Original-Research

UmweltBank AG (von GBC AG): Kaufen 03.03.2026, 10:00 Uhr von EQS Research Jetzt kommentieren: 0

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UmweltBank 3,84 EUR +1,59 % Lang & Schwarz

Original-Research: UmweltBank AG - von GBC AG

03.03.2026 / 10:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.


Einstufung von GBC AG zu UmweltBank AG

Unternehmen: UmweltBank AG
ISIN: DE0005570808
 
Anlass der Studie: Research Comment
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 9,00 EUR
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Cosmin Filker, Marcel Goldmann

Operativer Turn-Around in 2025 erreicht, Fortsetzung des Wachstumskurses erwartet

Gemäß den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 hat die UmweltBank AG wie erwartet einen deutlichen Anstieg der operativen Erträge auf 83,10 Mio. € (VJ: 63,47 Mio. €) erzielt. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete der Anstieg des Zinsergebnisses auf 58,45 Mio. € (VJ: 44,95 Mio. €). Dies ist unserer Ansicht nach insbesondere dem starken Wachstum im Kerngeschäft Privatkunden zu verdanken. Wie bereits im Januar 2026 bekannt gegeben, kletterten die Privatkundeneinlagen zum 31.12.2025 auf den zuvor prognostizierten Wert von rund 4,3 Mrd. € (VJ: 3,5 Mrd. €).

Das starke Wachstum der Privatkundeneinlagen glich zudem die unter den Erwartungen gebliebene Entwicklung im Firmenkundengeschäft aus. Die ausstehenden Umweltkredite sanken zum 31.12.25 auf 3,12 Mrd. € (31.12.24: 3,46 Mrd. €). Dies ist die Folge eines niedrigen Bruttokreditneugeschäftes in Höhe von 120 Mio. € (VJ: 250 Mio. €). Ursprünglich waren Neukredite in Höhe von 200 bis 250 Mio. € in Aussicht gestellt worden. Hier wirkte sich die unterjährig knappe Kapitalausstattung begrenzend aus. Zudem berichtet die Gesellschaft über Projektverschiebungen ins laufende Geschäftsjahr.

Angesichts des deutlich ausgeweiteten Gesamtumsatzes kletterte das Ergebnis vor Steuern und Rücklagenbildung auf 6,43 Mio. € (VJ: -8,50 Mio. €) und lag damit im Rahmen der Guidance, die ein Vorsteuerergebnis in einer Bandbreite von 5 bis 10 Mio. € in Aussicht gestellt hatte. Unterm Strich legte der Jahresüberschuss auf 14,26 Mio. € (VJ: 0,73 Mio. €) zu. Hierzu trug insbesondere die Auflösung von Rücklagen nach § 340g HGB in Höhe von 5,0 Mio. € bei. Dabei handelt es sich um einen Passivtausch, also um eine Umwandlung in die im Eigenkapital erfassten Gewinnrücklagen. Diese Rücklagen wurden in den vergangenen Geschäftsjahren auf Basis des Nachsteuerergebnisses gebildet und stehen in keinem Zusammenhang mit der Risikostruktur der UmweltBank AG.

Mit der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen hat das Management der UmweltBank erstmals Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2026 publiziert und gleichzeitig sein Prognoseszenario bis zum Jahr 2028 aktualisiert. Für 2026 rechnet das Kreditinstitut mit einem Ergebnis vor Steuern und Rücklagenbildung in Höhe von 12,5 bis 17,5 Mio. € und erwartet damit zumindest eine Verdopplung des Ergebnisses.

Die Basis dafür ist insbesondere ein starker Anstieg des erwarteten Zinsergebnisses auf 62,5 Mio. € bis 67,5 Mio. €. Grundlage hierfür ist der geplante Ausbau der Privatkundeneinlagen auf 5,4 Mrd. €, bevor diese bis zum Jahr 2028 auf 6,2 Mrd. € weiter zulegen sollen. Die angelaufenen Sonderkonditionen sollen zunächst fortgeführt werden. Positive Effekte im Zusammenhang mit der erfolgten Girokonto-Einführung sowie die Ausweitung des Produktportfolios dürften aber zunehmend in den Vordergrund rücken.

Parallel dazu sollte die nun deutlich komfortablere Kapitalausstattung zum Ausbau des Kreditportfolios genutzt werden. Die Realisierung verschobener Projekte sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder (beispielsweise Batteriespeicher und PPA-Finanzierung für Windkraftwerke) sollen gemäß Planszenario der UmweltBank AG das Brutto-Kreditneugeschäft auf 450 Mio. € steigern. Damit würde sich auch das ausstehende Kreditvolumen bis zum Geschäftsjahresende 2026 auf 3,2 Mrd. € erhöhen. Bis Ende 2028 erwartet die UmweltBank AG einen Anstieg auf 3,8 Mrd. €. Auf dieser Basis sowie auf Grundlage einer weiterhin verbesserten Positionierung im Treasury-Bereich, in dem ein Aufbau von kurz- bis mittelfristigen Anlagebeständen bei einem Anstieg der Zinskurve geplant ist, soll der Anstieg des Zinsergebnisses umgesetzt werden. Unsere Prognosen für die Folgejahre orientieren sich am aktualisierten Planszenario der Gesellschaft hinsichtlich Kundeneinlagen und Kreditvolumen. In der letzten Schätzperiode unterstellen wir jedoch eine etwas flachere Wachstumskurve.

Der spürbare Anstieg des Zinsergebnisses würde laut unseren Schätzungen ausreichen, um das erwartete niedrige Finanzergebnis zu kompensieren. Zum Anstieg der Gesamteinnahmen dürfte auch das Provisions- und Handelsergebnis beitragen. Hier plant die Gesellschaft, das Produktportfolio sukzessive auszubauen. So ist für das laufende Geschäftsjahr die Einführung diverser Aktien- und Anleihe-ETFs geplant.

Das von uns unterstellte Ertragswachstum dürfte von einem nur unterproportionalen Kostenanstieg begleitet werden. Nachdem die UmweltBank AG in den vergangenen Geschäftsjahren in Digitalisierung und Transformation investiert hat, sollten im Rahmen des derzeit laufenden Effizienz- und Kostenprogramms Einsparungen erzielt werden. Zumal die erfolgte Abarbeitung der aufsichtsrechtlichen Defizite personelle Kapazitäten freisetzt. Basierend auf dem Unternehmensszenario rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr 2026 zunächst mit einem Rückgang der operativen Aufwendungen (Personalaufwand und anderer Verwaltungsaufwand) auf 67,14 Mio. € (VJ: 71,29 Mio. €), bevor diese im Zuge der erwarteten Geschäftsausweitung wieder zulegen sollten. Für das Jahr 2028 kalkulieren wir mit einer CIR (Cost-Income-Ratio) von 80,9 %. Bis 2028 soll diese gemäß dem Planszenario der UmweltBank auf unter 60 % fallen. Aufgrund der flacheren Wachstumskurve rechnen wir in dieser letzten Schätzperiode mit einer CIR von 67,4 %.

Unterm Strich rechnen wir sowohl beim Vorsteuerergebnis als auch beim Jahresüberschuss mit einem deutlichen Anstieg. Da wir keine Auflösung von Rücklagen prognostizieren und zudem nach dem erneuten Erreichen der nachhaltigen Gewinnschwelle wieder Steueraufwendungen einbeziehen, ergibt sich für das laufende Geschäftsjahr 2026 zunächst ein Rückgang des prognostizierten Jahresüberschusses. Der Steueraufwand dürfte jedoch weiterhin von der Auflösung von Verlustvorträgen profitieren, für die die UmweltBank keine aktiven latenten Steuern gebildet hatte. 

Zur Bewertung der UmweltBank AG haben wir ein Residual-Einkommens-Modell herangezogen. Zur Bewertung der UmweltBank AG haben wir ein Residual-Einkommens-Modell herangezogen. Die Summe der diskontierten Residualerträge ergibt einen Wert von 380,14 Mio. € (bisher: 388,30 Mio. €). Unter Berücksichtigung der ausstehenden 41,28 Mio. Aktien liegt der faire Unternehmenswert je Aktie bei 9,00 € (bisher: 9,40 €). Die Reduktion des fairen Wertes ist hauptsächlich auf die Anhebung des Diskontierungssatzes auf 5,84 % (bisher: 5,34 %) zurückzuführen. Dieser resultiert aus einem Anstieg des risikolosen Zinssatzes. Wir vergeben weiterhin das Rating KAUFEN.



Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 20260303_UmweltBank_Comment

Kontakt für Rückfragen:
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (1,4,5a,6a,7,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter:
https://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung
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Datum (Zeitpunkt) Fertigstellung: 02.03.2026 (13:52 Uhr)
Datum (Zeitpunkt) erste Weitergabe: 03.03.2026 (10:00Uhr)


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Originalinhalt anzeigen: EQS News


2284286  03.03.2026 CET/CEST

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