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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss

Wenig Bewegung trotz US-Börsenrekorden 29.05.2026, 18:54 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
FTSE 100 10.394,66 PKT -0,17 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 6.040,03 PKT -0,17 % Ariva Indikation
CAC 40 8.186,38 PKT -0,04 % Ariva Indikation
SMI 13.542,40 PKT +0,11 % Ariva Indikation

Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag mit einer klaren Richtung schwergetan. Dagegen feierten die Anleger an den US-Börsen sich verdichtende Hinweise auf eine mögliche Verhandlungslösung im Iran-Krieg mit Rekorden. Für Schwung sorgte in New York auch der anhaltende Boom um das Thema Künstliche Intelligenz (KI), das hierzulande eine geringere Rolle spielt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging nach zeitweise deutlichen Gewinnen 0,08 Prozent tiefer mit 6.050,54 Punkten aus dem Handel. Damit erzielte er ein Wochenplus von 0,5 Prozent. Für den zu Ende gegangenen Mai, der nicht gerade als guter Börsenmonat gilt, verbuchte er immerhin einen Anstieg um 2,9 Prozent.

Ein wenig besser als der EuroStoxx schlug sich am Freitag der schweizerische SMI CH0009980894 mit einem Plus von 0,28 Prozent auf 13.542,66 Punkte. Dagegen verabschiedete sich der britische FTSE 100 GB0001383545 0,16 Prozent tiefer mit 10.409,28 Punkten aus dem Handel.

Die Vereinigten Staaten und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Eine Bestätigung der iranischen Führung gibt es noch nicht.

"An der Börse bleibt die Unsicherheit ein verlässlicher Partner für die europäischen Investoren bei ihren Anlageentscheidungen", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, das Handelsgeschehen. Die Nachrichtenlage hinsichtlich der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleibe uneindeutig. "Es scheint zumindest aber sicher zu sein, dass es zu einem Vertragsschluss in Form eines Memorandum of Understanding kommen wird, wobei die Details und Bedingungen derzeit fast stündlich variieren."

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 zählten Medien- EU0009658640, Banken- EU0009658806 und Bautitel EU0009658889 vor dem Wochenende zu den größten Gewinnern.

Unter letzteren ragten die Aktien des größten niederländischen Bauunternehmens Bam Groep NL0000337319 mit einem Kursanstieg von fast 17 Prozent heraus. Analyst Martijn Den Drijver vom Oddo-BHF-Kooperationspartner ABN Amro stufte die Titel gleich doppelt auf "Outperform" mit einem deutlich angehobenen Kursziel hoch. Er hält den Bewertungsabschlag gegenüber der europäischen Konkurrenz für nicht gerechtfertigt.

Recht gut schlug sich auch der Technologiesektor EU0009658921 im Kielwasser der freundlichen US-Tech-Werte. Hier sorgten vor allem ein euphorisch aufgenommener Quartalsbericht und deutlich angehobene Jahresziele des Computerkonzerns Dell US24703L2025 für Furore.

Der moderat freundliche Reise- und Freizeitsektor CH0019112744 profitierte von der Hoffnung auf eine Entspannung in der Golf-Region und sinkende Ölpreise. Die Aktien der Billigfluggesellschaft Easyjet GB00B7KR2P84 schlossen nach zeitweise deutlicheren Gewinnen mit einem Plus von einem Prozent. Hier sorgte im späten Handel eine vom britischen Finanzblog Betaville geschürte Übernahmefantasie zumindest kurz für Auftrieb. Dort hieß es unter Berufung auf informierte Personen, dass ein Finanzinvestor, der mit einer Flugzeugleasingfirma zusammenarbeite, Interesse an Easyjet haben könnte. Die Aktien von Air France-KLM FR001400J770 gewannen ohne Übernahmespekulationen 2 Prozent.

Zu den größten Verlierern zählten defensive Branchen wie Lebensmittel- und Getränkehersteller EU0009658749 sowie Telekommunikationsfirmen EU0009658947.

Eher nicht gefragt waren auch die Aktien von Öl- und Gaskonzernen EU0009658780 angesichts deutlich sinkender Ölpreise. Allerdings blieben die Kursverluste überschaubar. Darin dokumentierte sich die Erwartung weiterhin erhöhter Ölpreise. Denn selbst wenn eine Verlängerung der Waffenruhe vereinbart wird, stehen einer Wiederaufnahme der Ölversorgung aus der Golf-Region zahlreiche Hindernisse entgegen.

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