ROUNDUP

SAP schließt überraschend viele Cloudverträge ab - Aktie zieht stark an 24.07.2026, 09:23 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
SAP 136,41 EUR +3,25 % Baader Bank

Europas größter Softwarehersteller SAP DE0007164600 kommt trotz widriger Bedingungen in der Weltwirtschaft gut voran mit dem Abschluss von Cloud-Verträgen. Der in den kommenden 12 Monaten zu erwartende Umsatz mit den Abo-Verträgen legte bis Ende Juni im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro zu, wie die Walldorfer am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss mitteilten. Das war auch ein schnelleres Wachstum als im ersten Quartal. Die Aktie zog am Freitag kräftig an.

Das Tempo der Nachfrage ließ bei den Anlegern nämlich verschmerzen, dass sich das operative Ergebnis im Quartal schwächer entwickelte als gedacht und SAP-Chef Christian Klein in dem Bereich wegen zweier Zukäufe auch die Jahresprognose senkte. Die in New York gehandelten Aktien-Hinterlegungsscheine von SAP hatten nachbörslich bereits zugelegt, die Hauptnotierung der Aktie in Frankfurt gewann am Morgen 5,7 Prozent.

Für Anaylst Charles Brennan von der US-Investmentbank Jefferies war die Entwicklung des Vertragsbestands das klare Highlight der Resultate. Damit trotze SAP der Vorsicht von Investoren. Er habe zwar geschätzt, dass der Dax-Konzern die Markterwartungen schlagen könnte, aber nicht in diesem Ausmaß. Selbst die schwach ausgefallene operative Marge dürfte im Umfeld aktuell sehr vorsichtiger Anleger angesichts des Schwungs bei den Aufträgen nicht negativ ins Gewicht fallen.

Toby Ogg von JPMorgan hingegen sprach von einer negativen Überraschung bei der Margenentwicklung. Die Jahresprognose des operativen Ergebnisses hänge nun von einer Beschleunigung in der zweiten Jahreshälfte ab.

Klein führte das Abschneiden beim sogenannten Current Cloud Backlog, also dem kurzfristigen Cloud-Vertragsbestand, auf die Initiativen rund um Produkte mit Künstlicher Intelligenz (KI) zurück. "Dieses Ergebnis wird durch unsere Strategie für das autonome Unternehmen gestützt, in deren Rahmen unsere SAP Autonomous Suite und SAP Business AI Platform auf große Resonanz stoßen", sagte er laut Mitteilung.

Im Juli hatte SAP die Übernahmen von Dremio und Prior Labs abgeschlossen. Bei beiden kleineren Einheiten dürften im zweiten Halbjahr Verluste auflaufen, sagte Finanzchef Dominik Asam in einer Telefonkonferenz. Die Übernahmen seien auch der Grund für den beim Ergebnis geänderten Ausblick. So geht das Management beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern währungsbereinigt dieses Jahr nur noch von einem Wachstum von 13 bis 17 Prozent aus. Klein hatte zuvor noch 14 bis 18 Prozent anvisiert.

Nach Asams Darstellung hätte der Konzern aus dem rein operativen Geschäft ohne die Zukäufe gerechnet den Ergebnisausblick gar erhöhen können. Jedoch wolle der Konzern im aktuellen Umfeld Geld in die Kundengewinnung stecken und investierte dafür ins Marketing.

Im zweiten Quartal blieb SAP bei der Kennzahl auch deswegen hinter den Erwartungen zurück, sie stieg um 7 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Asam verwies unter anderem auf höhere Marketingkosten für die KI-Produktangebote, aber auch auf gestiegene Kosten für die Verwendung von KI-Modellen. Vor allem in der Entwicklung von Software nutzt SAP die Programmierhilfen der Textroboter, die bei intensivem Gebrauch auch teuer werden können.

Im Gegenzug erspart die KI den Walldorfern die Suche nach neuen Mitarbeitern in dem Bereich. Chef Klein sprach im Analystencall von einer Produktivitätssteigerung von 30 Prozent in der Entwicklung von Software. Bei Einstellungen könne sich SAP nun ganz auf KI-Experten verlegen, in der Softwareentwicklung selbst seien dank der Nutzung von den Text- und Programmierrobotern keine Einstellungen mehr nötig.

Unter dem Strich machte SAP mit 2,21 Milliarden Euro in den drei Monaten bis Ende Juni gut ein Viertel mehr Gewinn als ein Jahr zuvor. Der Gesamtumsatz legte im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 9,88 Milliarden Euro zu. Darunter zog der Cloudumsatz unerwartet kräftig um 22 Prozent an. Bei den Umsatzkennzahlen sowie dem erwarteten Barmittelzufluss von rund 10 Milliarden Euro blieb das Unternehmen denn auch bei seinen Jahresprognosen. Allerdings unterstellt das Management dabei, dass es im Nahostkrieg bald eine Deeskalation gibt.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 1,07
Hebel: 18,16
mit starkem Hebel
Ask: 2,02
Hebel: 6,88
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MJ4JQM MJ0RCF. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer