den Lebensmittelaktivitäten trennen wollen.

Novo Nordisk wurden von neuen Sorgen um das lukrative Geschäft mit Medikamenten gegen Fettleibigkeit belastet - genauso wie der US-Konkurrent Eli Lilly US5324571083. Die US-Krankenversicherung Unitedhealth US91324P1021 galt als Auslöser, indem sie Schwierigkeiten mit dem Vorhaben der Trump-Regierung betonte, im nächsten Jahr diese Medikamente in die US-Krankenversicherung Medicare aufzunehmen.

Sehr schlechte Stimmung kam im Rüstungsbereich und in der Flugzeugindustrie auf, was auch daran lag, dass die Kurse von US-Branchenkollegen absackten. Zum Thema wurde hier eine Warnung von GE Aerospace US3696043013 vor Risiken der aktuell hohen Treibstoffpreise. Diese veranlassten viele Fluggesellschaften dazu, Kapazitäten zu reduzieren, hieß es. Airbus NL0000235190 verloren 3,3 und Safran FR0000073272 6,8 Prozent. Für die Franzosen hatte das Analysehaus Jefferies zudem seine bisherige Kaufempfehlung aufgegeben.

Im Rüstungssektor gaben Thales FR0000121329 nach Umsatzzahlen zum ersten Quartal um fast sechs Prozent nach. Ian Douglas-Pennant von UBS hob hervor, dass die Auftragseingänge die Erwartungen nicht erfüllt hätten. Im Rüstungsbereich seien die Bestellungen im Vorjahresvergleich zwar um 75 Prozent gestiegen, doch der Konsens sei hier noch anspruchsvoller gewesen.

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