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WDH/ROUNDUP/Aktien Europa Schluss

Verluste - Rückschritt in Iran-Verhandlungen 01.06.2026, 18:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
FTSE 100 10.329,12 PKT -0,44 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 6.037,21 PKT +0,09 % Ariva Indikation
CAC 40 8.137,74 PKT -0,27 % Ariva Indikation
SMI 13.349,44 PKT -1,09 % Ariva Indikation

(Schlagwort in der Überschrift ergänzt.)

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkten hat es zu Wochenbeginn an neuem Schwung gefehlt. Getrübt wurde das Bild davon, dass es in den Verhandlungen um eine Beendigung des Iran-Kriegs mit gegenseitigen Angriffen wieder einen Rückschlag gab.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 fiel letztlich um 0,26 Prozent auf 6.034,95 Punkte, nachdem im Tagestief sogar die 6.000-Zähler-Marke ins Wanken geraten war. Außerhalb des Eurogebiets stand vor allem die schweizerische Börse wegen schwacher Pharmawerte unter Druck. Der Leitindex SMI CH0009980894 sank in Zürich um 1,75 Prozent 13.305,40 Punkte. In London gab der FTSE 100 GB0001383545 um 0,68 Prozent auf 10.338,95 Zähler nach.

Nach US-Bombardierungen am Wochenende wurde von den iranischen Revolutionsgarden ein Vergeltungsschlag vermeldet. Außerdem berichtete die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde den Austausch von Nachrichten mit den USA aus Protest gegen die Eskalation Israels im Libanon einstellen.

Marktbeobachter Timo Emden verglich die Lage mit "geopolitischem Ping-Pong". Auf jede Friedenshoffnung folgten neue Zweifel und auf Zuversicht wieder Ernüchterung. Im Iran-Krieg war es erneut zu gegenseitigen Brüchen der Waffenruhe gekommen. Nach US-Bombardierungen in der südlichen iranischen Provinz Hormusgan am Wochenende meldeten die iranischen Revolutionsgarden am Morgen einen Vergeltungsschlag.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 EU0009658202 schnitten die Aktien von Öl- und Gaskonzernen EU0009658780 als Profiteur wieder anziehender Ölpreise am besten ab. Die Ölpreise zogen vor allem infolge des Berichts an, dass der Iran die Verhandlungen mit den USA wohl auf Eis legen wolle.

Gefragt waren auch die Anteilsscheine von Technologie- EU0009658921 und Telekommunikationsunternehmen EU0009658947. Mt einer sprunghaften Erholung der SAP DE0007164600-Aktien war Technologie geprägt vom Softwarebereich und von Aussagen des Nvidia US67066G1040-Chefs Jensen Huang. Dieser hatte im Rahmen einer Fachkonferenz seine Meinung wiederholt, dass KI für den Softwarebereich keine Bedrohung sei.

Gewinne konnten Anleger noch im Mediensektor erzielen, angeführt von einer Erholung bei Aktien von Wolters Kluwer NL0000395903 und Relx GB00B2B0DG97, die sich auch von Sorgen vor KI-Gegenwind erholten. Aus dem erweiterten Medienbereich konnten sich die Titel von Universal Music NL0015000IY2 letztlich knapp ins Plus retten. Der Musikkonzern hatte die Kaufofferte der vom US-Investor Bill Ackman geführten Pershing Square Capital GG00BPFJTF46 als zu niedrig abgelehnt.

Schwäche zeigten dagegen vor allem die Gesundheitswerte EU0009658723 mit den beiden Schweizer Pharmagrößen Novartis CH0012005267 und Roche CH0012032048, deren Titel jeweils mehr als drei Prozent einbüßten. Händler sprachen hier nach einer starken Entwicklung im Mai von Gewinnmitnahmen.

Im insgesamt weiter von den Iran-Sorgen getrübten Reise- und Freizeitsektor CH0019112744 ragte Easyjet GB00B7KR2P84 mit einem Kurssprung um zehn Prozent heraus. Die US-Investmentgesellschaft Castlelake hatte am Freitagabend vorherige Gerüchte bestätigt, dass sie sich in einem frühen Stadium von Überlegungen zur Abgabe eines Kaufgebots für die Billigfluglinie befindet.

In Paris knackten die Anteile von Schneider Electric FR0000121972 mit einem Kursplus von 2,3 Prozent ihren Korrekturtrend seit dem Rekord vor fast einem Monat. Zuvor hatte Goldman-Analystin Daniela Costa in ihrer Studie auf die bis zu 75 Milliarden Euro schwere Kooperation mit der japanischen Softbank Group JP3436100006 beim Aufbau von KI-Rechenzentren in Frankreich verwiesen.

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