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Tarifabschluss bei Postbank - Streiks abgewendet 02.07.2026, 11:25 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Mit einem Tarifkompromiss haben Gewerkschaften und Arbeitgeber Streiks bei der Postbank in letzter Minute abgewendet. Verdi bricht nach eigenen Angaben eine bereits laufende Urabstimmung über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen bei der Postbank ab, die zur Deutschen Bank gehört.

Nach übereinstimmenden Angaben läuft der neue Tarifvertrag über 28 Monate. Er bringt den rund 9.000 Beschäftigten in zwei Stufen höhere Gehälter. Sofort steigen die Entgelte für alle Beschäftigten pauschal um 175 Euro, was insbesondere den unteren Einkommensgruppen zugutekommt. Im Schnitt entspricht das 4,5 Prozent mehr Geld, wie Verdi berechnet hat.

Zum Juli 2027 folgt dann eine prozentuale Erhöhung um 2,9 Prozent. Die Vergütungen der Auszubildenden sollen insgesamt um 150 Euro steigen. Die Übernahmevereinbarung für sie wurde bis 2028 verlängert. Auch wurde laut Verdi das Vertriebsnetz mit mindestens 300 Filialen und 13 digitalen Beratungszentren bis März 2028 gesichert.

Warnstreiks und Urabstimmung

Mit Verweis auf die Milliarden-Gewinne der Konzernmutter Deutsche Bank hatte Verdi für die Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten acht Prozent mehr Geld verlangt, mindestens aber 300 Euro pro Monat. Auszubildende sollen 200 Euro mehr bekommen.

Nach drei Verhandlungsrunden und Warnstreiks hatte Verdi die Gespräche zunächst für gescheitert erklärt und eine Urabstimmung eingeleitet, die an diesem Freitag (3. Juli) enden sollte. Dazu kommt es jetzt nach dem Kompromiss in der vierten Runde nicht mehr. Stattdessen sollen die Beschäftigten bis zum 24. Juli über die Annahme des Tarifergebnisses entscheiden, erläuterte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

Die Deutsche Bank DE0005140008 bezeichnete die Einigung als "Abschluss mit Augenmaß". Er schaffe Sicherheit für die Beschäftigten, lasse der Bank aber die nötige Flexibilität für den Umbau des Privatkundengeschäfts. Auf den Finanzausblick habe der Abschluss keine Auswirkung. An den Verhandlungen waren auch die Gewerkschaften Komba und DPVKOM beteiligt.

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