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Studie

KI-Videos verunsichern viele Menschen 22.10.2026, 12:11 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Künstlich erzeugte Videos verunsichern einer Studie zufolge viele Menschen in Deutschland. Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) gaben an, Videos generell weniger zu vertrauen als früher, wie aus der Studie "Video Trends 2026" hervorgeht, die die Landesmedienanstalten bei den Medientagen München vorgestellt haben.

Viele Menschen können demnach KI-Videos kaum noch von echten unterscheiden. Von den 79 Prozent, die schon einmal KI-Videos begegnet sind, haben 68 Prozent bereits ein KI-Video irrtümlich für echt gehalten. 77 Prozent haben Sorge, durch solche Videos gezielt getäuscht zu werden. 81 Prozent geben an, inzwischen häufiger an der Echtheit von Videos zu zweifeln. Wer häufiger mit KI-Videos in Kontakt kommt, vertraut Videos laut Studie auch weniger.

Die große Mehrheit der Befragten wünscht sich deshalb strengere Regeln. 91 Prozent wollen, dass KI-Inhalte etwa bei Nachrichten und politischen Themen gekennzeichnet werden. Rund 90 Prozent wollen wissen, wie viel Künstliche Intelligenz in einem Video steckt, 89 Prozent wollen, dass Plattformen stärker kontrolliert werden. 83 Prozent befürworten ein Verbot bestimmter Formen von KI-Videos und sogenannter Deepfakes, also mit Hilfe von KI manipulierter Bilder, Videos oder Stimmen.

Nicht jeder Einsatz von KI wird kritisch gesehen

Besonders wichtig ist den Befragten, dass der Einsatz von KI bei Nachrichten und aktuellem Zeitgeschehen erkennbar ist (88 Prozent). Bei Wissens- und Erklärvideos sind es 83 Prozent. Auch bei Alltags- und Lifestyle-Inhalten wollen zwei Drittel (67 Prozent) wissen, ob KI eingesetzt wurde. Wenn KI Videos technisch verbessert oder für kreative Effekte eingesetzt wird, haben die meisten Befragten damit kein Problem. Kritischer sehen sie es dagegen, wenn reale Ereignisse oder Personen täuschend echt verändert werden.

"Die Video Trends 2026 zeigen: Wenn KI zum Einsatz kommt, besteht große Unsicherheit, ob ein Video authentisch, verändert oder vollständig künstlich erzeugt ist", sagte der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Thorsten Schmiege in einer Mitteilung. Bei Nachrichten und politischen Inhalten brauche es klare Kennzeichnung und Regeln für KI sowie eine wirksame Durchsetzung.

Für die Untersuchung wurden 3.174 Personen ab 14 Jahren mit Internetzugang befragt, und zwar vom 22. Mai bis 10. Juni 2026.

Die Medientage München sind mit erwarteten mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines der größten Branchentreffen im deutschsprachigen Raum. Die dreitägige Konferenz findet in diesem Jahr zum 40. Mal statt.

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