ROUNDUP/Aktien New York Schluss

Erholung auch ohne Entspannung im Iran-Krieg 16.03.2026, 21:40 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Kursverlusten wegen des Iran-Krieges haben sich die Anleger am ersten Handelstag der dritten Kriegswoche etwas mutiger gegeben. Im Tagesverlauf nachgebende Ölpreise und eine Rally im Chipsektor sorgten am Montag für etwas Rückenwind an den Aktienmärkten. Ein Fass Öl der US-Sorte WTI, dessen Preis am Wochenende noch der 100-Dollar-Marke nahe stand, kostete zuletzt weniger als 94 US-Dollar.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte am Ende 0,83 Prozent auf 46.946,41 Punkte zu. Der Leitindex der Wall Street erholte sich damit von dem tiefsten Stand seit Ende November, auf dem er am Freitag angekommen war. Während der marktbreite S&P 500 um 1,01 Prozent auf 6.699,38 Zähler stieg, ging es für den technologielastigen Nasdaq 100 um 1,13 Prozent auf 24.655,34 Punkte nach oben.

Zu Beginn der dritten Kriegswoche im Nahen Osten ist auf diplomatischer Ebene weiterhin keine Bewegung in Sicht. Einem Medienbericht zufolge soll der Iran aber zwei unter indischer Flagge fahrenden Flüssiggastankern die sichere Fahrt durch die Straße von Hormus gewährt haben. Laut dem JPMorgan-Analysten Otar Dgebuadze wird nun darüber spekuliert, ob der Iran Schiffen aus Indien sowie China die Durchfahrt erlauben könnte.

Der Markt versuche sich an einer Stabilisierung, aber es gebe noch keinen Optimismus, warnte Anlagestratege Charu Chanana von Saxo Markets. Dass US-Präsident Donald Trump für die Sicherung von Öl- und Gastransportern durch die Meerenge die Hilfe anderer Staaten fordert, stieß bei diesen bislang auf ein verhaltenes Echo. Bundeskanzler Friedrich Merz erteilte einer deutschen militärischen Beteiligung am Schutz von Öltankern eine Absage.

Unternehmensseitig sorgte Meta für Aufmerksamkeit. Die Aktien erholten sich am Montag um 2,2 Prozent von ihrem jüngsten Tief seit Januar. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, plant der Social-Media-Konzern eine Entlassungswelle, die jede fünfte oder sogar noch mehr Stellen betreffen könnte.

Ziel der Entlassungen soll sein, die geplanten Massen-Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) zu kompensieren. In dieser Hinsicht wurde bekannt, dass Meta über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 27 Milliarden US-Dollar ausgeben will, um sich KI-Infrastrukturen des niederländischen Cloud-Spezialisten Nebius Group zu sichern. Dessen in New York gelisteten Anteilsscheine sprangen daraufhin um 15 Prozent nach oben.

Unter den "Magnificent 7" des US-Technologiesektors schlossen neben Meta auch die anderen sechs mit Gewinnen. Unter ihnen zählten Nvidia mit 1,6 Prozent zu den Favoriten - letztlich unbeeindruckt davon, dass der Konzernchef Jensen Huang bis Ende 2027 mit Bestellungen für aktuelle KI-Chipsysteme im Wert von mindestens einer Billion Dollar rechnet. Vor dieser Erkenntnis hatten die Titel zeitweise sogar schon höhere Kursgewinne erzielt.

Im Hardwarebereich prägten Aktien von Speicherherstellern wie Sandisk , Seagate und Western Digital sowie deren Chipzulieferer Micron das Bild. Bei Micron verwiesen Marktbeobachter auf optimistische Erwartungen für die am Mittwoch nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen. In der Branche sorgt der KI-bedingte Ausbau von Rechenzentren schon länger für Fantasie und volle Auftragsbücher.

Die Anteile von Dollar Tree legten um 6,4 Prozent zu, nachdem der Einzelhändler einen wichtigen Sorgenpunkt der Anleger - einen Rückgang der Kundenfrequenz im vierten Quartal - in der Telefonkonferenz zerstreuen konnte. Seth Sigman von der Barclays Bank schrieb, die Umsatz- und Margenentwicklung sei ein Indiz dafür, dass die Vermarktungsstrategie funktioniere.

Die Anteilsscheine des Lagerraum-Vermieters National Storage Affiliates schnellten wegen einer Übernahmeofferte um 30 Prozent auf gut 40 US-Dollar nach oben. Sie näherten sich damit den 41,68 Dollar, die der Branchenkollege Public Storage zu zahlen bereit ist. Dessen Aktien quittierten dies mit einem Abschlag von 2,7 Prozent./tih/stw

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