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ROUNDUP/Aktien New York Schluss

Erholung dank Ölpreis - Inflation bleibt hoch 11.09.2026, 22:26 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
US 30 52.570,86 PKT +0,98 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.382,26 PKT +0,89 % Ariva Indikation
US 500 7.656,02 PKT +0,83 % Ariva Indikation

Eine ungebrochen hohe US-Inflation hat einer Erholung an den New Yorker Börsen am Freitag nicht im Wege gestanden. Auch wenn sich die Erwartung einer baldigen Zinserhöhung verfestigte, schafften zurückkommende Ölpreise die Grundlage für die Kursgewinne. Etwas Entlastung brachte, dass der Iran und die Staaten am Persischen Golf nach dem Wochenende über die umkämpfte Straße von Hormus sprechen wollen.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 konnte seine Serie von zuletzt vier Verlusttagen unterbrechen. Der US-Leitindex, der stärker auf Standardwerte fokussiert ist, ging 0,98 Prozent höher bei 52.573,29 Punkten über die Ziellinie. Trotz der Erholung zum Ende einer nervösen Börsenwoche verbleibt ihm ein Wochenminus von 1,6 Prozent. Am Vortag war er knapp unter 52.000 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit Ende Juli angekommen.

Dem marktbreiten S&P 500 US78378X1072 gelang am Freitag ein 0,86 Prozent hoher Anstieg auf 7.656,98 Zähler. Außerdem erholte sich der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 um 0,91 Prozent auf 29.368,44 Punkte. Unter den "Magnificent 7" schlossen fast alle Tech-Schwergewichte im Plus.

Die Inflation in den USA hat sich im August nicht verändert und damit die Erwartungen erfüllt. Im Jahresvergleich sind die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent gestiegen. Da dies deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel liegt, sehen viele Fachleute in ersten Kommentaren die Erwartung untermauert, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche ihren Leitzins anheben wird.

Auf Unternehmensseite kamen unterschiedliche Nachrichten aus dem Softwaresektor, die Schwankungen zur Folge hatten. Adobe US00724F1012 litt anfänglich unter einem enttäuschenden Umsatzausblick, konnte aber mit 1,4 Prozent ins Plus drehen. Die Aktie war zuletzt schlecht gelaufen und so nahmen es die Anleger hin, dass die vorsichtige Umsatzprognose Fragen aufwirft, wie sich der Konzern im Wettbewerb behaupten kann.

Bei Oracle US68389X1054 war die Tendenz genau umgekehrt: Nach einem ersten Spitzenanstieg um acht Prozent sackte der Kurs mit 1,7 Prozent ins Minus. Das Unternehmen hat im ersten Geschäftsquartal zwar kräftig von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitiert. Wie schon in den Tagen zuvor, entwickelten die Anleger einen gewissen Respekt vor einer zwischenzeitlichen Erholung, die die Aktien bis Anfang der Woche verzeichnet hatten.

Die beiden Software-Aktien konnten mit ihren Schwankungen das Gesamtbild im Technologiesektor nicht richtig beeinflussen. Dieses war eher geprägt von einigen Chipwerten, die sich von ihren Vortagsverlusten erholten. Außerdem legten die Tech-Schwergewichte Alphabet US02079K3059, Amazon US0231351067und Apple US0378331005 relativ deutlich um bis zu zwei Prozent zu.

Besonders starke Gewinne verbuchten dieses Mal im KI-Bereich Hardware- und Serveraktien. Jene von HP Inc US40434L1052, HP Enterprise US42824C1099 und Dell US24703L2025 schossen um bis zu 12 Prozent in die Höhe. Händlern zufolge wirkten die Worte des Dell-Chefs auf einer Investorenkonferenz vom Mittwoch zum Server-Absatz positiv nach. Der RBC-Analyst David Paige nahm Dell außerdem positiv in die Bewertung auf - mit der Nachfrage nach KI-Infrastruktur als Kernargument.

Schwankungen gab es auch im Nebenwertebereich: Die Anteilsscheine von Kroger US5010441013 starteten erst schwach in den Handel, weil der Einzelhändler im Zuge vorgelegter Quartalszahlen seine Umsatzprognose gesenkt hat. Nach einer Annäherung an das bisherige Tief seit zwei Jahren fassten sich Anleger aber schnell ein Herz. Der Kurs drehte mit 2,7 Prozent ins Plus.

Ein Gesprächsthema lieferte auch eine Übernahme: Die Aktien von ACV Auctions US00091G1040 machten einen Satz nach oben um 44 Prozent wegen einer Offerte des Fahrzeugauktions-Konkurrenten Copart US2172041061. Dessen Aktien waren zwar freundlich gestartet, aber dann mit 2,6 Prozent ins Minus gedreht.

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