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Ifo-Geschäftsklima erholt sich weiter 24.06.2026, 11:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni den zweiten Monat in Folge von den Dämpfern infolge des Iran-Kriegs erholt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg um 0,6 Punkte auf 85,6 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut am Mittwoch in München mitteilte. Die Stimmung verbesserte sich etwas stärker als erwartet. Analysten waren im Schnitt von einem Anstieg des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers auf 85,5 Punkte ausgegangen.

"In den Fluren deutscher Unternehmen ist durchatmen angesagt", kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die Daten. Die Aussicht auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Iran-Kriegs habe die Ölpreise merklich fallen lassen, was zu wirtschaftlichen Entlastungen führe.

Die monatliche Umfrage des Ifo-Instituts unter 9.000 Unternehmen zeigt, dass die Firmen ihre aktuelle Lage und die Erwartungen an künftige Geschäfte besser einschätzen, wobei sich die Bewertung der Lage stärker verbessert hat als die Einschätzung der Erwartungen. "Es wird voraussichtlich noch einige Wochen dauern, bis die deutschen Unternehmen der geopolitischen Entspannung im Nahen Osten wirklich trauen", kommentierte Deutschland-Chefvolkswirt Robin Winkler von der Deutschen Bank.

Die bessere Unternehmensstimmung zeigte sich in allen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Nach Einschätzung des Experten Gitzel ist die Freude im Dienstleistungssektor besonders groß. Auch im Verarbeitenden Gewerbe hat das Ifo-Institut "spürbar verbesserten Erwartungen" festgestellt. Die Bewertung der aktuellen Lage ist dagegen etwas schwächer ausgefallen.

"Der Bereich Transport und Logistik konnte sich weiter erholen", heißt es in der Mitteilung vom Ifo-Institut. In der Tourismusbranche bleibe die Lage hingegen weiter schwierig.

Nach Einschätzung von Ifo-Präsident Clemens Fuest hoffen die befragten Unternehmen auf eine Entspannung der weltpolitischen Situation. Immerhin habe die Umfrage gezeigt, dass die Unternehmen das Umfeld als weniger unsicher einschätzen.

Die Erholung beim Ifo-Index erfolgte, nachdem Ökonomen zuletzt ihre Konjunkturprognosen für das laufende Jahr reihenweise gesenkt hatten. Mitte des Monats rechnete die Bundesbank wegen der Folgen des Iran-Kriegs nur noch mit einem Mini-Wachstum von kalenderbereinigt 0,5 Prozent und zeigte sich damit noch etwas pessimistischer als im Dezember. Die Bundesregierung rechnet ebenfalls mit einem Wachstum um 0,5 Prozent.

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