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Weiter bergab - Dow auf Tief seit Oktober 20.03.2026, 15:37 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 49.608,90 PKT +0,03 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.219,51 PKT +2,28 % Ariva Indikation
S&P 500 7.396,00 PKT +0,78 % Ariva Indikation

Angesichts einer fehlenden Deeskalation im Iran-Krieg und anhaltend hoher Ölpreise geht es am Freitag an den US-Börsen weiter bergab. Infolge weiterer Angriffe des Irans auf Öl- und Gasinfrastrukturen der Golfstaaten mieden Anleger vor dem Wochenende das Risiko.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 stand gegen Ende der ersten Handelsstunde 0,6 Prozent tiefer bei 45.760 Punkten. Im Verlauf erreichte der US-Leitindex mit 45.712 Zählern sein niedrigstes Niveau seit Oktober. Für die laufende Woche bahnt sich ein Abschlag von 1,7 Prozent an.

Andere US-Indizes fielen am Freitag etwas deutlicher: Der S&P 500 US78378X1072 um 0,9 Prozent auf 6.547 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 um 1,2 Prozent auf 24.070 Punkte. Das charttechnische Bild gilt damit als eingetrübt, denn die drei großen US-Indizes notieren inzwischen allesamt unterhalb ihrer 200-Tage-Durchschnittslinien.

Der Markt sei zu Beginn des Kriegs vor gut drei Wochen irrtümlich von einem nur kurzen Konflikt ausgegangen, kommentierte David Kruk, Leiter des Handels beim Vermögensverwalter La Financière de l’Echiquier in Paris. Die Stimmung unter den Anlegern habe sich aber eindeutig in Richtung einer pessimistischeren Haltung verschoben.

Eine positive Ausnahme waren am Freitag die Aktien von Fedex US31428X1063, die um 2,1 Prozent in Richtung ihres Ende Februar erreichten Rekordhochs stiegen. Der Logistikkonzern präsentierte einen starken Quartalsbericht und hob trotz der kriegsbedingten wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie der US-Zollpolitik sein Gewinnziel für das bis Ende Mai laufende Geschäftsjahr an. Den Grund dazu lieferten Fortschritte beim Netzwerk-Umbau sowie beim Sparprogramm.

Im Technologiesektor fielen ARM Holdings US0420682058 mit einem Anstieg um 3,6 Prozent positiv auf. Als Treiber fungierte hier eine Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC. Analyst Frank Lee begründete dies mit der Erwartung, dass der Chipentwickler in das Geschäft mit Prozessoren für KI-Server einsteigen wird, was die Geschäfte antreiben und zu einer Neubewertung der Aktien führen sollte.

Einen heftigen Kursrutsch um 27 Prozent machten dagegen die Aktionäre von Super Micro US86800U3023 durch. Die USA haben einen Mitgründer des Rechenzentren-Ausstatters angeklagt wegen des Verdachts, dass illegal Server mit Nvidia US67066G1040-Chips nach China geliefert wurden - und dies im Milliardenwert. Der Angeklagte und weitere Mitarbeiter sollen die KI-Technologie über ein Unternehmen in Südostasien transferiert haben.

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