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Seeblockaden in Straße von Hormus verändern Schifffahrtswege 21.05.2026, 11:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die gegenseitigen Blockaden der Meerenge von Hormus verändern globale Schifffahrtsrouten. So erlebt der Handel durch den fernab liegenden Panamakanal einen Aufschwung. Nach Angaben des internationalen Schifffahrtsverbands Bimco sind die Durchfahrten durch den Kanal dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent gestiegen. Ausschlaggebend waren vor allem Fahrten von Öl-Tankern.

Bimco aus Dänemark teilte mit, im laufenden Jahr habe es im Tagesschnitt 38 Durchfahrten gegeben. "Die tägliche Maximalkapazität des Panamakanals liegt bei etwa 36 bis 40 Durchfahrten, was bedeutet, dass er derzeit nahe seiner maximalen Kapazität betrieben wird", sagte Bimco-Analyst Filipe Gouveia.

Bericht: Keine iranischen Öl-Tanker mehr durch Meerenge

Nach Beginn der Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien verkündete US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. In einem aktuellen Bericht des Schifffahrtsdatenanbieters Kpler heißt es, dass seither keine Tanker, die mit iranischem Rohöl beladen sind, diese Blockade durchfahren haben.

Über den Blockadezeitraum habe der Iran massiv Öl auf Schiffen innerhalb des Golfs und zu Land eingelagert, hieß es weiter. Im vergangenen Monat sei die Menge iranischen Öls, das sich bereits auf Schiffen außerhalb der Blockade befinde, von 122 auf 89 Millionen Barrel gesunken. Diese können möglicherweise noch verkauft werden. China gilt als Hauptabnehmer iranischen Öls.

Bleibe die US-Seeblockade intakt, könnten iranische Öl-Einnahmen innerhalb von 60 bis 70 Tagen komplett ausfallen, schrieb Kpler in dem Bericht.

Iran: 26 Schiffe passierten Straße von Hormus

Nach iranischen Angaben von Mittwoch hatten in den vergangenen 24 Stunden 26 Schiffe die Straße von Hormus passiert. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, hieß es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Über die Herkunft oder Ziele der Schiffe wurde nichts bekannt.

Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn Ende Februar die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen.

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