Anzeige
+++Kupfer-Junior startet Bohrung: Ramp Metals stieg von 0,15 auf 1,80 CAD – zieht dieser Nachbar jetzt nach? Ramp Metals stieg von 0,15 auf 1,80 CAD – zieht dieser Nachbar jetzt nach?+++
ROUNDUP/Bessere Auftragslage

Jenoptik sieht Lichtblicke - Aktie legt zu 12.11.2025, 11:31 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Jenoptik 35,68 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

JENA (dpa-AFX) - Der Technologiekonzern Jenoptik hat im dritten Quartal weiterhin ein schwieriges Marktumfeld vor allem im Geschäft mit Halbleiterausrüstung zu spüren bekommen. Umsatz und Ergebnisse blieben erneut hinter dem Vorjahresniveau zurück, wenn auch nicht so stark wie im ersten Halbjahr. Zudem dämpfte der Konzern seine Jahresprognose. Aber es gab auch Lichtblicke: Das Unternehmen konnte wieder mehr Aufträge für sich gewinnen. "Die Nachfragedynamik hat sich nach einem schwachen Jahresstart im dritten Quartal insgesamt weiter verbessert, vor allem angetrieben durch unseren Geschäftsbereich Biophotonics", sagte Unternehmenschef Stefan Traeger laut einer Mitteilung am Mittwoch.

An der Börse kam die Zahlenvorlage gut an. Die im SDax notierte Aktie legte im frühen Handel prozentual zweistellig zu. Zuletzt gewann das Papier gut neun Prozent auf 20,26 Euro. "Biophotonics ist der Star des dritten Quartals", schrieb Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank in seinem ersten Kommentar. In diesem Segment bieten die Jenaer Lösungen im Bereich der Lichtquellen und der Bildgebungssysteme für Life Science und Medizintechnik. Der Auftragseingang von Jenoptik überzeugte Schlamp aber auch insgesamt.

Im Bereich der Halbleiterindustrie erwarte der Vorstand laut Mitteilung zwar unter anderem aufgrund der angekündigten massiven Investitionen vieler KI-Unternehmen in Rechenzentren eine grundsätzlich positive Entwicklung. Allerdings blieben Unsicherheiten, wie etwa die anhaltenden Diskussionen und Ankündigungen zum Thema Zölle und deren Auswirkungen. Für das Gesamtjahr wurde das Unternehmen deshalb etwas vorsichtiger.

Für 2025 geht der Vorstand nun davon aus, nur noch die untere Hälfte der bisherigen Prognosespannen bei Umsatz und operativer Marge zu erreichen. Jenoptik peilt nun Erlöse bestenfalls auf dem Niveau des Vorjahres (1,12 Mrd Euro) an, schließt aber auch einen Rückgang bis zu fünf Prozent nicht aus. Zuvor hatte die Prognose auch noch einen Anstieg bis zu fünf Prozent beinhaltet. Vom Erlös sollen jetzt 18 bis 19,5 Prozent als operatives Ergebnis (Ebitda) hängen bleiben. Im Vorjahr hatte die Marge 19,9 Prozent betragen.

Im dritten Quartal schrumpfte der Umsatz des Thüringer Unternehmens im Jahresvergleich um gut sieben Prozent auf knapp 255 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um 10,4 Prozent auf 53 Millionen Euro zurück.

Zwar liefen die Geschäfte mit diagnostischen und therapeutischen Technologien sowie Verkehrsüberwachung deutlich besser, dies konnte den Rückgang in den beiden anderen Sparten allerdings nicht ausgleichen. Die entsprechende Ebitda-Marge sank von 21,6 auf 20,8 Prozent. Als Reaktion auf das träge Geschäftsumfeld hatte Jenoptik ein Sparprogramm aufgelegt, das sich nach Angaben von Traeger inzwischen in einem fortgeschrittenen Stadium befindet.

Das aus dem Carl-Zeiss-Konzern hervorgegangene Unternehmen treibt seinen Umbau zur Photonik seit einigen Jahren voran. Der Konzern fokussiert sich auf bestimmte Wachstumsmärkte, zu denen er Halbleiter und Elektronik sowie Medizintechnik, Biowissenschaften und Smart Mobility zählt.

Jenoptik hatte sich 2022 von seiner Militärtechniksparte Vincorion getrennt. Sie ging an die Private-Equity-Gesellschaft Star Capital. Im Gegenzug stärkte sich die Gruppe durch mehrere Übernahmen: Hinzu kam unter anderem Trioptics, ein Anbieter optischer Messsysteme. Der Bau einer neuen Fabrik für Halbleiterausrüstung in Dresden wurde 2024 abgeschlossen.

Auf der Verkaufsliste steht noch der Automatisierungsspezialist Prodomax. Die Beteiligung wird im Segment der nichtphotonischen Portfoliounternehmen geführt, zu denen auch der Industriemesstechnik-Anbieter Hommel-Etamic gehört.

Jenoptik beschäftigt nach eigenen Angaben knapp 4.200 Menschen. Der Konzern gehört zu den wenigen börsennotierten Technologieunternehmen in Ostdeutschland. Sein Kerngeschäft sind optische Systeme, Laser und Messtechnik für verschiedene industrielle Anwendungen sowie Laser und andere Ausrüstungen für die Verkehrsüberwachung./mne/tav/mis

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,69
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MN231X. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer