E-Mail-Konten bleiben für Hacker das leichteste Ziel 24.03.2026, 10:31 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Das Bewusstsein für Cybersicherheit in Deutschland wächst - doch viele Internetnutzer vernachlässigen erheblich den Schutz ihrer E-Mail-Konten. Während der Zugang zum Online-Banking gut abgesichert wird, bleibt das E-Mail-Postfach ein leichtes Ziel für Kriminelle – mit fatalen Folgen. Das zeigt eine repräsentative YouGov-Umfrage unter 2.126 Personen im Auftrag der Initiative Sicher Handeln (ISH).

Falsche Prioritäten bei der Kontosicherheit

Für viele Kriminelle sei nicht das Bankkonto, sondern das E-Mail-Postfach das attraktivste Ziel, sagte Harald Schmidt, Sprecher der ISH und Vertreter der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention. «Das E-Mail-Konto ist für Hacker der eigentliche Generalschlüssel.» 

Dennoch halten demnach 37 Prozent der Befragten ihr Online-Banking-Profil für sensibler als ihr E-Mail-Konto. Dementsprechend schützt fast jeder Dritte (30 Prozent) sein Bankkonto mit einer sicheren Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) – kein anderes Konto wird besser geschützt.

Im starken Kontrast dazu steht die vergleichsweise schlechte Absicherung der E-Mail-Postfächer: 17 Prozent der Nutzer verwenden der Umfrage zufolge ihr E-Mail-Passwort mehrfach. Lediglich 15 Prozent greifen auf einen Passwortmanager zurück, 13 Prozent nutzen eine Multi-Faktor-Authentifizierung und nur acht Prozent setzen auf das moderne Sicherungsverfahren Passkeys. 

Bei Passkeys wird das Passwort durch kryptographische Schlüssel wie per Fingerabdruck oder Gesichtsscan ersetzt. Die anhaltende Sorglosigkeit zeigt sich auch darin, dass die Zahlenfolge «123456» laut dem Hasso-Plattner-Institut im Jahr 2025 weiterhin das meistgenutzte Passwort war.

Gravierende Folgen durch unbemerktes Hacken

Ein gehacktes E-Mail-Konto bleibt oft lange unentdeckt, da Täter ihre Spuren verwischen, indem sie etwa E-Mails unbemerkt in Unterordner oder an Drittkonten weiterleiten. 

«Mit dem E-Mail-Account können Kriminelle überall Nutzerprofile anlegen oder auf bestehende Konten zugreifen. Sie setzen Passwörter zurück, sperren den Besitzer aus und übernehmen so die komplette digitale Identität», sagte Schmidt. Hacker nutzen dies unter anderem, um auf Rechnung einzukaufen oder über gekaperte Social-Media-Accounts im Namen der Opfer Geld von Freunden und Verwandten zu erbeuten.

Vorbeugen mit der SHS-Regel

Um sich wirksam zu schützen, empfiehlt die ISH die Verwendung von einzigartigen Passwörtern, Passwortmanagern sowie der Multi-Faktor-Authentifizierung. Zudem rät die Initiative Internetnutzern zur Anwendung der «SHS-Regel» (Stoppen, Hinterfragen, Schützen): Bei Auffälligkeiten im Netz sollten Nutzer kurz innehalten, geforderte Aktionen kritisch hinterfragen und Verdachtsmomente konsequent an die Plattformen melden.

© dpa-infocom, dpa:260324-930-858470/1

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer