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Wüst

NRW-Interessen müssen auf EU-Ebene Gehör finden 30.06.2025, 16:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Vor einem Spitzengespräch der wichtigsten NRW-Unternehmenschefs in Brüssel hat Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die Bedeutung der nordrhein-westfälischen Wirtschaft für die Europäische Union (EU) betont. Die Wirtschaftskraft von NRW liege 20 Prozent über dem EU-Durchschnitt, sagte Wüst in Düsseldorf. Das gehe aus einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Staatskanzlei hervor.

Das mit rund 18 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Bundesland sei wie kaum eine andere Region "Taktgeber und Möglichmacher". NRW könne wirtschaftlich mit ganzen Staaten mithalten. So sei das NRW-Bruttoinlandsprodukt höher als etwa das von Polen.

"Wer Europa wirtschaftlich denkt, der muss Nordrhein-Westfalen mitdenken", sagte Wüst. "Europa und unsere Industrie sind untrennbar verbunden." Immer mehr wirtschaftliche Rahmenbedingungen würden in Brüssel gesetzt - und NRW sei als industrielles Zentrum von den Entwicklungen besonders betroffen, sagte Wüst. "Deshalb ist es entscheidend, dass unsere Interessen auch auf europäischer Ebene Gehör finden."

Treffen mit von der Leyen in angespannter Zeit

Zwölf Vorstandsvorsitzende großer Unternehmen und Wüst (CDU) treffen sich an diesem Mittwoch (2. Juli) mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel. An dem Arbeitsessen nehmen nach Angaben der NRW-Staatskanzlei die Vorstandsvorsitzenden von Eon , Henkel , Evonik , Uniper , Thyssenkrupp , DHL, Rheinmetall , Hochtief , Rewe, Lufthansa , Covestro und Lanxess teil. Die an dem Treffen in Brüssel beteiligten Vorstandschefs repräsentieren mit ihren Unternehmen rund 500 Milliarden Euro Umsatz und knapp 1,5 Millionen Beschäftigte.

Die wirtschaftliche Lage in NRW ist derzeit angespannt. Laut dem zweiten Konjunkturbericht des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung wird für NRW im laufenden Jahr mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent gerechnet. Hohe Energiepreise und der internationale Wettbewerbsdruck belasteten die Industrie weiterhin, doch sie gewinne zunehmend an Stabilität, so das RWI. So rechnet das RWI 2026 für NRW wie für ganz Deutschland mit einem Plus von insgesamt 1,5 Prozent./dot/DP/nas

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