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Am Donnerstag richten sich wieder alle Augen nach Frankfurt am Main: Die Europäische Zentralbank (EZB) entscheidet über ihre Leitzinsen. Mit Überraschungen ist nicht zu rechnen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird der Einlagensatz unverändert bei 2,0 Prozent bleiben. Doch wer daraus ableitet, dass sich an der Zinslandschaft wenig verändert hat, könnte sich täuschen. Denn die eigentliche Zinswende vollzieht sich möglicherweise unter der Oberfläche.
Mit der Eskalation rund um die Irankrise hat sich die geldpolitische Großwetterlage fundamental verschoben. Der Krieg hat die Energiepreise nach oben getrieben und damit eine neue Inflationsdynamik ausgelöst. Noch zu Jahresbeginn schien die Teuerung im Griff. Im März sprang die Inflation jedoch überraschend auf 2,6 Prozent im Euroraum und auf 2,7 Prozent in Deutschland – für April rechnen viele Beobachter bereits mit Werten oberhalb der Marke von 3 Prozent. Damit rückt das Inflationsziel der EZB wieder in weitere Ferne. Die nächste Bewegung dürfte eher nach oben gehen Genau hier beginnt die eigentliche Zinswende. Auch wenn die EZB stillhält, erwarten viele internationale Institutionen inzwischen eine andere Richtung für die kommenden Monate. Der International Monetary Fund (IMF) geht davon aus, dass die Notenbank im Jahr 2026 gleich zwei Zinserhöhungen vornehmen könnte. Eine erste Anhebung bereits im Juni gilt unter Marktbeobachtern inzwischen als realistisches Szenario. Die Märkte haben auf diese Erwartungen unterdessen reagiert. Besonders sichtbar wird das bei den langfristigen Zinsen. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen sind zuletzt nachhaltig über die 3-Prozent-Marke gestiegen – getrieben vom Irankrieg, höheren Inflationserwartungen und gleichzeitig (noch) robustem Wirtschaftswachstum. Eine schnelle Entspannung ist hier nicht in Sicht. Solange die Renditen hoch bleiben, bleiben entsprechend auch die Finanzierungskosten erhöht. Bauzinsen auf 4-Prozent-Niveau – Entlastung kaum in Sicht Für Immobilieninteressierte ist diese Entwicklung zunächst wenig erfreulich. Die Bauzinsen bewegen sich derzeit wieder um die Marke von rund 4 Prozent – ein Niveau, das viele Käufer in ihren Kalkulationen spürbar belastet. Und selbst ohne unmittelbare Zinserhöhung durch die EZB ist klar: Die Richtung zeigt eher nach oben als nach unten. Gleichzeitig ist Bewegung in den Immobilienmarkt gekommen. Nach einer Phase der Zurückhaltung zeigen die Preise seit zwei Jahren wieder eine moderate, aber stabile Aufwärtsbewegung. Studien deuten darauf hin, dass Wohnimmobilienpreise in Deutschland bis 2027 erneut Höchststände erreichen könnten. Die Zahl der Angebote bleibt begrenzt, während die Nachfrage langsam zurückkehrt. Sollten für Kaufinteressierte in der aktuellen Krisenstimmung interessante Angebote auf dem Immobilienmarkt entstehen, sollten sie diese nutzen – besser dürften die Chancen in den nächsten Jahren kaum werden. +++++ Über den Autor Oliver Kohnen ist seit 2023 bei Baufi24 als Head of Franchise tätig, seit 2024 auch als Geschäftsführer neben Tomas Peeters. Zuvor war er bei verschiedenen Instituten der Finanzbranche beschäftigt. Er bewertet in seinem Zinskommentar regelmäßig die wirtschaftspolitische Lage und deren Auswirkungen auf die Bauzinsen. Über Baufi24 Die Baufi24 Baufinanzierung GmbH ist mit 200 Mitarbeitenden an über 70 Standorten deutschlandweit einer der marktführenden unabhängigen Vermittler für Immobilienfinanzierungen und steht für smarte, innovative Baufinanzierung. Baufi24 vergleicht für Kundinnen und Kunden die Angebote von mehr als 500 Banken, Versicherungen und Bausparkassen mit dem Ziel, Transparenz auf dem Konditionsmarkt zu schaffen und schnelle Finanzierungszusagen zu ermöglichen. Seit April 2022 gehört Baufi24 zur dann gegründeten Bilthouse-Gruppe. Sie vereint als Holding die erfolgreichen Marken von Baufi24, Hüttig & Rompf und Creditweb. Gemeinsam setzen die Unternehmen auf persönliche, digital gestützte und vor allem transparente Finanzierungsberatung für Menschen, die eine Immobilie suchen. Um einen klaren Mehrwert für Endkunden zu schaffen, gehört auch Kredit24 für Privatkredite dazu. Das B2B-Fintech FinLink komplettiert das Angebot als CRM für die Immobilienfinanzierung. Aktuell beschäftigt die Gruppe rund 700 Mitarbeitende mit einem vermittelten Baufinanzierungsvolumen von rund fünf Milliarden Euro pro Jahr. Baufi24 wurde im Jahr 2025 als zweitbester Baufinanzierungsvermittler vom Wirtschaftsmagazin €uro ausgezeichnet. +++++ Die oben aufgeführten Aussagen stehen Ihnen zur freien redaktionellen Verwendung zur Verfügung. Auf Anfrage sind Pressefotos von Oliver Kohnen erhältlich. Pressekontakt: Dirk Ulmer Kerl & Cie Kommunikationsberatung Telefon: +49 160 972 378 73 E-Mail: bilthouse@kerlundcie.de Emittent/Herausgeber: Baufi24 GmbH Schlagwort(e): Immobilien
Veröffentlichung einer Mitteilung, übermittelt durch EQS Group. |
Die Zinswende ist bereits im Gang 28.04.2026, 16:44 Uhr von EQS News Jetzt kommentieren: 0
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