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Sommerverkehr am BER - Chefin setzt auf reibungslose Abläufe 30.06.2026, 16:22 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Air Canada 17,35 USD +0,58 % Nasdaq OTC
Ryanair Holdings 27,45 EUR +1,42 % Lang & Schwarz
Delta Air Lines (DE) 93,60 USD +0,49 % NYSE Arca
United Airlines Holdings 135,80 USD +0,45 % UTP Consolidated

Während der Sommerferien in Berlin und Brandenburg - vor allem zu Beginn und am Ende - wird es am BER wieder trubelig. Die Betreiber rechnen für die sechs Wochen mit insgesamt rund 3,7 Millionen Fluggästen, wie die Flughafengesellschaft (FBB) mitteilte. Das seien in etwa so viele wie im Sommer des Vorjahres, sagte Flughafenchefin Aletta von Massenbach.

Trotzdem geht sie davon aus, dass es für die Passagiere weitgehend stressfrei ablaufen wird. Zum einen sei der Sommer nicht die Hochsaison am BER. "Das wären eher der September und Oktober", sagte sie mit Blick auf größere Messen, die in Berlin in diesen Monaten viele Besucherinnen und Besucher anlocken.

Neue Technik am BER

Zum anderen hat der BER in den vergangenen Jahren und Monaten technisch aufgerüstet. Seitdem zahlreiche Sicherheitskontrollen mit sogenannten CT-Scannern ausgestattet sind, gehe es dort deutlich schneller, teilte der BER mit. Bei dieser Technik können Flüssigkeiten und elektronische Geräte im Koffer bleiben. Passagiere sparen auf diese Weise Zeit.

Familien mit Kindern bis zum 5. Lebensjahr können eine spezielle Sicherheitsschleuse im Terminal 1 nutzen. Auf dem Gelände können Parkplätze vorab gebucht werden, um keine Zeit bei der Suche zu verlieren.

Knapp zwei Dutzend Airlines bieten zudem an, das Gepäck an entsprechenden Selbst-Service-Automaten aufzugeben, die in größerer Zahl im Flughafen verteilt sind. Auf diese Weise sparten sich Reisende die Schlange am Check-in-Schalter.

400.000 Fluggäste am ersten Ferienwochenende

Allein zum Start der Ferien, vom Mittwoch, den 8. Juli bis Sonntag, dem 12. Juli 2026, erwarte die FBB rund 400.000 Passagiere, hieß es. Die verkehrsreichsten Tage werden demnach der Freitag, 10. Juli sowie der 21. und 23. August mit jeweils rund 90.000 Reisenden.

Neben zahlreichen europäischen Zielen kommen im Sommer weitere Langstreckenverbindungen hinzu: "Air Canada verbindet die Hauptstadtregion ab dem 3. Juli erstmals mit Montréal", teilte der BER mit. Air Transat wiederum biete wieder Flüge nach Toronto an. Mit Delta Air Lines US2473617023 sowie United Airlines US9100471096 stünden zudem zwei US-Fluggesellschaften für tägliche Flüge nach New York zur Verfügung.

Steigende Ticketpreise

Passagiere müssen sich indes auf steigende Ticketpreise einstellen, infolge der gestiegenen Kerosinpreise aufgrund des Konflikts im Nahen Osten. Die Verfügbarkeit von Kerosin sei in Europa zwar kein Problem, betonte die Flughafenchefin. Doch die Beschaffung sei deutlich teurer geworden. Kerosin macht von Massenbach zufolge ein knappes Drittel des Ticketpreises aus.

Reibungslose Abläufe während der Sommerferien könnte der BER aus Sicht von von Massenbach gebrauchen. Das erste Halbjahr sei äußerst hektisch verlaufen, betonte sie. Aufgrund des Wintereinbruchs im Januar und Februar inklusive zweier Eisregentage hätten die Fluggesellschaften in diesen Monaten rund 1.100 Flüge gestrichen.

Im März führte dann der Irankrieg dazu, dass es Hunderte Flüge weniger in die Region gab. Im selben Monat sowie im April kam es zudem zu Warnstreiks am BER selbst sowie bei der Lufthansa DE0008232125, was zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr geführt hat.

Ryanair reduziert Präsenz

Getroffen habe die Betreiber zudem die Ankündigung der Fluggesellschaft Ryanair IE00BYTBXV33, zum Winter die Basis am Hauptstadtflughafen BER zu schließen und das dortige Sitzplatzangebot um die Hälfte zu reduzieren.

Von Massenbach äußerte sich positiv über die von der Bundesregierung zurückgenommene jüngste Erhöhung der Luftverkehrsteuer. Dieser Schritt mache sich zum Juli entlastend bemerkbar. Ryanair habe das jedoch nicht abgehalten, die Präsenz in Schönefeld zu reduzieren.

Laut der Flughafenchefin stagniert insbesondere der deutsche Luftverkehr im globalen Vergleich weiter. Während vergleichbare Märkte wie Frankreich, Österreich oder die Schweiz beim Luftverkehr Wachstumsraten von 25 bis 30 Prozent aufwiesen, trete der deutsche Markt auf der Stelle. Das zeigten auch die erwarteten Passagierzahlen am BER während der Sommerferien.

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