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Roche setzt sich höhere Gewinnziele für das Jahr - Aber Kurs sackt ab 23.10.2025, 11:39 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Roche Holding 375,05 EUR +0,01 % Lang & Schwarz

BASEL (dpa-AFX) - Angetrieben von einer starken Nachfrage nach Medikamenten ist der Schweizer Pharmakonzern Roche in den ersten neun Monaten des Jahres weiter gewachsen. Konzernchef Thomas Schinecker rechnet sich nun für das Gesamtjahr einen höheren Gewinn aus als bisher. Allerdings erwartet der Manager inzwischen mehr Gegenwind von der Währungsseite. An der Schweizer Börse rutschte die Aktie auf die Nachrichten am Donnerstag ab, auch weil Branchenkenner sich etwas stärkere Zuwächse im dritten Quartal erhofft hatten. Zudem seien in der Pharmasparte wichtige Wachstumsträger hinter den Erwartungen zurückgeblieben, hieß es von Analysten.

Die Roche-Aktie gab am späten Vormittag am Ende des Schweizer Leitindex SMI noch um fast drei Prozent nach, nachdem sie zuvor auf ein Tief seit Anfang Oktober gefallen war.

Der Pharmamulti wies für die ersten neun Monate bis Ende September ein währungsbereinigtes Umsatzplus von sieben Prozent aus. Allerdings dämpfte die Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber vielen Währungen wie insbesondere dem Dollar die Geschäftsentwicklung. Zu tatsächlichen Kursen stieg der Umsatz um zwei Prozent auf knapp 45,9 Milliarden Schweizer Franken (49,6 Mrd Euro) - das lag knapp unter den Erwartungen von Analysten.

Den Löwenanteil steuerte erneut Roches Pharmageschäft hinzu. Der Umsatz der Sparte kletterte um vier Prozent auf rund 35,6 Milliarden Franken, währungsbereinigt ergab sich ein Plus von neun Prozent. Wichtigste Treiber waren den Angaben zufolge Arzneien wie das Brustkrebsmedikament Phesgo, Xolair bei Nahrungsmittelallergien, Ocrevus bei Multipler Sklerose, Hemlibra bei der Blutgerinnungsstörung Hämophilie A. und Vabysmo bei schweren Augenerkrankungen. Die letzten drei verfehlten jedoch laut JPMorgan-Analyst Richard Vosser die Markterwartungen zum Teil deutlich.

Auch das Diagnostikgeschäft habe im dritten Quartal schlechter abgeschnitten als gedacht, ergänzte der Branchenkenner. Für die gesamten neun Monate ergab sich für die Sparte ein Minus von vier Prozent und währungsbereinigt ein Plus von einem Prozent auf 10,3 Milliarden Franken. Der Diagnostikbereich leidet noch immer unter den Preisreformen im chinesischen Gesundheitswesen. Dieser Effekt dürfte sich noch bis ins Jahr 2026 bemerkbar machen, sagte Schinecker vor Journalisten. Der Manager betonte aber, dass die Volksrepublik weiterhin ein wichtiger Markt für die Schweizer sei und verwies dazu auf Roches weiter deutlich wachsendes Pharmageschäft in China.

Für das Gesamtjahr und den Gesamtkonzern stellt das Management nun einen deutlicheren Anstieg beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn je Aktie (bereinigtes EPS) in Aussicht: Die Kennziffer soll im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich ansteigen. Zuvor hatte Roche nur das untere Ende der neuen Spanne angepeilt. Der Umsatz soll - wie bisher geplant - abseits von Wechselkurseffekten im Vergleich zum Vorjahr um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen.

Zugleich werden die negativen Währungseffekte stärker spürbar: Für 2025 geht Roche nun von einem Dämpfer durch die Wechselkurse von fünf Prozent auf den Umsatz und acht Prozent auf den bereinigten Gewinn je Aktie aus. "Gegenüber dem ersten Halbjahr ist dies eine Verschlechterung", räumte Schinecker ein.

Mit Blick auf die US-Zollproblematik gab sich der Manager weiterhin gelassen. Roche habe rechtzeitig begonnen, in beiden Sparten Lagerbestände in den USA aufzubauen, betonte er. Zugleich plane der Konzern umfangreiche Investitionen in den USA. Den konkreten Stand der Diskussionen mit der US-Regierung wollte der Roche-Chef aber nicht kommentieren.

US-Präsident Donald Trump hat der Schweizer Pharmabranche mehrfach hohe Strafzölle angedroht, um sie zu mehr Investitionen zu bewegen. Ein für Anfang Oktober geplanter Aufschlag von 100 Prozent trat dann vorerst nicht in Kraft. Roche hatte bereits im Frühjahr angekündigt, in den kommenden fünf Jahren 50 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten investieren zu wollen. Dazu gehört unter anderem der Bau einer Fertigungsstätte für Produkte zur Gewichtsreduktion im US-Bundesstaat North Carolina./tav/hr/AWP/men/mis

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