ROUNDUP/Hohe Kosten für Stahl-Sanierung

Thyssenkrupp weitet Verlust aus 12.02.2026, 11:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
ThyssenKrupp 8,963 EUR -2,02 % Lang & Schwarz

ESSEN (dpa-AFX) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp leidet weiter unter einem schwachen Marktumfeld. Hohe Restrukturierungskosten für das Stahlgeschäft führten zu einem höheren Verlust im ersten Geschäftsquartal. So verzeichnete Thyssenkrupp in den drei Monaten per Ende Dezember unter dem Strich einen Fehlbetrag von 353 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Essen mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Minus bei 51 Millionen Euro gelegen. Zusätzlich belasteten Abschreibungen im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Kerngeschäfts von Automation Engineering.

Das um solche Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich hingegen um zehn Prozent auf 211 Millionen Euro und fiel etwas besser aus als erwartet. Hier wirkte sich das laufende Transformationsprogramm positiv aus. Dabei bleibt das Marktumfeld schwierig: So sank der Umsatz wegen einer schwächeren Nachfrage sowie niedrigeren Preisen um acht Prozent auf fast 7,2 Milliarden Euro. Analysten hatten mit stabilen Erlösen gerechnet. Der Auftragseingang knickte um 38 Prozent auf rund 7,7 Milliarden Euro ein. Grund dafür waren auch Großaufträge des Marineschiffbauer TKMS vor einem Jahr.

Die Aktien von Thyssenkrupp gaben am Mittag um gut zwei Prozent nach. Sie zollten damit ihrer guten Entwicklung der vergangenen Monate Tribut. Mit gut 34 Prozent Kursplus waren sie 2026 sehr stark gelaufen im Zuge der Stahlrally sowie der Abspaltung des Marineschiffbauers TKMS. Nun monierten Experten vor allem den schwachen freien Barmittelzufluss.

"Trotz marktbedingter Umsatzrückgänge haben wir das bereinigte Ebit gesteigert - ein klares Zeichen für die Fortschritte bei Effizienz, Kosten und Struktur", kommentierte Konzernchef Miguel López. Die Jahresprognose wurde bekräftigt. Wegen der Stahl-Sanierung erwartet Thyssenkrupp unter anderem einen Konzernverlust von 400 bis 800 Millionen Euro.

Weiter bedeckt hält sich der Konzern zu einer möglichen Übernahme des Stahlgeschäfts durch den indischen Konkurrenten Jindal. Man befinde sich weiter "in konstruktiven Gesprächen", sagte Finanzvorstand Axel Hamann. Die Restrukturierung werde dabei fortgesetzt, "ob mit oder ohne Jindal". Er sprach mit Blick auf die von der EU geplanten Schutzmaßnahmen für die europäische Stahlindustrie vor Billigimporten auch von geänderten Bedingungen.

Thyssenkrupp und Jindal Steel hatten Mitte September bekannt gemacht, dass der familiengeführte Konzern die Stahlsparte kaufen will und bereits ein unverbindliches Angebot abgegeben hat. Das für Firmenübernahmen und -verkäufe zuständige Vorstandsmitglied Volkmar Dinstuhl hatte bei der Vorlage der Jahreszahlen am 9. Dezember gesagt, dass das Angebot auf eine mehrheitliche Übernahme abziele./nas/niw/jha/

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 2,16
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WA0AYK. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer