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Wieder Gewinne dank Iran-Hoffnung und KI 27.05.2026, 10:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 32.948,07 PKT +0,44 % Ariva Indikation
DAX 25.335,63 PKT +0,41 % Ariva Indikation
SDAX 18.907,14 PKT +0,06 % Ariva Indikation

Der Dax DE0008469008 hat nach seinem Rücksetzer vom Vortag am Mittwoch wieder den Weg nach oben gefunden. Nach wie vor glauben die Anleger an eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg. Zuletzt habe sich allerdings wieder einmal gezeigt, dass "die Friedensglocke verfrüht geläutet wurde", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Zuletzt stieg der deutsche Leitindex um 0,56 Prozent auf 25.327 Punkte. Damit bleibt das Rekordhoch von 25.507 Punkten aus dem Januar in Sichtweite. Für den MDax DE0008467416, der die mittelgroßen Börsenunternehmen enthält, ging es um 0,62 Prozent auf 32.901 Punkte nach oben. Er schaffte es wieder auf das höchste Niveau seit mehr als vier Jahren. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann 0,5 Prozent.

In New York hatten die Indizes S&P 500 US78378X1072 und Nasdaq 100 US6311011026 am Dienstag dank der Friedenshoffnungen sowie des Dauerbrenners Künstliche Intelligenz (KI) neue Bestmarken aufgestellt, der Dow Jones Industrial US2605661048 bereits am vergangenen Freitag. Die asiatischen Handelsplätze zeigten zuletzt einmal mehr ein durchwachsenes Bild, wobei der techlastige südkoreanische Kospi dank der Halbleiter-Hausse seine Rekordjagd fortsetzte. Die Ölpreise gaben nach ihrem Anstieg vom Dienstag wieder deutlich nach.

Die Anleger suchten nach Orientierung, so Altmann weiter. Dass der Dienstag der Handelstag mit den zweitniedrigsten Umsätzen in diesem Jahr seit dem vorangegangenen Pfingstmontag gewesen sei, belege die hohe Verunsicherung am Markt. Nur auf Rückenwind aus New York sollten die Anleger dem Experten zufolge ebenfalls nicht setzen. Denn die dortigen Indizes seien nach den erneuten Rekorden "massiv überkauft", sodass "eine Korrektur technisch gesund wäre und niemanden überraschen sollte".

Auch bei deutschen Technologietiteln herrschte zunächst aber Goldgräberstimmung. Im Dax zählte der Halbleiterkonzern Infineon DE0006231004 mit einem Kursplus von 1,4 Prozent zu den besseren Werten. Beim Chipindustrieausrüster Aixtron DE000A0WMPJ6 aus dem MDax konnten sich die Anleger über einen Kursanstieg von 1,8 Prozent auf 53,72 Euro freuen. Für Aufmerksamkeit und weitere Kursfantasie sorgte Analyst Oliver Wong von der Bank of America mit seinem deutlich angehobenen Kursziel von nun 72 Euro. Seit Jahresbeginn haben sich die Aktienkurse der beiden Unternehmen schon mehr als verdoppelt beziehungsweise verdreifacht.

Dagegen ließ die Platzierung von Anteilen durch Wacker Chemie DE000WCH8881 Siltronic DE000WAF3001 um 4 Prozent auf 93,20 Euro sinken. Damit waren Siltronic einer der größten Verlierer im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386. Der Spezialchemiekonzern hatte den guten Lauf der Aktien seiner Beteiligung genutzt, um in einem beschleunigten Auktionsverfahren 2,1 Millionen Anteile am Waferhersteller Siltronic zum Stückpreis von 89,35 Euro zu verkaufen. Dies entspricht 7 Prozent des Grundkapitals von Siltronic. Seit Jahresbeginn hatte sich ihr Wert zuvor nahezu verdoppelt - am Dienstag waren sie nahe an ihr jüngst erreichtes Hoch seit dem Frühjahr 2022 herangelaufen.

Bei den Anteilsscheinen von Wacker Chemie setzten sich mit minus 1,3 Prozent die jüngsten Gewinnmitnahmen fort. Am Dienstag hatte eine Abstufung der Schweizer Großbank UBS auf den Aktienkurs gedrückt. Zur Begründung hatte Experte Christian Bell auf die jüngst deutliche Erholung verwiesen. Für 2026 steht bislang ein Plus von 40 Prozent zu Buche.

Die Verve Group SE0018538068 konnte trotz erheblicher Belastungen durch Währungseffekte im ersten Quartal den Umsatz aus eigener Kraft steigern. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Spezialisten für digitale Werbung und Spieleentwicklung ging indes wegen höherer Kosten zurück. Mit einem Minus von 5,1 Prozent führten die Titel die Verliererliste im SDax an.

Zu den schwächsten MDax-Werten zählte Aroundtown LU1673108939 mit einem Kursrückgang um 1,1 Prozent. Der Gewerbeimmobilienspezialist verzeichnete im ersten Quartal wegen höherer Finanzierungskosten und Betriebsausgaben für seine Immobilien einen Gewinnrückgang. Dennoch bestätigte das Unternehmen die Jahresprognose. Das Gewinnziel hatte Aroundtown im April nach dem Ausbau seines Anteils an der Tochter Grand City Properties LU0775917882 aufgestockt.

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