China, das Land, welches durch Corona besonders gelitten hat, ist für den deutschen Autohersteller Volkswagen einer der wichtigsten Absatzmärkte. Etwa 40 Prozent des Gewinns konnte man allein in dem Land im vergangenem Jahr erwirtschaften. Die Konkurrenz chinesischer Hersteller wächst allerdings auch, und haben zum Teil Wachstumsraten im dreistelligen Prozentbereich. Der Konzern aus Wolfsburg dagegen hat sogar Marktanteile in der Republik verloren. Nun möchte VW dem entgegenwirken. 

Elektro-Kleinwagen in China beliebter als größere Modelle

Im Bereich der Elektro-Motoren gibt es eine sehr starke Konkurrenz in und aus China (z.B. BYD, Nio etc.). Der VW-Chef im Bereich China, Ralf Brandstätter, erläuterte, dass man der starken Konkurrenz mit günstigen E-Modellen begegnen wolle. Bisher gibt es aber noch keine Innovationen für elektrische Kleinwagen, welche vergleichbar mit dem VW Up oder Polo sind. Man bedient schlichtweg nicht das Segment elektrischer Kleinfahrzeuge. Brandstätter erklärte außerdem, dass VW Angebote von kleineren Limousinen und SUVS unterhalb des ID.4 ausbauen will. Dies soll das Einstiegssegment für elektrische Modelle erweitern.

Die deutschen Autohersteller, wie BMW, VW oder Mercedes erlangten bisher aber vor allem mit größeren E-Modellen ihre Gewinne. Für China allerdings sind Kleinwagen  attraktiver, die Konkurrenz hat mit diesem Segment bisher einen großen Erfolg und kann hohe Wachstumsraten vorweisen.

Chinesische Konkurrenz entwickelt schneller neue Modelle, als der Konzern aus Deutschland

Bisher dauert die Entwicklung neuer E-Autos recht lange. Der Konzern will in Zukunft die Dauer der Entwicklung neuer Modelle verkürzen, um besser auf die Wünsche der Kunden eingehen zu können. VW benötigt ungefähr 4 Jahre für die Entwicklung eines Modells. Die chinesische Konkurrenz dagegen benötigt maximal 2,5 Jahre um neue Modelle präsentieren zu können, ist also um fast die Hälfte schneller. Aufgrund von Qualitätsansprüchen werde man die Geschwindigkeit der chinesischen Konkurrenz aber nicht einholen können. Brandstätter möchte den Ausbau der lokalen Wertschöpfungskette in China stärken, um in manchen Bereichen, schneller zu werden. Ein anderer Vorteil der lokalen Wertschöpfung: Das Geschäft des Konzerns wird von geopolitischen Konflikten nicht mehr so stark beeinflusst.

Börsennews-Redaktion intern / pr

Quelle: BörsenNEWS.de