Söder warnt SPD vor industriepolitischer Bankrotterklärung 01.04.2026, 06:23 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BMW 57,03 EUR +0,21 % Lang & Schwarz

CSU-Chef Markus Söder fordert von der SPD in der Bundesregierung eine klare Positionierung gegen die vielfach kritisierten EU-Vorschläge zur Lockerung des Verbrennerverbotes. Eine deutsche Enthaltung bei der EU-Abstimmung dazu "wäre eine Katastrophe, weil wir sind nach wie vor der wichtigste Autostandort in Europa", sagte Bayerns Ministerpräsident bei seinem Besuch im weltgrößten BMW-Werk DE0005190003 in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina. "Es wäre eine industriepolitische Bankrotterklärung auf Deutsch."

SPD und Union konnten sich in der Bundesregierung bisher nicht auf eine gemeinsame Positionierung in der Debatte einigen, wie die Vorschläge der EU-Kommission zu bewerten sind. CDU und CSU lehnen sie ab und fordern eine Absage an das Verbrennerverbot durch die Zulassung von Hightech-Verbrennern in der EU. Die SPD hat sich bisher nicht derart klar positioniert, weshalb sich die Bundesregierung - Stand jetzt - in der Schlussabstimmung enthalten müsste.

Finale Abstimmung im EU-Rat im Juni

Bis Juni müsste die Einigkeit hergestellt sein, dann wird der EU-Rat final über die Vorschläge abstimmen. Zuvor wird das Thema auch im EU-Parlament nochmals zur Abstimmung gebracht. Die EU-Kommission hatte im Dezember vorgeschlagen, auch nach 2035 in der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen - eine Abkehr vom eigentlich ausgehandelten Verbrenner-Aus. Die Detailregeln gehen der Union aber noch nicht weit genug.

"Wir sind der festen Überzeugung, dass es jetzt sehr darauf ankommt, in wenigen Wochen, dass Europa eine richtige Entscheidung, keine falsche, trifft. Ein Verbrennerverbot aufrechtzuerhalten, wird das größte industriepolitische Eigentor der europäischen Geschichte", sagte Söder. Um die Autoindustrie zu retten, brauche es eine technologieoffene Regelung. "Das heißt, man entwickelt trotzdem die Verbrenner, die Plug-in und die Hybridantriebe weiter fort, und zwar auf hohem Niveau."

Söder warnt vor Arbeitsplatzverlusten

Ein Verbrenner-Aus würde nicht nur der Autoindustrie massiv schaden, auch die Zulieferer würden darunter leiden und damit der gesamte Wirtschaftsstandort, so Söder. "Deswegen ist es zwingend notwendig, dass die Bundesregierung eine einheitliche Auffassung hat." Auch Beschränkungen wie Flottenlimits oder wie in anderen europäischen Ländern Größenbeschränkungen seien abzulehnen.

Es gehe um den Erhalt von Arbeitsplätzen, sagte Söder. Die Union werde sich hier als "als Partner und als Anwalt" dafür einsetzen und "auch sehr intensiv einspreizen in den nächsten Wochen", sagte er. Deutschland müsse den Wettbewerb mit der chinesischen Auto-Konkurrenz annehmen und dürfe ihnen nicht von vornherein Märkte schenken. Chinesische Firmen sind inzwischen allerdings auch bei der Produktion von elektrischen Autos ganz vorne dabei.

Söder und BMW-Chef kritisieren auch US-Zollpolitik

Darüber hinaus kritisierte Söder, wie auch der anwesende designierte BMW-Chef Milan Nedeljkovi?, die US-Zollpolitik. Protektionismus sei immer schlecht für den Handel, "und wenn man eine Exportnation ist, braucht man freien Handel. Deswegen sind wir gegen Zölle", sagte Söder.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,27
Hebel: 21,09
mit starkem Hebel
Ask: 0,87
Hebel: 6,55
mit moderatem Hebel
Smartbroker
UBS
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WA8WB5 UH01W0. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer