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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss

Verluste nach Anstieg von Zinsen und Ölpreisen 31.08.2026, 18:18 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
UK 100 10.779,52 PKT -0,03 % TTMzero RT
Eurozone 50 6.416,42 PKT +0,09 % Ariva Indikation
FR 40 8.367,35 PKT +0,43 % TTMzero RT
CH 20 14.342,31 PKT +0,55 % TTMzero RT

Bei steigenden Zinsen am Anleihemarkt haben die europäischen Börsen zu Wochenbeginn einen schweren Stand gehabt. Getrübt wurde die Stimmung am Montag von einer erneuten Zuspitzung im Iran-Krieg, was den Ölpreis wieder anziehen ließ und Inflationssorgen schürte. Zudem fehlten die Impulse aus London, wo wegen eines Feiertages nicht gehandelt wurde.

So fiel der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 um 1,01 Prozent auf 6.420,16 Punkte. Auf Monatssicht ergibt dies dennoch ein Plus von knapp einem Prozent. Außerhalb des Euroraums büßte der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 am Montag 0,79 Prozent auf 14.286,43 Punkte ein.

Mit Blick auf einzelne Branchen fiel der Stoxx Europe 600 Real Estate CH0024505783 als Sektorindex der Immobilienaktien auf das tiefste Niveau seit Mitte Juli, während die Rendite zehnjähriger deutsche Bundesanleihen auf das höchste Niveau seit mehr als 15 Jahren stieg. Das Problem: Das Geschäftsmodell von Immobiliengesellschaften basiert stark auf Fremdfinanzierung. Steigen die Renditen an den Kapitalmärkten, steigen also tendenziell auch die Finanzierungskosten. Zudem erschweren hohe Zinsen Verkäufe aus dem Portfolio ebenso wie Zukäufe.

Auch die zinssensitiven Wachstumswerte im Stoxx Europe 600 Technology EU0009658921 wurden von den Anlegern eher verkauft, zumal der Halbleitersektor am Freitag in den USA Schwäche gezeigt hatte. Fed-Chef Kevin Warsh hatte in seiner Rede auf der Notenbankkonferenz in Jackson Hole Zinserhöhungen signalisiert. Ein Schritt im September gilt am Markt nun als wahrscheinlich.

Zu den wenigen Gewinnern zählten der Stoxx Europe 600 Oil & Gas EU0009658780 und der Stoxx Europe 600 Chemicals EU0009658608. Beide profitierten von den ersten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran seit Mitte Juli. Die Ölpreise stiegen daraufhin und die Hoffnung auf eine Verlängerung der Sonderkonjunktur im Chemiesektor durch die schwierige Passage der Straße von Hormus nahm wieder zu.

Die Ölwerte Eni IT0003132476 und Totalenergies FR0000120271 stiegen an der EuroStoxx-Spitze um zwei beziehungsweise gut ein Prozent. Am Index-Ende fielen die Aktien des Energietechnikkonzerns Siemens Energy DE000ENER6Y0 nach den Verlusten der KI-Branche an der Wall Street und in Asien um fünf Prozent.

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