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ESOC 2026: Steigende Schlaganfallraten verdeutlichen zunehmende ethnische und sozioökonomische Ungleichheiten in der Bevölkerung, so eine große Studie 06.05.2026, 00:05 Uhr von EQS News Jetzt kommentieren: 0

EQS-News: ESOC 2026 / Schlagwort(e): Sonstiges/Sonstiges
ESOC 2026: Steigende Schlaganfallraten verdeutlichen zunehmende ethnische und sozioökonomische Ungleichheiten in der Bevölkerung, so eine große Studie

06.05.2026 / 00:05 CET/CEST
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MAASTRICHT, Niederlande, 6. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Eine neue Studie, die heute auf der European Stroke Organisation Conference (ESOC) 2026 vorgestellt wurde, zeigt, dass nach einem jahrzehntelangen Rückgang die Schlaganfallhäufigkeit wieder ansteigt, und zwar aufgrund höherer Raten in einigen ethnischen Minderheiten und vor allem in sozioökonomisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Diese Ergebnisse spiegeln allgemeinere Muster wider, die in verschiedenen städtischen Bevölkerungen auf der ganzen Welt zu beobachten sind. Sie weisen auf zunehmende gesundheitliche Ungleichheiten hin und unterstreichen die dringende Notwendigkeit, die Inanspruchnahme von Programmen für kardiovaskuläre Risiken in allen sozioökonomischen und ethnischen Gruppen zu verbessern.

In dieser 30-Jahres-Analyse wurde untersucht, wie sich das Schlaganfallrisiko in verschiedenen ethnischen und sozioökonomischen Gruppen in einer Bevölkerung von 333.000 Menschen im Süden Londons unterscheidet, von denen 7.726 einen Schlaganfall erlitten. Nach einem Rückgang um 34 % zwischen 1995-1999 und 2010-2014 (von 198 auf 131 Fälle pro 100.000 Menschen) stieg das Schlaganfallrisiko im Zeitraum 2020-2024 um 13 %.

Obwohl sich der Gesamttrend zunächst verbesserte, war der jüngste Anstieg nicht gleichmäßig verteilt. Im Zeitraum 2020-2024 war die Schlaganfallinzidenz in der schwarzafrikanischen (Inzidenzratenverhältnis [IRR] 2,31; 95 % CI 2,03-2,62) und schwarzkaribischen (IRR 2,00; 95 % CI 1,73-2,31) Bevölkerung im Vergleich zur weißen Bevölkerung mehr als doppelt so hoch.

Die Raten blieben in diesen Gruppen während des gesamten Untersuchungszeitraums konstant höher, wobei die höchste Inzidenz bei den sozioökonomisch Benachteiligten beobachtet wurde.

Im Vergleich zu den weißen Teilnehmern hatten schwarzafrikanische und schwarzkaribische Bevölkerungsgruppen häufiger Bluthochdruck (47 % bzw. 29 % höhere Prävalenz) und Diabetes (92 % bzw. 123 % höher), die beide das Schlaganfallrisiko erhöhen. Bemerkenswert ist, dass 12 % der schwarzafrikanischen Patienten vor dem Schlaganfall keine diagnostizierten Risikofaktoren aufwiesen, verglichen mit 6,3 % der weißen Patienten, was auf Lücken in der Früherkennung schließen lässt.

Die größten ethnischen Ungleichheiten gab es bei der intrazerebralen Blutung, einer schweren und oft tödlichen Unterform des Schlaganfalls, wobei die Unterschiede zwischen der schwarzafrikanischen, schwarzkaribischen und weißen Bevölkerung ausgeprägter waren als bei anderen Schlaganfallsubtypen.

Die leitende Forscherin, Dr. Camila Pantoja-Ruiz vom King's College London, stellte fest, dass diese Ungleichheiten auch nach Anpassung an den klinischen Schweregrad, den sozioökonomischen Status und andere klinische Faktoren bestehen blieben. Weitere Analysen ergaben, dass schwarze Schlaganfallüberlebende, insbesondere schwarzafrikanische Überlebende, seltener eine rechtzeitige Nachsorge erhielten, wobei schwarzafrikanische Überlebende eine um 34 % geringere Chance auf Nachsorge hatten.

Außerdem wurde festgestellt, dass Schwarzafrikaner im Durchschnitt 10-12 Jahre früher einen Schlaganfall erleiden als Weiße. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass eine frühere Prävention und gezielte Interventionen notwendig sind.

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