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Nasdaq kann Rekordhoch nicht halten - Dow legt zu 30.04.2026, 16:04 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 49.715,14 PKT +0,84 % Ariva Indikation
US Tech 100 28.395,33 PKT +1,34 % Ariva Indikation
S&P 500 7.313,56 PKT +0,71 % Ariva Indikation

Die großen US-Aktienbarometer haben am Donnerstag zulegt. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 schwang sich zu einem Rekordhoch auf, angetrieben von kräftigen Kursgewinnen der Tech-Giganten Amazon US0231351067, Alphabet US02079K3059 und Qualcomm US7475251036. Nach dem Rekordhoch unmittelbar mit Handelsbeginn gab der Index die Gewinne aber rasch wieder ab, zuletzt gab der Nasdaq 100 um 0,1 Prozent auf 27.137 nach.

Mit dem seit Tagen schwächelnden Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 ging es dagegen um 0,7 Prozent auf 49.217 Zähler nach oben. Hier gab der starke Kursanstieg des Schwergewichts Caterpillar Rückenwind. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 gewann 0,1 Prozent auf 7.140 Punkte.

Für die A-Aktien von Alphabet US02079K3059 ging es um 5,6 Prozent auf ein Rekordhoch. Der Google US02079K1079-Mutterkonzern wuchs zu Jahresbeginn dank des anhaltenden KI-Booms und hoher Werbeeinnahmen deutlich stärker als erwartet.

Der Onlinehandels- und Tech-Riese Amazon verzeichnete dank KI ein überraschend starkes Wachstum seiner Cloud-Sparte AWS. In den ersten Handelsminuten erklommen die Papiere ebenfalls ein Rekordhoch, dann nahmen Anleger Kursgewinne mit. Die Aktien gaben zuletzt um ein Prozent nach.

Die Titel des Chipherstellers Qualcomm sprangen dank guter Geschäfte mit Rechenzentren um zehn Prozent auf den höchsten Stand seit Jahresanfang.

Dagegen mussten die Anleger von Meta einen Kursrutsch von fast zehn Prozent verkraften. Der Facebook-Konzern schraubt nach nur drei Monaten die Ausgaben für KI-Infrastruktur noch einmal hoch, was am Markt nicht gut ankam. Die Investitionsplanung und der nur erwartungsgemäße Ausblick auf das laufende Quartal hätten die zum Jahresauftakt positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Hintergrund gedrängt, kommentierte UBS-Analyst Stephen Ju.

Für die Anteile von Microsoft ging es trotz eines weiter kräftigen Wachstums um fast vier Prozent nach unten. Gabriela Borges von Goldman Sachs sprach von "einigen Meilensteinen gegen den Bear Case", also Argumenten gegen ein Negativszenario. Der erste große Schritt aus der seit einigen Quartalen währenden unterdurchschnittlichen Kursentwicklung sei gemacht.

Auch außerhalb der Technologiebranche sorgte die Berichtssaison für Licht und Schatten. Der Pharmakonzern Merck & Co US58933Y1055 steigerte dank neuer Medikamente den Quartalsumsatz und übertraf die Erwartungen. Die Aktien gaben dennoch leicht nach. Beim Konkurrent Eli Lilly US5324571083 sorgten ein besser als erwartet ausgefallener Jahresauftakt und der angehobene Umsatzausblick für einen Kursanstieg sieben Prozent.

Der Baumaschinenhersteller Caterpillar US1491231015 übertraf dank einer hohen Nachfrage durch die steigende Energienachfrage von Rechenzentren die Gewinnerwartungen, was die Titel an der Spitze des Dow um mehr als acht Prozent steigen ließ.

Dagegen ging es für Ford US3453708600-Aktien um vier Prozent bergab. Der Autobauer konnte weder mit einem überraschend hohen Quartalsgewinn noch mit frühen Gesprächen mit der US-Regierung über Militäraufträge punkten.

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