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EQS-News: Erste Group Bank AG
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Erste Group: Starkes operatives Ergebnis - strategischer Fortschritt in Polen
In den ersten sechs Monaten 2026 hat die Erste Group Bank AG („Erste Group“) ihre strategische Position als führender Finanzdienstleister in Zentraleuropa weiter gestärkt und wichtige Kennzahlen weiter verbessert. Die Konsolidierung der neu erworbenen polnischen Bank verbesserte die Ergebnisse der Bankengruppe im ersten Halbjahr signifikant. Auch unter Ausklammerung des Konsolidierungseffekts zeigen die Zahlen der Gruppe, dass das organische Wachstum weiterhin stark und intakt ist. „Das kräftige Wachstum unseres Kreditportfolios in den vergangenen sechs Monaten hat uns bereits an unser ursprüngliches Kreditvolumenziel von 285 Milliarden Euro herangeführt. Daher erhöhen wir dieses nun auf 290 Milliarden Euro. Mit diesem Wachstumsanspruch und unserer einzigartigen Präsenz mit acht führenden Banken in Zentraleuropa festigen wir unsere Position als unangefochtener Kreditgeber und Finanzierungspartner der Region.“ sagt Peter Bosek, CEO der Erste Group. „Damit die Region ihren Wachstumskurs fortsetzen kann, sind Investitionen in die Infrastruktur der Zukunft erforderlich. Wir stehen bereit, Unternehmen und die öffentliche Hand dabei zu unterstützen und unseren Beitrag zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung und wachsendem Wohlstand in Zentraleuropa zu leisten.“ Erträge profitieren vom starken Kundengeschäft in robusten Volkswirtschaften Das organische Wachstum und robuste Volkswirtschaften der Region ließen das Kreditvolumen trotz der geopolitisch bedingten Volatilität seit Jahresbeginn auf vergleichbarer Basis (ohne Polen) um 4,0 % steigen. Dieses Wachstum zeigte sich in nahezu allen Märkten, wobei die Nachfrage der Kund:innen nach Finanzierungen insbesondere in Tschechien, Ungarn, Kroatien und Österreich hoch war. Einschließlich des Kreditportfolios der Erste Bank Polska in Höhe von 41,4 Milliarden Euro stiegen die Kundenkredite um 21,9 % und erreichten ein Gesamtvolumen von 282,7 Milliarden Euro (Dezember 2025: 232,0 Milliarden Euro). Die Tochtergesellschaften der Erste Group ohne Polen vergaben 60.000 neue Wohnbaukredite und trugen damit zu einem insgesamt gewachsenen Kreditgeschäft im Privatkundensegment bei. Im Firmenkundensegment spiegelte das Neugeschäft von mehr als 4 Milliarden Euro eine gestiegene Nachfrage nach Investitionsfinanzierungen wider. Bei den Einlagen konnte im ersten Halbjahr auf vergleichbarer Basis (ohne Polen) ein Plus von 4,5 % verzeichnet werden. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung in den etablierten Märkten der Erste Group waren vor allem gestiegene Einlagen im Firmenkundengeschäft in Tschechien und Österreich sowie positive Wechselkurseffekte bei Einlagen in Ungarn. Unter Einbeziehung der Einlagen der Erste Bank Polska, die sich auf 59,3 Milliarden Euro belaufen, stieg das Einlagenvolumen der Gruppe um 27,9 % auf 323,7 Milliarden Euro (Dezember 2025: 253,0 Milliarden Euro). Vor dem Hintergrund des veränderten Zinsumfelds im Euroraum sowie in anderen Währungsräumen unterstützte das Wachstum im Kundengeschäft die erfreuliche Entwicklung der Kernerträge. Ohne die Erste Bank Polska konnte der Zinsüberschuss um 6,1 % gesteigert werden. Einschließlich der polnischen Bank wuchs der Zinsüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 42,3 % auf 5,4 Milliarden Euro (H1 2025: 3,8 Milliarden Euro). Der Provisionsüberschuss wuchs auf vergleichbarer Basis um 8,8 %. Unter Einbeziehung Polens stieg er um 25,1 % auf 1,9 Milliarden Euro (H1 2025: 1,5 Milliarden Euro). Neben der Konsolidierung der Erste Bank Polska war dafür auch ein Aufwärtstrend im Wertpapiergeschäft ausschlaggebend. Das von der Erste Asset Management verwaltete Vermögen (AuM) stieg seit Dezember 2025 um 7,6 % auf knapp 112 Milliarden Euro. Nicht berücksichtigt sind dabei rund 7,7 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen der polnischen Fondsgesellschaft Erste TFI. Das hohe Interesse der Kund:innen an Wertpapierveranlagungen zeigte sich auch bei den monatlichen Fondssparplänen: Ihre Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 21,4 % auf insgesamt 2,2 Millionen. Im Jahresvergleich trug diese Wachstumsdynamik zu einem Anstieg der Betriebserträge um 8,3 % auf vergleichbarer Basis bei. Zählt man den Beitrag der Erste Bank Polska hinzu, legten die Betriebserträge sogar um 40,4 % auf knapp 8,0 Milliarden Euro zu (H1 2025: 5,7 Milliarden Euro). Die Betriebskosten stiegen im Jahresvergleich auf vergleichbarer Basis um 3,4 %. Das entspricht den Erwartungen und ist auf höhere Personalaufwendungen und Fremdwährungseffekte zurückzuführen. Inklusive der Erste Bank Polska lagen die Betriebsaufwendungen bei insgesamt 3,5 Milliarden Euro (H1 2025: 2,7 Milliarden Euro). Sie stiegen damit um 30,7 %. Entsprechend wuchs das Betriebsergebnis im Jahresvergleich auf vergleichbarer Basis um 12,7 % an. Rechnet man die Erste Bank Polska hinzu, stieg das Betriebsergebnis um 49,3 % auf 4,4 Milliarden Euro (H1 2025: 3,0 Milliarden Euro). Im Ergebnis verbesserte sich die Kosten-Ertrags-Relation auf 45,6 % auf vergleichbarer Basis oder auf 44,4 %, wenn man Polen mit einbezieht (H1 2025: 47,7 %). Starke operative Performance stärkt die Kapitalbasis Aufgrund erwarteter Einmaleffekte im ersten Quartal durch die Integration der Erste Bank Polska stiegen die Risikokosten im ersten Halbjahr auf 583 Millionen Euro. Die nach IFRS 9 erfassten Einmaleffekte beliefen sich auf 302 Millionen Euro. Weitere 60 Millionen Euro entfielen auf das bestehende Kreditportfolio der Erste Bank Polska. Trotz volatiler Märkte und geopolitischer Unsicherheiten blieben die Risikokosten in den etablierten Märkten der Erste Group mit 221 Millionen Euro auf konsistent niedrigem Niveau (H1 2025: 182 Millionen Euro). Die Qualität des Kreditportfolios blieb ebenfalls robust. Die NPL-Quote bewegte sich mit 2,3 % ebenfalls auf einem weiterhin niedrigen Niveau (Dezember 2025: 2,4 %). Die Belastung durch Bankensteuern verdoppelte sich nahezu im ersten Halbjahr auf 392 Millionen Euro (H1 2025: 197 Millionen Euro). Ausschlaggebend dafür waren höhere Belastungen in Ungarn (109 auf 189 Millionen Euro) und Rumänien (20 auf 39 Millionen Euro) sowie die erstmalige Verbuchung der Bankenabgabe in Polen (98 Millionen Euro). Darüber hinaus fallen in der Slowakei Bankensteuern von 33 Millionen Euro an, die in der Position Steuern vom Einkommen verbucht wurden (H1 2025: 32 Millionen Euro). Der Nettogewinn der Erste Group stieg auf vergleichbarer Basis um 7,6 %. Einschließlich der Erste Bank Polska und der Einmaleffekte belief sich der Nettogewinn auf 2,0 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 18,6 % entspricht (H1 2025: 1,7 Milliarden Euro). Trotz der Effekte aus der Erstkonsolidierung der polnischen Tochtergesellschaft blieb Zentraleuropa der klare Ergebnistreiber der Gruppe und steuerte zwei Drittel zum gesamten Nettogewinn bei. Die starke Entwicklung des Kerngeschäfts der Gruppe stärkte die Kapitalausstattung der Gruppe. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 15,2 % (Dezember 2025: 19,3 %). „Die Konsolidierung unserer neuen polnischen Tochterbank hat sich erwartungsgemäß positiv in den ausgewiesenen Zahlen niedergeschlagen. Gleichzeitig sind wir auch in unseren etablierten Märkten im Kerngeschäft stark gewachsen“, sagte Stefan Dörfler, CFO der Erste Group. „Unsere soliden Ergebnisse geben uns den Spielraum, weiter konsequent in unsere Plattform zu investieren. Damit werden wir als Gruppe effizienter, schneller und skalierbarer – und können für unsere 23 Millionen Kundinnen und Kunden sowie unsere Investoren weiterhin bestmögliche Leistungen zu erbringen.“ Erste in Polen: Markenaufbau auf Kurs, Kundenloyalität bleibt hoch Die Übernahme eines beherrschenden 49 %-Anteils der Erste Bank Polska wurde im Jänner 2026 erfolgreich abgeschlossen. Seither verläuft die Integration der polnischen Tochtergesellschaft in die Erste Group planmäßig. Mit einer umfassenden Rebranding-Kampagne im April 2026 wurde die Marke Erste erfolgreich im polnischen Markt eingeführt. Die mehr als 300.000 Neukund:innen, die die Erste Bank Polska im ersten Halbjahr 2026 gewinnen konnte, unterstreichen das Vertrauen der polnischen Kund:innen in das kundenorientierte Banking der Erste. Aufbauend auf der starken Position der Erste Bank Polska im Privat- und Firmenkundengeschäft sieht die Erste Potenzial, ihr Angebot für Firmenkunden in der Region weiter auszubauen. Mit dem planmäßig voranschreitenden Rebranding geht die Integration der Erste Bank Polska nun in die nächste Phase. Im Mittelpunkt steht dabei die vollständige technische Anbindung der Bank an die Infrastruktur der Erste Group. Parallel dazu schreitet die rechtliche und organisatorische Integration der Erste-Tochtergesellschaften in Polen voran. Dazu zählen die Eingliederung der Erste TFI in die Erste Asset Management sowie der Erste Securities Polska in die Erste Bank Polska. Ausblick für 2026 auf vergleichbarer Basis ohne Polen angehoben Für das Geschäft der Erste Group in ihren sieben etablierten Kernmärkten (Österreich, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Ungarn, Kroatien und Serbien) wird ein gesundes Kreditwachstum von 6-8 % erwartet (gegenüber mehr als 5 % in der bisherigen Prognose). Die Geschäftsentwicklung, gemessen am Betriebsergebnis, sollte sich gegenüber dem Vorjahr verbessern: Der Zinsüberschuss sollte um etwa 5 % steigen, der Provisionsüberschuss sollte um 7-9% (statt mehr als 5 %) steigen. Die Betriebskosten dürften um etwa 3 % zulegen. Entsprechend sollte sich die Kosten-Ertrags-Relation von 48 % im Jahr 2025 auf unter (statt rund) 47 % im Jahr 2026 verbessern. Bei den Risikokosten wird mit 20 bis 25 Basispunkten ein ähnlich niedriges Niveau wie 2025 erwartet. 2026 Ausblick mit Polen erhöht Für die nunmehr acht Kernmärkte (inklusive Polen) wird ein Anstieg der Kundenkredite auf rund 290,0 Milliarden Euro (statt mehr als 285,0 Milliarden Euro) erwartet. Für 2026 rechnet die Erste Group heuer mit einer Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 20 % (statt circa 19 %). Das Ergebnis je Aktie soll somit um mehr als 20 % steigen. Vergleichsbasis dafür ist der um Einmaleffekte bereinigte Nettogewinn 2025. Dieser wird mit dem ausgewiesenen Nettogewinn 2026 verglichen. Finanzambition bis 2030: Verdoppelung von Gewinn je Aktie auf über 15 Euro angepeilt Zusätzlich zum angehobenen Ausblick für 2026 hat die Erste Group ihre finanziellen Ambitionen bis 2030 veröffentlicht. Die Gruppe strebt eine Verdoppelung des Ergebnisses je Aktie (EPS) bis 2030 auf über 15 Euro an. Ausgangsbasis für diesen Vergleich ist der bereinigte Gewinn je Aktie von 2025 in Höhe von 7,72 Euro. Angepeilt wird somit eine durchschnittliche, jährliche EPS-Wachstumsrate (CAGR) von ca. 15% im Zeitraum von 2025 bis 2030. Gleichzeitig strebt die Erste Group eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 20 % während des Prognosezeitraums an. Die finanziellen Ziele stützen sich auf nachhaltiges Wachstum im Kredit-, Einlagen- und Asset-Management-Geschäft, getragen von der starken Wirtschaftsentwicklung in Zentraleuropa. Darüber hinaus setzt die Erste Group auf mögliche Akquisitionen in Polen und der Region, weitere Effizienzgewinne durch ihre Größe, ein solides Kreditumfeld sowie eine attraktive Kapitalausschüttung mit Dividenden und Aktienrückkäufen. Den Annahmen liegt ein weiterhin positives Zinsumfeld zugrunde. Zudem wird von einer weitgehend stabilen geopolitischen Lage über den gesamten Prognosezeitraum sowie von unveränderten Rahmenbedingungen bei Bankenabgaben, regulatorischen Anforderungen und der allgemeinen Steuerbelastung ausgegangen.
Die Erste Group ist die führende Bankengruppe in Zentraleuropa. Seit ihrer Gründung als erste österreichische Sparkasse im Jahr 1819 steht sie für finanzielle Teilhabe und die Förderung wirtschaftlichen Wohlstands. Heute betreut die Gruppe mehr als 23 Millionen Kund:innen in acht Kernmärkten: Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Tschechien und Ungarn. Die Erste Group bietet Privat‑, Firmen‑ und institutionellen Kund:innen ein breites Spektrum an Bank‑ und Finanzdienstleistungen – von Retail‑ und Private Banking über Corporate und Transaction Banking bis hin zur Vermögensverwaltung. Dabei kombiniert die Erste Group digitale Innovationen mit einem starken Filialnetz. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Gruppe einen Nettogewinn von 2,0 Milliarden Euro. Die CET1‑Quote lag bei 15,2 %. Mehr als 55.000 Mitarbeiter:innen tragen zum Erfolg der Gruppe bei. Die Bilanzsumme lag bei 461,1 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.erstegroup.com
Zusatzmaterial zur Meldung: Datei: Peter Bosek_c Pavel Becker Datei: Stefan Dörler_c Pavel Becker
30.07.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS Group |
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| EQS News ID: | 2373938 |
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2373938 30.07.2026 CET/CEST