ROUNDUP

Friedrich Vorwerk wird optimistischer - Großaktionär MBB profitiert 22.07.2026, 10:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
MBB 183,90 EUR +4,61 % Baader Bank
Friedrich Vorwerk Group 73,95 EUR +7,49 % Quotrix Düsseldorf

Der Pipeline- und Anlagenbauer Friedrich Vorwerk DE000A255F11 hebt dank einer deutlich gestiegenen Profitabilität im ersten Halbjahr seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr an. Rückenwind erhält das Unternehmen derzeit von einer starken Auftragslage dank dem Netzausbau und der Energiewende in Europa. Von der guten Geschäftsentwicklung profitiert weiterhin auch die Beteiligungsgesellschaft MBB DE000A0ETBQ4. Der größte Aktionär der Niedersachsen rechnet sich nun seinerseits höhere Gewinnmargen für das Jahr aus. An der Börse kamen die Nachrichten beider Unternehmen vom Mittwoch sehr gut an.

Die im SDax DE0009653386 notierte Vorwerk-Aktie kletterte auf ein Hoch seit Mai und notierte am Vormittag zuletzt noch gut 7 Prozent im Plus. Für die ebenfalls im Index der kleineren Unternehmenswerte notierte MBB ging es im Schlepptau um fast sechs Prozent nach oben.

Ein Händler sprach in einer ersten Reaktion von "alles in allem positiven Resultaten" bei Friedrich Vorwerk. Das Unternehmen könne einen bemerkenswert hohen Anteil des ausgewiesenen Gewinns tatsächlich in Barmittel umwandeln, hob er zudem hervor. Auch laut Experte Martin Comtesse vom Investmenthaus Jefferies hat der Energieinfrastruktur-Experte stark abgeschnitten. Er kritisierte jedoch, dass sich das Wachstum der Aufträge im ersten Halbjahr merklich verlangsamt habe.

Friedrich Vorwerk erwartet nun für 2026 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei 180 bis 200 Millionen Euro verglichen mit gut 163 Millionen Euro im Jahr 2025, wie das Unternehmen zur Wochenmitte überraschend in Tostedt mitteilte. Zuvor hatte der Konzern noch 160 bis 180 Millionen Euro angesteuert. Die Prognose für den Jahresumsatz von 730 bis 780 Millionen Euro ist unverändert.

Seinen Optimismus begründete das Unternehmen mit starken ersten sechs Monaten. So war das operative Ergebnis um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 92,6 Millionen Euro geklettert. Dieser Zuwachs sei unter anderem das Resultat erfolgreich durchgeführter Projekte und einer starken Auftragslage, hieß es. Der Auftragseingang lag demnach im ersten Halbjahr bei 321 Millionen Euro, nach gut 220 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum um 11 Prozent auf 337,3 Millionen Euro.

Vorwerk-Großaktionär MBB kündigte unterdessen vor allem dank der guten Entwicklung bei Friedrich Vorwerk eine höhere Profitabilität für das Jahr an. Die Berliner Beteiligungsgesellschaft will nun eine operative Marge (bereinigte Ebitda-Marge) von 18 bis 20 Prozent erzielen - bisher waren noch 15 bis 18 Prozent angepeilt.

Die aktuell von Torben Kleinfeldt gesteuerte Friedrich Vorwerk ist auf Pipelines und Anlagen für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen spezialisiert. Das Unternehmen gilt als wesentlicher Profiteur des massiven Netzausbaus und der Energiewende in Europa. Erst kürzlich erhielten die Niedersachsen als Teil einer Arbeitsgemeinschaft einen Großauftrag für den Neubau der Wasserstoff-Pipeline "H2Coastlink 1" von Emden nach Leer, die als wichtiges strategisches Projekt im Nordwesten Deutschlands gilt. Der Auftragswert liegt laut Unternehmensangaben von Mitte Juli im zweistelligen Millionenbereich.

Seit 2021 ist das Unternehmen börsennotiert, im April 2025 zog die Aktie in den SDax ein. Der Wert der Vorwerk-Aktie ist dank des guten Geschäftsverlaufs binnen drei Jahren auf das Sechseinhalbfache gestiegen. Vom bisherigen Hoch bei gut 109 Euro im Oktober 2025 ist das Papier inzwischen aber weit entfernt.

Stark unter Druck kam die Aktie durch den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzesentwurf, welcher Freileitungen gegenüber unterirdisch verlegten Kabeln bei neuen Hochspannungsübertragungsprojekten vorzieht. Mitte Juni erreichte das Papier daraufhin ein Jahrestief bei 55 Euro. Inzwischen hat sich die Aktie wieder deutlich erholt.

Erst in der vergangenen Woche ein optimistischer Analystenkommentar der Privatbank Berenbank dem Kurs weiter auf die Sprünge geholfen. Branchenexperte Lasse Strueben erläuterte darin seine Ansicht, dass der Markt die negativen Auswirkungen der geplanten Gesetzesänderung auf die mittelfristigen Wachstumsaussichten von Friedrich Vorwerk überschätzt. Mit den aktuellen Gewinnen von diesem Mittwoch auf fast 75 Euro reduziert sich das bisherige Jahresminus für den Anteilsschein auf rund acht Prozent.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 4,98
Hebel: 4,13
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MK48AT. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer