ROUNDUP/Zollrisiken und Geopolitik

Symrise geht vorsichtig ins Jahr 2026 04.03.2026, 10:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Symrise 72,13 EUR +0,28 % Lang & Schwarz

HOLZMINDEN (dpa-AFX) - Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise traut sich nach einem zuletzt eher trägen organischen Wachstum vorerst bestenfalls eine moderate Beschleunigung zu. Die Prognose für 2026 berücksichtige auch die herausfordernde globale Nachfragesituation, geopolitische Unsicherheiten sowie die Auswirkungen inflationärer Zollentwicklungen auf das Kaufverhalten von Konsumenten, teilte Symrise am Mittwoch in Holzminden mit.

Konzernchef Jean-Yves Parisot verweist aber auch auf die "zahlreichen Projektaktivitäten mit wichtigen Kunden" sowie auf eine gut gefüllte Pipeline mit neuen Produkten. Rückenwind sollen zudem weiterhin Kostenkontrolle und der Umbau des Portfolios liefern. Im vergangenen Jahr erreichte Symrise bereits Einsparungen und Effizienzsteigerungen von 50 Millionen Euro und damit 10 Millionen mehr als ursprünglich geplant.

An der Börse kamen die Neuigkeiten allerdings zunächst schlecht an. Der Aktienkurs fiel am Mittwochvormittag zuletzt um 1,6 Prozent auf 72,02 Euro. Damit wackelt nun die seit Mitte Dezember laufende Erholung ein wenig; intakt ist der Trend aber noch.

Der Umsatz dürfte 2026 aus eigener Kraft - also Übernahmen, Zukäufe und Wechselkurseffekte herausgerechnet - um zwei bis vier Prozent steigen, teilte das Unternehmen weiter mit. Die mittlere Analystenschätzung liegt bereits eher am oberen Ende der Spanne. Allerdings rechnet das Symrise-Management damit, dass der Umsatz organisch im ersten Quartal im Vergleich zum hohen Vorjahreswert im niedrigen einstelligen Bereich sinken wird.

Während die Resultate des Schlussquartals 2025 den Jahresausblick eigentlich untermauern sollten, könnten die Äußerungen zum ersten Quartal bei Investoren durchaus Skepsis erzeugen, schrieb Analystin Georgina Fraser von der Investmentbank Goldman Sachs in einer ersten Reaktion. Ähnlich sieht es Alex Sloane von der Bank Barclays: 2026 hänge angesichts des wohl trägen Auftakts viel vom Wachstum im späteren Jahresverlauf ab.

2025 habe Symrise gerade im Schlussquartal vom starken organischen Wachstum der Sparte Scent & Care profitiert, in der es im Geschäft mit Düften für teure Parfüms sowie mit Düften etwa für Körperpflege- und Haushaltsprodukte gut gelaufen sei, schrieb Sloane weiter. Der Geschäftsbereich Taste Nutrition & Health rund um Zusätze etwa für Lebensmittel und Haustiernahrung habe gegen Ende des Jahres indes etwas schlechter abgeschnitten als am Markt erwartet. Während Zusätze für Getränke und würzige Snacks gefragt gewesen seien, leide das Geschäft mit Zusätzen für Heimtiernahrung weiter unter Preisdruck.

Alles in allem erreichte der Dax-Konzern 2025 organisch ein Erlösplus von 2,8 Prozent auf 4,93 Milliarden Euro und damit seine im Herbst gesenkte Prognose. Nominal fielen die Erlöse wegen Wechselkursbelastungen leicht.

Als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben im vergangenen Jahr 18,5 Prozent des Umsatzes hängen; das operative Ergebnis sank damit um rund 12 Prozent auf 913 Millionen Euro. Negative Sondereffekte etwa für den Portfolioumbau herausgerechnet, ergibt sich ein operativer Gewinn von etwas mehr als einer Milliarde Euro - die Marge beträgt auf dieser Basis 21,9 Prozent. Sie soll 2026 bei 21,5 bis 22,5 Prozent herauskommen.

Das Ergebnis unter dem Strich brach 2025 um fast die Hälfte auf knapp 250 Millionen Euro ein. Das lag auch an Wertberichtigungen in Höhe von 148 Millionen Euro auf das Terpen-Geschäft, das verkauft wird, sowie auf die schwedische börsennotierte Beteiligung Swedencare in Höhe von 150 Millionen Euro. Die Belastungen sind seit Januar bekannt.

Zusätzlich zu den Wertberichtigungen hatte Symrise im Januar ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 400 Millionen Euro angekündigt, das vom 1. Februar bis 31. Oktober 2026 laufen soll. Symrise verfüge über einen hohen freien Mittelfluss und zunehmende finanzielle Flexibilität durch Portfoliomaßnahmen, hatte Vorstandschef Parisot da erklärt. Wie nun am Mittwoch bekannt wurde, soll zudem die Dividende von 1,20 auf 1,25 Euro je Anteilsschein steigen./mis/nas/stw

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