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Schaeffler startet mit besserer Profitabilität - Aktie zieht an 05.05.2026, 10:19 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Schaeffler 8,685 EUR -5,44 % Lang & Schwarz

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler DE000SHA0100 hat zu Jahresbeginn etwas mehr im Tagesgeschäft verdient als erwartet. Beim Umsatz mussten die Franken zwar einen Dämpfer hinnehmen, das lag aber an ungünstigen Wechselkursen. Währungsbereinigt wäre der Konzern um rund ein Prozent gewachsen, hieß es am Dienstag von den Herzogenaurachern. Die Geschäfte rund ums Elektroauto konnten zulegen und die Verluste reduzieren, die Ersatzteilsparte blieb die Ertragsperle. Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld bestätigte den Ausblick auf das aktuelle Jahr. Die Aktie gewann an der MDax DE0008467416-Spitze deutlich.

Das Papier legte zuletzt rund 4,6 Prozent auf 8,24 Euro zu. Im laufenden Jahr ist die Bilanz damit leicht negativ. Der Kurs hatte im Zuge des Hypes um humanoide Roboter im Frühjahr eine Rally hingelegt und sich auf bis zu fast 12 Euro aufgeschwungen. Die Euphorie um den von Schaeffler zum Zukunftsgeschäft erklärten Bereich ist mittlerweile aber wieder zurückgegangen. Im Vergleich zum Stand vor einem Jahr hat die Aktie ihren Wert aber nach wie vor mehr als verdoppelt.

Das Unternehmen habe im ersten Quartal die Erwartungen leicht übertroffen, schrieb Analystin Vanessa Jeffriess von der US-Investmentbank Jefferies. Das Unternehmen mache in allen Bereichen gute Fortschritte und sei gut gerüstet, um in unsicheren Zeiten zu bestehen. Für JPMorgan-Experte Jose Asumendi ist der Start ins Jahr solide ausgefallen.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (ber. Ebit) legte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 3,3 Prozent auf 285 Millionen Euro zu. Der Umsatz sank hingegen wegen ungünstigerer Wechselkurse um 2,7 Prozent auf 5,76 Milliarden Euro - ohne die Folgen des starken Euro wäre der Erlös um ein Prozent gestiegen.

Die operative Marge zog um 0,3 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent an und fiel damit etwas besser aus als von Analysten erwartet. Schaeffler hatte bereits durchblicken lassen, dass die Marge gestiegen sein dürfte und komfortabel im Bereich der fürs Jahr anvisierten Spanne von 3,5 bis 5,5 Prozent liege.

In der Elektromobilität punktete Schaeffler wegen Produktanläufen der Kunden in Europa und Asien/Pazifik (ohne China). Der Bereich schreibt noch rote Zahlen, konnte diese aber im Vergleich mit dem Vorjahr eindämmen. Das angestammte Geschäft mit klassischer Antriebstechnik und Fahrzeugchassis blieb in einem schwachen Markt schwierig. Das Ergebnis ging zurück, die Marge blieb aber prozentual zweistellig.

Am profitabelsten ist bei Schaeffler derzeit weiter das Ersatzteilgeschäft. Dank erhöhter Verkaufspreise konnte Schaeffler den währungsbereinigten Umsatz leicht steigern und die Marge auf hohem Niveau noch etwas ausbauen. In der Sparte mit Lagern und weiteren Produkten für die allgemeine Industrie setzten die Währungseffekte Schaeffler zu. Ohne Wechselkurseffekte wuchs das Geschäft vor allem dank positiver Impulse aus China.

Unter dem Strich machte Schaeffler 60 Millionen Euro Gewinn nach 83 Millionen ein Jahr zuvor. Grund für den Rückgang war vor allem ein schwächeres Finanzergebnis.

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