ROUNDUP/Aktien Europa Schluss

Ölpreis und teils schwache Berichte belasten 23.07.2026, 19:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
FTSE 100 10.614,32 PKT -0,98 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 6.210,95 PKT -1,56 % Ariva Indikation
CAC 40 8.307,81 PKT -1,52 % Ariva Indikation
SMI 14.228,24 PKT -0,55 % Ariva Indikation

Der wieder über 100 US-Dollar gestiegene Ölpreis für die Nordseesorte Brent hat am Donnerstag die Anleger verschreckt. Inflationssorgen und damit die Sorgen über Leitzinsanhebungen beherrschten die Gemüter. Die wie erwartet ausgefallene Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen im Euroraum unverändert zu lassen, bewegte nicht. Im September könnte aus Sicht von Ökonomen aber eine nächste Zinsanhebung anstehen. Hinzu kamen außerdem zum Teil enttäuschende Quartalsberichte, die zahlreiche Anleger zu Gewinnmitnahmen veranlasste.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss mit minus 1,69 Prozent auf 6.210,17 Punkte nur knapp über seinem kurz zuvor erreichten Tagestief. Außerhalb des Euroraums gab der schweizerische SMI CH0009980894 um 0,71 Prozent auf 14.214,95 Punkte nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 verlor 0,73 Prozent auf 10.639,17 Punkte.

"Die Anleger navigieren derzeit durch ein schwieriges Fahrwasser", so Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Während geopolitische Risiken für Gegenwind sorgen und die Notenbanken den Takt vorgeben, liefert die Berichtssaison bislang ein gemischtes Bild." Mit Blick auf die Eskalation im Iran-Krieg teilten zuletzt die vom Iran unterstützte Huthi-Milizen mit, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen. Dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und könnte zu weiteren Versorgungsunterbrechungen zu führen.

Während Europas Öl- und Gasbranche angesichts des kräftigen Ölpreisanstiegs zu den wenigen Gewinnern an diesem Tag zählte, war ausgerechnet die defensive Nahrungs- und Getränkebranche Schlusslicht. Normalerweise entwickelt sie sich in schwierigen Phasen besser als der Gesamtmarkt. Auslöser für dieses ungewöhnliche Bild war der Kurseinbruch des Branchenschwergewichts Nestle CH0038863350.

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern hatte sein Wachstumstempo aus eigener Kraft im ersten Halbjahr 2026 zwar gesteigert, allerdings bei gesunkener Profitabilität. Die Nestle-Aktie sackte am SMI-Ende um 8,0 Prozent ab und zog auch andere Branchenkollegen wie Unilever GB00BVZK7T90 als auch Danone FR0000120644 nach unten.

Im Technologiesektor brach die Aktie von STMicroelectronics NL0000226223 nach einer enttäuschenden Umsatzprognose für das laufende Quartal um fast 18 Prozent ein und ist nun zurück auf dem tiefsten Stand seit Mitte Mai. Allerdings hat sich der Aktienkurs trotz dieses Rücksetzers seit Jahresbeginn immer noch mehr als verdoppelt.

Im SMI büßten an zweiter Stelle das Papier von Givaudan CH0010645932 6,1 Prozent ein. Zwar beschleunigte sich das Wachstum des Aromen- und Duftstoffherstellers wieder, doch der Reingewinn ging wegen hoher Sonderkosten für Rechtsfälle kräftig zurück und verfehlte die Prognosen deutlich.

Im Bankensektor gaben Aktien von BNP Paribas FR0000131104 trotz ordentlicher Zahlen um 2,8 Prozent nach. Die Erträge im Aktienhandel waren im zweiten Quartal im Jahresvergleich zwar unerwartet stark gestiegen, im Vergleich zu den großen US-Banken fiel der Zuwachs jedoch eher gering aus. Die Erträge im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen gingen sogar leicht zurück. Dagegen überzeugte in Paris der Autozulieferer Valeo FR0000130338 mit seinem Zahlenwerk und den Aussichten für das zweite Geschäftshalbjahr. Die Aktie gewann 5,6 Prozent.

Der Pharmasektor war der einzige Gewinner neben der Ölbranche. Hier gewannen Roche CH0012032048 5,2 Prozent, nachdem der schweizerische Arzneimittelhersteller den Gewinn im abgelaufenen Jahresviertel kräftig gesteigert hatte und seine Jahresziele bekräftigte. Im EuroStoxx waren die Papiere von Argenx NL0010832176 Spitzenwert mit plus 5,1 Prozent. Bernstein-Analyst Justin Smith attestierte dem niederländischen Pharmakonzern nach vorgelegten Quartalszahlen eine Geschäftsentwicklung von hoher Qualität. RBC-Analyst Luca Issi verwies auf den Umsatz mit dem Muskelschwäche-Medikament Vyvgart, der die Markterwartung solide überboten habe.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 4,89
Hebel: 19,80
mit starkem Hebel
Ask: 21,04
Hebel: 5,50
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VH5FTS VJ6EWE. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer