Anzeige
+++Kupfer-Junior startet Bohrung: Ramp Metals stieg von 0,15 auf 1,80 CAD – zieht dieser Nachbar jetzt nach? Ramp Metals stieg von 0,15 auf 1,80 CAD – zieht dieser Nachbar jetzt nach?+++
Creditreform

Firmengründungen sinken auf Tiefstand 04.09.2025, 09:13 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Die Anzahl der Firmengründungen in Deutschland ist einer Untersuchung zufolge auf einen Tiefstand gesunken. Wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und die Auskunftei Creditreform mitteilten, wurden im vergangenen Jahr 160.852 Unternehmen gegründet und damit 0,2 Prozent weniger als 2023. So niedrig war die Zahl in der vorliegenden, 30 Jahre zurückreichenden Statistik noch nie. 

1995 waren es nach den Daten rund 240.000 Gründungen gewesen. Anfang des vergangenen Jahrzehnts ging es deutlich bergab, dann hielt sich der Wert jahrelang bei circa 170.000. Seit 2022 geht es aber wieder nach unten.

Die Gründe für den Abwärtstrend

Die Studienautoren von Creditreform und ZEW begründeten die Negativentwicklung mit der schwachen Wirtschaftslage, der Konsumflaute und hohen Kosten. Sie verwiesen zudem auf die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine - Energie wurde teurer und weltpolitische Verwerfungen führten zu Verunsicherung. Den Studienautoren zufolge versetzten aber auch strukturelle Probleme Deutschlands dem Gründungsgeschehen einen Dämpfer. Die Infrastruktur wird teilweise als marode bewertet und die Digitalisierung der Behörden als mangelhaft.

«Wirtschaftskrise und Bürokratie bremsen das Gründungsgeschehen massiv», sagt Patrik-Ludwig Hantzsch, Sprecher des Verbandes der Vereine Creditreform. Die Rahmenbedingungen für Unternehmensgründer seien in den vergangenen Jahren schlechter geworden, etwa wegen des Fachkräftemangels.

Unterschiedliche Zahlen

Das Statistische Bundesamt kam beim Thema Gründungen zu anderen Zahlen. Laut Behördenangaben vom Februar wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 120.900 Betriebe von größerer wirtschaftlicher Bedeutung gegründet und damit 2,1 Prozent mehr als 2023. 

Die Fachleute vom ZEW und von Creditreform gingen bei ihrer Analyse methodisch aber anders vor und bezogen auch Unternehmensgründungen ein, die das Amt außen vor gelassen hatte. Nach Einschätzung von Creditreform gab es vor der Wende in der alten Bundesrepublik pro Jahr weniger Unternehmensgründungen als 2024 - ein historischer Tiefststand in der Bundesrepublik ist also nicht erreicht.

Viele Gründungen in München 

Regional gibt es große Unterschiede. In München kamen im vergangenen Jahr 71 Unternehmensgründungen auf 10.000 Erwerbsfähige, in Leverkusen waren es 62 und Düsseldorf 59. Im Kyffhäuserkreis (15) und Sömmerda (12) - beide in Thüringen - war das Gründungsgeschehen hingegen nur schwach ausgeprägt. Auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen waren die Werte niedrig. 

Blickt man auf die Branchen, so zog das Gründungsgeschehen im Gastgewerbe an. In der Baubranche ging es hingegen bergab, was die Studienautoren auf gestiegene Preise für Rohstoffe und Energie sowie Zinssteigerungen zurückführen. Auch im Handel wurden weniger Unternehmen ins Leben gerufen.

© dpa-infocom, dpa:250904-930-995133/1

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer