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Indizes weiten Verluste aus 10.06.2026, 17:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.028,06 PKT -1,67 % Ariva Indikation
US Tech 100 28.567,06 PKT -1,75 % Ariva Indikation
S&P 500 7.280,76 PKT -1,37 % Ariva Indikation

Die US-Börsen haben nach dem überwiegend schwachen Vortag am Mittwoch weitere Kursabschläge verzeichnet. Erwartungsgemäß ausgefallene Preisdaten milderten den Druck insbesondere auf den am Dienstag schwachen Technologiesektor nicht lange.

Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 weitete seine Anfangsverluste aus: Gut anderthalb Stunden nach Handelsbeginn notierte er 0,89 Prozent tiefer bei 50.425 Punkten. Er hatte es vortags letztlich als einziger großer Index noch knapp in positives Terrain geschafft. Auch bei den anderen Indizes verstärkte sich der Druck. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es zuletzt um 0,64 Prozent auf 7.339 Punkte nach unten, Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 - am Dienstag der größte Verlierer - sank um weitere 0,82 Prozent auf 28.845 Punkte.

Die Folgen des Iran-Kriegs heizen die Inflation in den USA weiter an - im Mai kletterte die Teuerungsrate erstmals seit drei Jahren über vier Prozent. Analysten hatten den nach dem April erneut kräftigen Anstieg allerdings schon erwartet.

Für den neuen Chef der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, sei die Inflationsentwicklung unangenehm, aber wohl noch kein überzeugender Grund für einen restriktiveren geldpolitischen Kurs, schrieb Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement. Die Fed dürfte vielmehr bei ihrer abwartenden Haltung bleiben. Denn "die Argumente für die von Warsh bislang in Aussicht gestellten Zinssenkungen bleiben mindestens so schwach wie die für rasche Zinsanhebungen", ergänzte der Experte.

Auch die Konjunktur-Fachleute des Wirtschaftsforschungs- und Analyseunternehmens Pantheon Macroeconomics rechnen nicht mit steigenden Leitzinsen, die vor allem die Technologiebranche unter Druck setzen würden. Sie betonten, dass es keinen Inflationsdruck auf breiter Front gebe. Abseits der weiter deutlich gestiegenen Benzinpreise, die fast die Hälfte der Teuerung insgesamt ausmachten, habe sich der Anstieg im vergangenen Monat in Grenzen gehalten.

Gleichwohl bleibt die Stimmung in der Technologiesbranche nervös. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der am Freitag anstehende Rekord-Börsengang der Weltraumfirma SpaceX US84615Q1031 Liquidität im Sektor abziehen könnte.

Auch erneut aufgeflammte Sorgen um eine Eskalation des Iran-Kriegs drücken auf die Stimmung. Aus Sicht von US-Präsident Donald Trump hat der Iran zu lange gebraucht, um ein Abkommen auszuhandeln. Jetzt müsse das Land "den Preis dafür zahlen", erklärte er. Die Ölpreise als Gradmesser für geopolitische Spannungen zogen an.

Im Tech-Sektor blieben die Anleger etwas auf Distanz zu den heiß gelaufenen Chip- und KI-Aktien. Für die Aktien der Chiphersteller Broadcom US11135F1012 und Qualcomm US7475251036ging es um weitere 4,8 beziehungsweise 5,6 Prozent bergab. Der KI-Chip-Riese Nvidia US67066G1040 hielt sich mit einem Kursrückgang um 2,4 Prozent erneut vergleichsweise gut.

Die Anteilsscheine von Super Micro US86800U3023 sackten um gut 17 Prozent ab. Der Konzern will sich über Kapitalmarkttransaktionen sieben Milliarden US-Dollar für den Kauf von Komponenten beschaffen, um damit die Kundennachfrage nach den KI-Servern des Unternehmens zu bedienen.

Bei Oracle US68389X1054 zeigten sich die vorbörslich skeptischen Anleger nach Handelsbeginn etwas positiver gestimmt: Die Aktien drehten schnell ins Plus und gewannen zuletzt 0,6 Prozent. Nach der Schlussglocke an den US-Börsen veröffentlicht der Softwarehersteller Quartalszahlen.

llumina US4523271090 gewannen 3,6 Prozent, nachdem JPMorgan die Aktien des Geräteherstellers für Gentechnik auf "Overweight" hochgestuft hatte. Kunden investierten viel in Ausrüstung von Illumina, hieß es von der US-Bank.

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