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Neuer Handelsspannungen - Doch Anfangsminus schrumpft 02.06.2025, 17:10 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 49.410,66 PKT -0,05 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem starken Mai sind die New Yorker Börsen am Montag verhalten in den Juni gestartet. Erneute Spannungen in den zuletzt zumindest oberflächlich etwas beruhigten Handelskonflikten zwischen den USA auf der einen und China sowie der EU auf der anderen Seite drückten auf die Stimmung. Auch schwache amerikanische Konjunkturdaten halfen den Aktienkursen nicht. So verschlecherte sich die Stimmung in der US-Industrie im Mai unerwartet erneut.

Die wichtigsten Indizes konnten ihre Anfangsverluste allerdings eindämmen. Der Leitindex Dow Jones Industrial sank zuletzt noch um 0,41 Prozent auf 42.098,59 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,22 Prozent auf 5.898,46 Punkte bergab. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 gab um 0,08 Prozent auf 21.323,15 Punkte nach.

"Gerade als wir dachten, dass sich die Aufregung um die Zölle gelegt hätte, haben die jüngsten Ereignisse gezeigt, dass Anleger nichts als selbstverständlich ansehen sollten, bis alles unter Dach und Fach ist", sagte Daniel Murray, Geschäftsführer von EFG Asset Management in Zürich. Derweil geht Max Kettner, Chefstratege für Multi-Assets bei HSBC Holdings, davon aus, dass "die Sensibilität der Anleger und Händler gegenüber diesen Zollnachrichten wahrscheinlich etwas abnimmt". Er sieht in den jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump "in erster Linie ein Verhandlungsinstrument". Daher müsse er keine dauerhaften Belastungen für die Gewinne und Gewinnaussichten der Unternehmen einkalkulieren.

Trump warf China vor, gegen das im Mai geschlossene Handelsabkommen zu verstoßen. China beschuldigte die USA wiederum, die Vereinbarung zu verletzen, und drohte damit, Maßnahmen zur Verteidigung seiner Interessen zu ergreifen. Peking und Washington hatten sich Mitte Mai darauf geeinigt, die gegenseitig erhobenen, prozentual dreistelligen Zollsätze für 90 Tage auszusetzen. Außerdem will der US-Präsident schon an diesem Mittwoch die Zölle für Stahlimporte in die Vereinigten Staaten auf 50 Prozent des Warenwerts verdoppeln.

Eine Kooperation im Onkologiebereich bescherte Biontech einen Kursprung von knapp 20 Prozent. Der Mainzer Impfstoffhersteller wird die weitere Entwicklung eines seiner vielversprechendsten Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Krebs gemeinsam mit dem US-Konzern Bristol-Myers Squibb (BMS) vorantreiben. Eine Vereinbarung beider Unternehmen sieht die gemeinsame globale Entwicklung und Kommerzialisierung des Wirkstoffkandidaten BNT327 vor. Damit verbunden sind Zahlungen in Milliardenhöhe der Amerikaner an die Mainzer. Die BMS-Papiere gewannen 0,4 Prozent.

Die Titel von Blueprint Medicines sprangen dank einer Kaufofferte um rund 26 Prozent auf knapp 128 US-Dollar hoch. Der französische Pharmakonzern Sanofi will den Branchenkollegen übernehmen. Sanofi bietet 129 Dollar je Aktie in bar. Blueprint-Aktionäre können zudem zusätzlich weitere Zahlungen erhalten, wenn ein bestimmter Medikamenten-Kandidat gewisse Entwicklungsstufen erreicht.

US-Stahlwerte profitierten von Trumps Ankündigung, die Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium ab dem 4. Juni auf 50 Prozent zu verdoppeln, um die heimische Industrie zu schützen. So gewannen die Aktien von Cleveland-Cliffs 25 Prozent und jene von Century Aluminum fast 24 Prozent.

Bei Boeing sorgte eine Hochstufung für ein Kursplus von zuletzt noch 0,7 Prozent. Zunächst hatten sich die Titel des Flugzeugbauers ihrem am vergangenen Donnerstag erreichten Hoch seit Februar 2024 bis auf weniger als einen Dollar genähert. Die Bank of America rät nun zum Kauf mit einem auf 285 Dollar angehobenen Kursziel. Dank der Fortschritte unter Konzernchef Kelly Ortberg vertraut Analyst Ronald Epstein nun stärker als bisher auf eine Trendwende./gl/mis

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