ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Dax erhält Auftrieb von KI-Fantasie in den USA 02.06.2026, 18:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 32.904,61 PKT -0,34 % Ariva Indikation
DAX 25.047,03 PKT -0,08 % Ariva Indikation

Mit Rückenwind von den US-Börsen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag etwas von den Verlusten zum Wochenauftakt erholt. In New York sorgte das Thema Künstliche Intelligenz (KI) weiter für Kauflaune. Der hiesige Leitindex Dax DE0008469008 schloss 0,48 Prozent im Plus bei 25.124,17 Punkten. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Börsenunternehmen gewann 0,15 Prozent auf 32.947,80 Zähler.

"Viel bewegt sich nicht in diesen Tagen im Dax", schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets. Ein Teil der Anleger habe weiter gen USA geschaut sich von den beinahe täglichen Indexrekorden anstecken lassen. Im Vergleich zu den US-Aktien sähen deutsche Standardwerte relativ günstig aus. Der andere Teil hat sich dem Experten zufolge in Anbetracht des drohenden Sommerlochs zunehmend aus dem breiten Aktienmarkt zurückgezogen und sich lediglich auf die Dauerbrenner der vergangenen Wochen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Halbleiter fokussiert.

Derweil "zerren das Tauziehen zwischen den USA und dem Iran in den Friedensverhandlungen und das Hin und Her in der Nachrichtenlage zunehmend an den Nerven der Anleger, die deshalb das Risiko etwas herausnehmen", fuhr Lipkow fort. Nach Wochen stagnierender Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA berichten iranische Medien von einem Ende der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien. Seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. US-Präsident Donald Trump hingegen hatte auf Truth Social betont, die Gespräche mit Teheran würden in "schnellem Tempo" fortgeführt.

Die Aktien von Infineon DE0006231004 setzten ihre KI-getriebene Kursrally fort und erreichten den höchsten Stand seit 2000. Sie kletterten an der Dax-Spitze um 9,5 Prozent nach oben. Der niederländische Chipkonzern STMicro NL0000226223 hatte sein Umsatzziel für das Geschäft mit Rechenzentren verdoppelt. Bereits am Vorabend hatte der Server- und Speicherlösungs-Spezialist Hewlett Packard Enterprise US42824C1099 wegen der starken Nachfrage nach KI-Infrastruktur seine Umsatzziele deutlich angehoben, was den Anteilscheinen im US-Handel einen Kurssprung bescherte.

Die Papiere von Bayer DE000BAY0017 sackten auf das tiefste Niveau seit Anfang Dezember ab und verloren knapp drei Prozent. Am Markt nahmen die Sorgen um den Glyphosat-Vergleich in den USA laut Börsianern zu, nachdem die Zuständigkeit für den Widerstand dagegen vom Bundesgericht in Missouri zu einem anderen Bundesgericht im Staat Kalifornien gewandert sei. Dort liege der Fall beim Bundesrichter Vince Chhabria, einem ausgesprochenen Kritiker der Vergleichsstrategie der Leverkusener, wie es von mehreren Brokern hieß.

Die italienische Großbank Unicredit IT0005239360 hat mit ihrer Übernahmeofferte für die Commerzbank DE000CBK1001 die wichtige Marke von 30 Prozent der Anteile klar überschritten. Die Commerzbank-Aktien gingen mit einem Plus von 0,5 Prozent aus dem Handel. Indem Unicredit mit ihrem freiwilligen Übernahmeangebot die 30-Prozent-Schwelle überschreitet, vermeidet sie, ein deutlich teureres Pflichtangebot für alle Commerzbank-Aktien abgeben zu müssen.

Die Aktien von Salzgitter DE0006202005 notierten als MDax-Spitzenreiter gut sechs Prozent im Plus. Die Jahresziele des Stahlkonzerns seien nach wie vor konservativ und die Gewinndynamik nehme mit Blick auf 2027 noch Fahrt auf, schrieb Analyst Alain Gabriel von der US-Investmentbank Morgan Stanley.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg um 1,21 Prozent auf 6.107,85 Punkte. In London GB0001383545 hielten sich die Gewinne in Grenzen, und der Züricher SMI CH0009980894 stagnierte. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 legte zum europäischen Börsenschluss moderat zu./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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