US-Vorwahl

Mamdani-Kandidaten siegen, Kennedy-Enkel scheitert 24.06.2026, 18:22 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Bei einer Vorwahl der Demokraten in New York vor den US-Zwischenwahlen im November haben sich Kandidaten des amtierenden linken Bürgermeisters und ausgesprochenen Trump-Gegners Zohran Mamdani durchgesetzt. Drei von dem demokratischen Sozialisten unterstützte Kandidaten siegten laut vorläufigen Wahlergebnissen in zentralen Bezirken der größten Stadt der USA. Ein Kennedy-Enkel hingegen konnte sich nicht durchsetzen.

Rund sechs Monate nach Amtsantritt galt die Wahl auch als Stimmungstest für Mamdani, dessen Inhalte einen Gegenpol zur Trump-Administration bilden - von Mietpreiskontrollen und höheren Steuern für Millionäre bis hin zu einer einwanderungsfreundlichen Haltung.

Bei den Vorwahlen wurde darüber abgestimmt, wer im November für die Demokraten für Sitze im Repräsentantenhaus kandidiert. Das Repräsentantenhaus ist eine der beiden Kammern des amerikanischen Kongresses. Alle 435 Sitze werden alle zwei Jahre neu gewählt. Da die Wahlkreise, in denen etwa die Mamdani-Kandidaten gewonnen haben, fest in demokratischer Hand sind, sind die dortigen Vorwahlsieger in der Regel bereits die künftigen Abgeordneten.

Mamdani als "neuer Strippenzieher"

Mamdani unterstützte etwa die 32-jährige Doktorandin Darializa Avila Chevalier, die auch Bekanntheit durch ihr Engagement bei den propalästinensischen Protesten an der Columbia-Universität erlangt hat. Brad Lander ging mit dem Versprechen ins Rennen, sich als jüdischer Abgeordneter für die Menschenrechte der Palästinenser und gegen jede Form von Judenfeindlichkeit einzusetzen. Er gewann gegen Dan Goldman, dem eine wichtige Rolle im ersten Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump zugekommen war; er vertritt eine proisraelische Linie. Siegerin Claire Valdez spricht sich etwa für die Abschaffung der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE, Mietpreiskontrollen und öffentlichen Wohnungsbau aus.

Die drei Kandidaten setzten sich gegen zwei amtierende Demokraten und gegen die Wahlempfehlung einer abtretenden Kandidatin durch, was Beobachter als Anzeichen für einen möglichen Machtwechsel innerhalb der Demokratischen Partei sehen hin zu einer neuen Generation dezidiert linker Politiker. CNN nannte Mamdani etwa den "neuen Strippenzieher", der das demokratische Establishment unter Druck setze.

Eine weitere viel beachtete Kandidatur war die von Jack Kennedy Schlossberg, Enkel des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, in einem Wahlbezirk in Manhattan. Schlossberg hatte zuletzt unter anderem als Journalist gearbeitet und war erstmals für ein politisches Amt angetreten, unterlag jedoch dem erfahrenen Mitbewerber Micah C. Lasher.

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